„Haltung zeigen gegen Antisemitismus“ – Jahresmitgliederversammlung des Vereins EL-DE-Haus

Der Verein EL-DE-Haus e.V. hat am 20. Mai 2019 seine ordentliche Jahresmitgliederversammlung mit Vorstandswahlen durchgeführt. Auf der Versammlung beschäftigten sich die Mitlieder neben den Vorstandswahlen mit dem Thema Antisemitismus. Bettina Levy und David Klaphek von der Synagogengemeinde Köln berichteten von ihren Erfahrungen. Dr. Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums, Hans-Peter Killguss, Leiter der ibs und Patrick Fels, Mitarbeiter der ibs stellten anschließend das neue Bildungsangebot: [m²] Miteinander mittendrin. Für Demokratie – Gegen Antisemitismus und Rassismus vor.

Die Pressemitteilung des Vereins zur Jahresmitgliederversammlung finden Sie hier

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Gedenkveranstaltung: 26 Jahre Brandanschlag in Solingen. „Lasst uns nach vorne in die Zukunft blicken“

Wann: Dienstag, 28. Mai 2019, 19.00 bis 22.30 Uhr
Wo: Wirtschaftsclub Düsseldorf, Blumenstraße 14, 40212 Düsseldorf

Der Landesintegrationsrat NRW und IDA NRW laden ein:
„Lasst uns nach vorne, in die Zukunft blicken“, sagte Mevlüde Genç am 29. Mai 2018 anlässlich des 25. Jahrestages des Brandanschlages auf ihr Wohnhaus im Jahr 1993 in Solingen. Mevlüde Genç, Mutter, Großmutter und Tante der fünf Opfer des rassistisch motivierten Anschlages empfiehlt abermals mit diesem versöhnlichen Appell, eine Zukunft frei von Rassismus und Diskriminierung zu gestalten.
Mit der Veranstaltung anlässlich des 26. Jahrestages des Brandanschlages in Solingen möchten wir mit unseren Referentinnen und Referenten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft der Frage nachgehen, was die politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für die rassistischen Ausschreitungen der 1990er Jahren waren. Weshalb ist die Entstehung des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) in den Ereignissen dieser Zeit zu verorten? Gibt es Parallelen aus der damaligen Zeit zu heute? Inwiefern sind die Anschläge, Angriffe und Ausprägungen des Rassismus heute neue Phänomene oder Kontinuität? Und was sind die Voraussetzungen für eine vielfältige Gesellschaft ohne jeglichen Rassismus?
Fest steht heute, dass die Zivilgesellschaft nach den erschütternden Ereignissen der 1990er Jahre mit zahlreichen Aktivitäten und Initiativen gegen Rassismus und Rechtsextremismus reagiert hat. Die große Mehrheit der Einwohner/innen in Deutschland schätzt eine offene und vielfältige Gesellschaft frei von Rassismus, Ressentiments und jeglicher Diskriminierung von Minderheiten.
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Mahn- und Gedenkveranstaltung: Vor 79 Jahren: Mai 1940 – 1000 Roma und Sinti

Wann: Donnerstag, 16. Mai 2019, 18:00 Uhr
Wo: Venloer Straße, Ecke Matthias-Brüggen-Straße, Köln-Bickendorf

Der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld und der Verein Maro Drom – Kölner Sinte und Freunde e.V. laden ein:
In unmittelbarer Nähe dieser Unterführung, neben dem ehemaligen Sportplatz des Vereins Schwarz-Weiß Köln, wurde 1935 von der Stadt das bewachte „Zigeunerlager“ eingerichtet, in das die in Köln lebenden Sinti und Roma eingewiesen wurden. Hier wurden sie von der übrigen Bevölkerung abgesondert, nach rassistischen Kriterien erfasst und zu Zwangsarbeit gepresst. Von hier aus wurden sie im Mai 1940 über den Bahnhof Deutz-Tief in Ghettos und Vernichtungslager im besetzten Polen verschleppt. Nur wenige kamen zurück.

Zeitzeugen / Betroffene / Nachkommen
Josef Wirges, Bezirksbürgermeister Ehrenfeld
MARO DROM Kölner Sinte und Freunde e. V.
Markus Reinhardt Ensemble
Rolly & Benjamin Brings & Freunde & Gäste

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Newsletter Mai 2019

Seit heute steht die Mai-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Mai 2019 zum Download (pdf) bereit.

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Antisemitismus nicht hinnehmen!

Anlässlich des von der Partei „Die Rechte“ offen antisemitisch geführten Wahlkampfes dokumentieren wir eine Pressemitteilung des Vereins EL-DE-Haus, der Bildungsstätte Anne Frank, des Bundesverbandes Information & Beratung für NS-Verfolgte (Köln), des Kölner Flüchtlingsrates und SABRA Düsseldorf:

Die neonazistische Kleinpartei „Die Rechte“ betreibt Europawahlkampf mit einem antisemitischen Tabubruch: Der Wahlkampfslogan „Israel ist unser Unglück“ variiert die Parole des NSDAP-Wochenblattes „Der Stürmer“ („Die Juden sind unser Unglück“) und knüpft damit direkt an die nationalsozialistische Aufhetzung zum Judenhass und zur Vernichtung an. Die Spitzenkandidatin der Neonazis für die Europawahl ist die 90-jährige Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck, die derzeit eine Haftstrafe verbüßt.
Ebenso betreibt „Die Rechte“ Wahlkampf mit Slogans, die doppeldeutig sind und dennoch rassistische Interpretationen forcieren.
Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. hat bei der Staatsanwaltschaft Köln gegen die Verantwortlichen Strafanzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Weitere ähnlich oder gleichlautende Strafanzeigen werden folgen. Weiterlesen

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Fortbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte im Bereich Rechtsextremismus-Prävention und Demokratieförderung

TANDEM NRW ist ein Modellprojekt des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ im Bereich der Rechtsextremismus-Prävention und Demokratieförderung und arbeitet seit Jahren in der politischen Jugendbildung.

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt des Projekts darauf, Erkenntnisse, Materialien und Methoden an interessierte Fachkräfte weiterzugeben.

Die Erfahrungen TANDEMs im pädagogischen Umgang mit rechtsaffinen Jugendlichen ermöglichen es, Fachkräfte aus dem Umfeld Schule in besonderer Weise zu adressieren. Dazu zählen bspw.: Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen, Schulpsycholog*innen, Referendar*innen etc.

Ein Fortbildungsangebot kann je nach Bedarf der Fachkräfte sowie nach konkreten Absprachen individuell aus den folgenden drei Bereichen zusammengestellt werden: Weiterlesen

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Auf Stimmenfang mit Judenhass

Mit antisemitischen Parolen und Bewunderung für eine Holocaustleugnerin beginnt eine rechte Kleinpartei ihren Europawahlkampf. Der Auftakt in Wuppertal wird zum Flop.

Mit Anti-Israel-Plakaten demonstrieren Neonazis in Wuppertal. © Jennifer Marken

Zum Auftakt ihres Europawahlkampfes hatte die Kleinpartei “Die Rechte” schon tiefgestapelt – und sich dann noch unterboten: Mit gerade einmal 200 Anhängern rechnete sie für eine Kundgebung zum Geburtstag Adolf Hitlers im nordrhein-westfälischen Wuppertal. Es kamen 100. “Die Rechte” will mitmischen, wenn Deutschland am 26. Mai seine Abgeordneten für das europäische Parlament wählt. Dabei setzt sie auf Stimmen klassischer Neonazis, die mit vermeintlich bürgerlicher Rechtsrhetorik wenig anfangen können. Auf Transparenten bei der Wuppertaler Demonstration zeigten Teilnehmer Parolen wie „Gemeinsam gegen Überfremdung“ und „Israel ist unser Unglück“.  Unter den Demonstranten waren Neonazis aus dem Rhein-Erft-Kreis sowie der über die Szene hinaus bekannte Siegfried Borchardt, der 2014 für die Partei in den Dortmunder Stadtrat eingezogen war. Weiterlesen

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NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und MiQua: Eine gemeinsame App erzählt die Geschichten zwischen den Museen

Blick auf das MiQua mit dem neuen Augustusplatz, links das Farina-Haus. © Wandel Lorch Architekten
Außenansicht des EL-DE-Haus Appellhofplatz 23-25 / Ecke Elisenstraße, 2016 (Foto: Jörn Neumann)

Mitarbeitende des NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und des MiQua konzipieren zurzeit gemeinsam eine App, welche den Nutzer*innen vielfältige Zugangsmöglichkeiten und Perspektiven auf die Ereignisse im 20. Jahrhundert und einen späteren Umgang mit diesen eröffnet. Entlang einer vorgeschlagenen Route zwischen den beiden Museen sind die Geschichten von Menschen und Orten, insbesondere während der NS-Zeit, abrufbar.

Mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln konnte für dieses Projekt ein idealer Kooperationspartner und für die Vermittlung der NS-Zeit wichtiger Anknüpfungspunkt gewonnen werden: beide Institutionen ergänzen sich in bester Weise und können den Besucher*innen Einblicke in eine Zeit bieten, die von Umbrüchen in der Gesellschaft ebenso wie im Privatleben vieler Personen geprägt ist.

Die Anwendung wird nicht nur entlang eines direkten Weges Inhalte bereitstellen. Auch „Umwege“ und abweichende Standorte werden eingebunden. Dieser Ansatz ermöglicht eine breite Vertiefungsebene zu den Themen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im Stadtbild und Köln im Nationalsozialismus.
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Stellenausschreibung

Beim NS-Dokumentationszentrum ist ab sofort eine unbefristete Stelle im Bereich Antisemitismus und Rassismus bei der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus zu besetzen.
Weitere Informationen finden sie hier.

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Martialische braune Parolen im Wahlkampf

Den Europawahlkampf will die Neonazi-Partei „Die Rechte“ mit gezielten antisemitischen Provokationen und Drohungen bestreiten.

Wahlwerbung der Rechten in Frechen
(c) ibs

Die Neonazi-Partei „Die Rechte“ beherrscht vor allem ein Konzept: Gezielte antisemitische Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffe, verbunden mit der Leugnung der Shoah. Für die Europawahl haben sie nun angekündigt, massiv auf dieses Konzept zu setzen – und für sich hierbei selbstredend einen Märtyrerstatus als „politisch Verfolgte“ zu beanspruchen. Die Wahl langjährigen Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel zur „Spitzenkandidatin“ – diese sitzt seit Mai 2018 wegen dieser Delikte in Bielefeld in Haft  – war ein solcher strategischer Schachzug.

Ihre Strategie des „Märtyrerstatus“ hat „Die Rechte“ in Dortmund soeben erneut praktiziert: Der 28-jährige Dortmunder Steven F., der seit mindestens vier Jahren in Dortmund-Marten und Dortmund-Dorstfeld ein Klima der Angst geschaffen haben soll und deshalb seit November 2018 in Haft sitzt, steht aktuell wieder vor Gericht. Vorgeworfen werden ihm Raub, Körperverletzung, Beleidigung und Verwenden von Nazi-Symbolen. Rund 20 Neonazis erschienen am vergangenen Freitag im Gerichtssaal. Ein im August 2018 auf einer Kirmes angegriffener Zeuge erschien aufgrund der Drohungen nicht zum Prozess. Er nahm lieber die Geldstrafe in Kauf, als vor Gericht in Anwesenheit der Neonazis eine Aussage zu machen.
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