Vortrag und Diskussion: Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit

Wann: Dienstag, 11. Dezember 2018, 19:30 Uhr
Wo: Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, Köln

In den letzten Jahren wurde in den deutschen Medien eine gesellschaftliche Debatte über die Folgen einer sogenannten „Armutszuwanderung“ ausgefochten, die zahlreiche antiziganistische Elemente aufweist. Wütende „Anwohner“ berichten über „Müll“, „Lärm“ und „Kriminalität“, der Städtetag, Polizeidienststellen und Migrationsbeauftragte warnen vor der „Gefährdung des sozialen Friedens“. Im Vortrag soll diese Debatte und insbesondere die mediale Berichterstattung genauer untersucht und kritisiert werden. Anhand verschiedener Beispiele wird die Konstruktion des Narrativs „Armutszuwanderung“ nachvollzogen und kritisiert, um zum Schluss auf die politischen Konsequenzen und möglichen Gefahren der Debatte einzugehen.

Mit Dr. Markus End, Politikwissenschaftler und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung e.V.

Eintritt: frei

Eine Gemeinschaftsveranstaltung von Rom e. V., NS Dokumentationszentrum der Stadt Köln, ibs und Melanchthon-Akademie

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Konzert: Ensemble Opus 45 und Roman Knižka: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen“

Wann: Freitag, 7. Dezember 2018, 19:00 Uhr
Wo: Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstraße 1, Köln

Schlaglichtartig beleuchtet das Programm Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt seit Ende des Zweiten Weltkriegs, u.a. die Schändung der Kölner Synagoge im Jahr 1959, das Attentat auf Rudi Dutschke, die Pogrome von Solingen und Rostock, die Terrorakte des NSU. Zu Gehör kommen harte Fakten in Form von Reportagen, Stimmen von Opfern rechter Gewalt sowie das Zeugnis einer Neonazi-Aussteigerin.

Den musikalischen Kommentar, stellenweise auch Kontrapunkt zur Lesung, bilden große Werke der Bläserquintettliteratur von Komponisten, die im Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt oder ermordet wurden: Paul Hindemith, György Ligeti und Pavel Haas.

Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung

Vorverkauf: Museumskasse EL-DE-Haus (ohne VVK) und Kölnticket (zzgl. VVK)
Reservierungen über : nsdok@stadt-koeln.de

Preis: 15,00 €, ermäßigt, 10,00 €

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Newsletter Dezember 2018

Seit heute steht die Dezember-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Dezember 2018 zum Download (pdf) bereit.

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„Begleitschutz Köln“: Angriff und Hitlergruß

(c) ibs

Der mittlerweile als „Internationale Kölsche Mitte“ firmierende „Begleitschutz Köln e.V.“ hielt am 25. November erneut eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln ab – dieses Mal unter dem Motto „UN-Migrationspakt stoppen“. 500 Teilnehmer_innen wurden erwartet, am Ende fanden sich jedoch nur ca. 110 Personen des Rechtsaußen-Spektrums auf der Domseite des Hauptbahnhofs ein. Nach kurzen Redebeiträgen formierte sich die Kundgebung zu einer Demonstration durch das Bahnhofsviertel. Wie schon eine Woche zuvor in Düsseldorf, kam es aus der Demo heraus zu körperlichen Angriffen auf protestierende Gegendemonstrant_innen. Der in den sozialen Netzwerken als „kölsche Jung“ bekannte Achim van M. gehörte zu den Angreifern und wurde anschließend von der Polizei in Gewahrsam genommen. Der weitere Demonstrationsverlauf war von aggressiven Rufen und bedrohlichen Auftritten der Rechten geprägt. Ein Teilnehmer der Demonstration zeigte den Hitlergruß in Richtung der Gegendemonstrant_innen. Ca. 450 Menschen protestierten in direkter Nähe gegen die rechte Kundgebung.

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Aktionstag gegen Antisemitismus

Wann: Montag, 19. November 2018, 18:30 Uhr
Wo: AntoniterCityKirche, Schildergasse 57, Köln

Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Kooperation mit re:cologne – Studis gegen Rechts und der AntoniterCityKirche im Rahmen der vom Anne-Frank-Zentrum und der Amadeu Antonio Stiftung initiierten Aktions- und Bildungswochen gegen Antisemitismus laden ein:

401 antisemitische Straftaten hat die Polizeistatistik im ersten Halbjahr für 2018 gezählt. 10 % mehr als im Vergleichszeitraum 2017. Diese alarmierenden Zahlen sind jedoch nur die Spitze des Antisemitismus, der sich tagtäglich ereignet. Beleidigungen in der U-Bahn, Sachbeschädigungen an jüdischen Einrichtungen, Hasskommentare im Netz oder gewalttätige Übergriffe auf offener Straße: Die Formen, in denen antisemitische Einstellungen geäußert werden sind vielfältig. Von der Öffentlichkeit wird Antisemitismus jedoch unterschätzt.

Aus diesem Anlass findet am 19. November um 18.30 Uhr an der AntoniterCityKirche auf der Schildergasse eine öffentliche Projektion statt, um gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus und für ein offenes und tolerantes Miteinander zu setzen.

Ablauf

18.30 Uhr – Ansprache von Hannelore Bartscherer, Stellv. Vorsitzende der Kölnischen Gesellschaft

18.40 Uhr – Projektion einiger Vorfälle und Straftaten aus dem vergangenen Jahr auf die AntoniterCityKirche

19.15 Uhr – Führung durch die Wanderausstellung „Du Jude!“ – Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland“ im Studienhaus der VHS Köln am Neumarkt

Den Flyer gibt es hier

Die öffentlichen Projektionen werden zudem auch in anderen deutschen Städten veranstaltet.

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Lesung und Konzert: Marina Barth: Lumpenball

Wann: Donnerstag, 8. November 2018, 19:00 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Die Geschichte der Puppenspielerin Fanny Meyer, die von den Nazis nach Auschwitz verschleppt und ermordet wurde, räumt mit der Einschätzung der Kölner, sie seien immer gegen die Nazis gewesen auf… und bringt ihre Zuhörer dennoch zum Lachen, denn Fanny Meyer war eine lebenslustige junge Frau mit ausgeprägtem rheinischen Humor.

Dazu einige Lieder von Willi Ostermann, am Akkordeon Harald Rutar und an der Violine Radek Stawarz, sowie Bilder aus dem alten Köln.

Eintritt: 10,00 €, erm. 5,00 €

Eine Veranstaltung im Rahmen der Spendenverdopplungsaktion zugunsten des NS-DOK

 

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Veranstaltungen zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms

Anlässlich der Erinnerung an den Novemberpogrom vor 80 Jahren haben wir eine Auswahl an Veranstaltungen zusammengestellt. Zuerst finden Sie die Veranstaltungen in Köln – nach Datum sortiert, es folgen Veranstaltungen in anderen Städten im Regierungsbezirk Köln in alphabetischer Reihenfolge. Alle Angaben stammen von den verschiedenen Veranstalter/innen und sind ohne Gewähr. Bitte informieren Sie sich im Zweifelsfalle im Internet für zusätzliche Informationen.

Die Zusammenstellung finden Sie hier (PDF)

 

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Newsletter November 2018

Seit heute steht die November-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter November 2018 zum Download (pdf) bereit.

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Rechter „Trauermarsch“ in Leverkusen

Etwa 30 Anhänger_innen des extrem rechten Spektrums versammelten sich am Tag der Deutschen Einheit zu einer „Kundgebung mit Trauermarsch“ in Leverkusen. Veranstalter war Thomas Matzke aus Hennef, der dem „Abakus e.V.“ vorsteht. Dahinter verbirgt sich ein Medienprojekt, das nach eigener Aussage ein „bürgernaher Blog zu Politik, Zeitgeschehen, Gesellschaft und Wirtschaft“, der „Klartext ohne Ideologie, Genderwahn und Political Correctness“ verspricht und als ein weiteres Kleinstprojekt im Spektrum rechter Verschwörungsanhänger_innen zu bezeichnen ist. Neben „Abakus e.V.“ wurde die Kundgebung u.a. von pro NRW, dem „Frauenbündnis Kandel“, den „Patrioten NRW“ sowie der Kleinstgruppe „Beweg was! Für Deutschland“ beworben. Auch der Kölner Kreisverband der NPD rief in den sozialen Netzwerken zur Teilnahme auf. Weiterlesen

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Brennender Hass

ZEIT ONLINE und der “Tagesspiegel” dokumentieren in einem Langzeitprojekt 169 Todesopfer rechtsmotivierter Gewalt in Deutschland seit 1990 . Bei 61 weiteren Toten  konnten die Hintergründe nicht sicher geklärt werden, es gibt aber starke Indizien für ein politisches Motiv – zwei von ihnen sind das Mädchen Jasminka und ihre Großtante Raina, Angehörige der Minderheit der Roma. Sie starben 1994 nach einem Brandanschlag auf ihre Notunterkunft in Köln.

Eine Reportage von Heike Kleffner auf ZEIT ONLINE

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