Einschränkungen wegen Corona-Virus

Aufgrund der aktuellen Lage rund um Corona und den Sicherheitsbestimmungen der Stadt Köln ist die aufsuchende Beratungsarbeit zur Zeit noch eingeschränkt. Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung und wir schauen gemeinsam, wie wir ein Beratungsgespräch am besten durchführen können.

Bitte nutzen Sie dazu die Telefonnummer 0221-221-27162 oder die E-Mail-Adresse ibs [at] stadt-koeln.de.

Alles Gute und kommen Sie gut durch die Zeit!

Ihre Mitarbeiter*innen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln.

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Denkmal in der Keupstraße. Neue Investoren ermöglichen Standort im Bereich Keupstraße/Schanzenstraße

Die Stadt Köln teilt mit:

© studio Ulf Aminde Grafik Denkmal

Das Denkmal an der Keupstraße, das mahnend an den Anschlag des NSU erinnern soll, kann an dem von vielen gewünschten Standort im Bereich Keupstraße/Schanzenstraße verwirklicht werden. Nach Jahren des Stillstands hat dies ein Besitzwechsel des Grundstücks möglich gemacht. Die neue Eigentümerin, die „gentes Gruppe“ aus Düsseldorf, hat die entsprechende Grundstücksfläche zur Verfügung gestellt und wird die Eigentumsrechte für die Platzfläche auf die Stadt Köln übertragen. Das Projekt kann nun in den kommenden drei bis vier Jahren umgesetzt werden und damit rückt die Realisierung des Denkmals in greifbare Nähe.

Auf rund 550 Quadratmetern entsteht ein öffentlicher Platz, der dem Denkmal einen würdigen Raum bietet. Er dient neben seiner städtebaulichen Qualität zudem als Ort der Begegnung im Viertel. Platz und Denkmal sollen über eine digitale Anwendung zum interaktiven Lern- und Erinnerungsort werden. Weiterlesen

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Jahrestag des Anschlags auf die Kölner Keupstraße

Anlässlich des Jahrestages des Nagelbombenanschlags auf die Kölner Keupstraße von 17 Jahren weisen wir auf folgende Veranstaltung der Initiativen Herksin Meydani – Platz für Alle und Keupstraße ist überall hin:
Erinnern heißt kämpfen – Kein nächstes Opfer!
Kundgebung: 9. Juni 2021, 19 bis 21 Uhr, Keupstrasse/Schanzenstraße, Köln-Mülheim

Am 9. Juni jährt sich der Tag des Nagelbombenanschlages des NSU zum 17. Mal. Gemeinsam mit den Menschen aus der Keupstraße und anderen Betroffenen rassistischer Gewalt wollen wir an diesem Tag an den Anschlag erinnern, Anklage erheben und unseren Widerstand gegen rassistische Strukturen sichtbar machen. Denn diese Strukturen haben bis heute Kontinuität – sie zeigen sich in den jüngsten tödlichen Anschlägen von Halle bis Hanau, in den Sicherheitsbehörden, im Alltag. Deshalb haben wir aus vielen Städten Initiativen von Betroffenen eingeladen, um diesen Tag gemeinsam zu begehen. Weiterlesen

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Newsletter Juni 2021

Seit heute steht die Juni-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Juni 2021 zum Download (pdf) bereit.

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Aktuelles aus dem RB Köln

Marvin Neumann tritt als JA-Co Chef zurück

Wie im letzten Newsletter (Mai 2021) bereits berichtet, fand am 17. und 18. April 2021 der Bundeskongress der „Jungen Alternativen“ (JA) statt. Während des Kongresses wurde das neue Führungsduo, bestehend aus Carlo Clemens und Marvin Neumann, gewählt. Bereits am 3. Mai trat Neumann aus der AfD aus und verließ auch die „Junge Alternative“. Somit scheint Carlo Clemens, Mitglied im Rat der Stadt Bergisch-Gladbach, die Führungsposition der JA nun vorerst alleine innezuhaben. Neumann verkündete bei seiner Wahl, dass nun eine neue Ära der JA beginne und sie „professioneller, ästhetisch ansprechender und vor allem inhaltlich ausgeprägter“ werden würde. Wegen seiner Äußerungen in den sozialen Medien stand Neumann auch parteiintern in der Kritik. So äußerte er beispielsweise, dass „weiße Europäer beziehungsweise ihre Nachfahren Deutsche werden [könnten], Schwarzafrikaner aber nicht“ und forderte, dass, der „Kern [des deutschen Volkes] das Eigene sein [müsse]; die Blutsbande, die Familie.“ Der Vorstand der AfD soll Neumann zum Austritt gedrängt habe. Die „Junge Alternative“ hält jedoch nichts von einer Distanzierung. Sie bedauert seinen Austritt und sieht es als Vorrecht der Jugend an, „auch mal zu provozieren“. (rh/kg)

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Zeitzeug*innenprojekt

Im Mai 1940 begannen die deutschen Behörden des NS-Regimes in Köln mit den Deportationen der Rom:nja und Sinti:ze aus dem Reichsgebiet in das „Generalgouvernement“. Damit wurde ein Prozess der Ausgrenzung und Verfolgung fortgesetzt, der in den Folgejahren zu einem Genozid führte, dem mindestens 200.000 Menschen zum Opfer fielen. Um die Anerkennung für das erlittene Leid musste jahrzehntelang gestritten werden und auch heute noch werden Menschen als Rom:nja und Sinti:ze diskriminiert.
Das Projekt „Gegen das Vergessen und Verdrängen – Gespräche mit Rom:nja und Sinti:ze“ von Rom e.V. und Romane Romnja sucht seit Februar 2021 Zeitzeug*innen für Interviews, mit dem Ziel Erinnerungen und Erfahrungen der 2. und 3. Generation nach dem NS-Völkermord zu bewahren. Aus den Interviews soll u.a. ein Film entstehen und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.
Die Pressemitteilung zum Projekt „Gegen das Vergessen und Verdrängen Gespräche mit Rom:nja und Sinti:ze“ finden Sie hier.

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Antidiskriminierungsberatung im Rhein-Erft-Kreis

Gerne möchten wir auf die seit Februar 2021 bestehende Antidiskriminierungsberatun im Rhein-Erft-Kreis hinweisen.

Der DRK Kreisverband Rhein-Erft e.V. teilt mit:
Die beim DRK Kreisverband Rhein-Erft e.V. angesiedelte Beratungsstelle steht seit Anfang Februaroffen für Menschen, die nach rassistischen oder antisemitischen Diskriminierungserfahrungen Rat und Unterstützung suchen. Dabei wird die Beratungsstelle aus Mitteln des MKFFI finanziert. Die Einzelfallberatung bildet den Schwerpunkt der Arbeit der Beratungsstelle. Es werden Menschen beraten, die rassistische oder antisemitische Diskriminierungserlebnisse gemacht haben. Der Beratungsprozess soll dabei die ratsuchende Person bestärken und ihre Handlungsfähigkeit nach einer diskriminierenden Erfahrung wiederherstellen. Dabei ist der Beratungsprozess immer parteilich und orientiert sich an den Wünschen und Bedarfen der ratsuchenden Person. Interventionsmöglichkeiten werden daher gemeinsam besprochen und das Ziel der Beratung durch die Ratsuchenden bestimmt. Auch Zeug:innen von rassistischen oder antisemitischen Vorfällen steht die Beratung offen. Die Beratung ist kostenfrei, auf Wunsch anonym und findet in einem geschützten Rahmen statt. Auch während der Sars-CoV2-Pandemie kann nach vorheriger Absprache ein persönlicher Termin vor Ort vereinbart werden. Telefonische Beratungen sind ebenso möglich. Eine Terminabsprache kann entweder telefonisch oder via E-Mail geschehen. Die Beratung erfolgt nach den Standards des Antidiskriminierungsverband Deutschlands (advd). Darüber hinaus ist die Antidiskriminierungsberatung ansprechbar für Vereine, Einrichtungen, Netzwerke, Institutionen und Einzelpersonen, die sich gegen Rassismus engagieren und dabei Unterstützung, Begleitung oder fachliche Expertise suchen. Je nach Bedarf und Anfrage kann die Antidiskriminierungsberatung hier durch Veranstaltungen, Inputs, Workshops o.ä. zur Seite stehen und rassismuskritische Prozesse begleiten oder ggf. an andere Fachstellen weitervermitteln. Die Beratungsstelle ist außerdem offen für Kooperationsanfragen und gemeinsame Veranstaltungs- und Projektplanung, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung richten.

Weitere Informationen sowie die Kontaktdaten finden Sie hier.

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Aktuelles aus dem RB Köln

Antisemitischer Angriff auf Synagoge in Bonn

Am Abend des 11. Mai 2021 wurde die Synagoge in der Tempelstraße in Bonn-Gronau angegriffen. Mehrere jüngere Erwachsene bewarfen den Glasbereich um die Eingangstüren mit zwei Steinen und zündeten auf dem Gehweg gegenüber der Synagoge eine israelische Flagge an. Es kam zu drei vorläufigen Festnahmen. Ein Tatverdächtiger gab die Steinwürfe und das Anzünden der Flagge zu. Als Motivation verwies er auf die aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung auf (rh).

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28. Jahrestag des Solinger Brandanschlages auf das Wohnhaus der Familie Genç

Ende Mai jährt sich der Brandanschlag von Solingen. Der Landesintegrationsrat NRW wird mit einer Online-Veranstaltung an die Opfer der rassistischen Anschläge von damals und heute erinnern: “In der Nacht auf den 29. Mai 1993 starben Gürsün Ince (27), Hatice Genç (18), Gülüstan Öztürk (12), Hülya Genç (9) und Saime Genç (4) als Folge eines rassistisch motivierten Brandanschlages auf das Wohnhaus der Familie Genç. Der Brandanschlag in Solingen war der Höhepunkt einer Reihe rassistischer Angriffe von Rechtsextremisten auf unsere vielfältige Einwanderungsgesellschaft und ist als Symbol für Hass und Ausgrenzung eingegraben in unser kollektives Gedächtnis.
Die jüngsten rassistischen Mordanschläge in Halle an der Saale und in Hanau sowie die stetige Zunahme rechtsmotivierter Kriminalität – insbesondere gegen Menschen mit internationaler Familiengeschichte – verdeutlichen abermals, wie wichtig es ist, an diese Ereignisse zu erinnern und Aufklärungsarbeit zu leisten.”

Die Online-Veranstaltung findet am 28. Mai 2021 von 16 bis 19 Uhr statt. Weitere Infos sowie die Möglichkeit zur Anmeldung (Frist 27.05.21) finden Sie hier.

Der Solinger Appell und Kein Platz für Nazis – Wuppertal mit Unterstützung des Türkischen Volksvereins Solingen, der Alevitischen Kulturgemeinde Solingen und der Karawane Wuppertal organisieren am 29. Mai 2021  um 11 Uhr eine Gedenkkundgebung an der Unteren Werner Straße in Solingen.
Redebeiträge sind u.a. angekündigt von:Ali Dogan, für den Türkischen Volksverein Solingen und die Alevitische Kulturgemeinde Solingen, Doğan Akhanlı, Autor (Köln/Berlin) und Kazın Gündoğan, Autor (Köln)

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Happy Birthday Grundgesetz

Am 23. Mai ist der Tag des Grundgesetzes. An diesem Tag wurde im Jahr 1949 das Grundgesetz im Rahmen einer feierlichen Sitzung des Parlamentarischen Rates ausgefertigt und verkündet. Damit war die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Vor dem Hintergrund des Scheiterns der Weimarer Republik und zwölf Jahren nationalsozialistischer Terrorherrschaft hatten sich die Mütter und Väter des Grundgesetzes zum Ziel gesetzt, der neuen Bundesrepublik eine Verfassung zu geben, deren Dreh- und Angelpunkt die Würde jedes Einzelnen ist. Im Grundgesetz sind die Grundrechte im ersten Abschnitt verbürgt. Im Artikel 3 heißt es dort: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Vor dem Hintergrund der weltweiten Anti-Rassismus-Debatte nahm im Jahr 2020 die Forderung, den Begriff „Rasse“ zu streichen an Fahrt auf.

Der Begriff kam 1949 in die Verfassung um sich vom nationalsozialistischem Rassenwahn abzugrenzen. Dennoch transportiert er in dieser Form die Vorstellung, dass es so etwas wie „Rassen“ tatsächlich gebe. Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Felix Klein, betonte gegenüber der Funke Mediengruppe, dass „Rasse“ ein soziales Konstrukt sei, „das geradezu darauf ausgelegt ist, Menschen abzuwerten und zu diskriminieren.“ Dennoch taten sich viele schwer mit einer Änderung. „Leider ist festzustellen, dass es sehr schwer ist für viele, das Thema anzunehmen, weil sie sich gar nicht vorstellen können, wie wichtig das für die Betroffenen ist. Ich persönlich finde es wichtig, dass wir den Begriff Rasse aus dem Grundgesetz streichen!“, so der Schwarze Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby 2020 in einem Interview mit der Deutschen Welle. Die Bundesregierung hat sich im März 2021 auf einen Ersatz im Grundgesetz geeinigt. Stattdessen soll künftig in Artikel 3 ein Verbot von Diskriminierung „aus rassistischen Gründen“ stehen. Für eine Verfassungsänderung ist eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat notwendig. Ob diese erreicht wird, ist unklar.

Wie auch immer die endgültige Formulierung lauten wird, ist die Debatte darum ein wichtiger Schritt für alle, die sich – wie die Mobile Beratung – für ein diskriminierungsfreies Miteinander engagieren.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier.

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Monitoring-Bericht der Fachstelle [m²] miteinander mittendrin.

Anlässlich der Ereignisse im Nahen Osten kam es vielerorts in Deutschland zu antisemitischen Ereignissen. Auf dem Heumarkt in Köln fand am Samstag, dem 15.05.2021, eine pro-palästinensische Demonstration statt, in deren Rahmen etliche antisemitische Vorfälle dokumentiert wurden.

Den Monitoring-Bericht unserer Kolleg*innen der Fachstelle “[m²] miteinander mittendrin. Für Demokratie – Gegen Antisemitismus und Rassismus” finden Sie hier.

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