Mahnwache zum 17. Jahrestag des Anschlages in der Kölner Probsteigasse

Wann: Freitag, 19. Januar 2018, 15:00-16:30
Wo: Wallrafplatz, Köln

Die „Initiative Keupstraße ist überall“ lädt ein:

Nach rund 4½ Jahren rückt das Urteil im NSU-Prozess vor dem OLG München immer näher. Am 13. November 2017 begann Nebenklage-Anwältin Edith Lunnebach mit ihrem Plädoyer. Sie vertritt Masliya M., die bei dem rassistischen Bombenanschlag in der Kölner Probsteigasse vom 19. Januar 2001 schwerste Verletzungen erlitt.

Wer hat den Anschlag vorbereitet?

Nach wie vor warten alle Betroffenen der NSU-Anschläge und -Morde auf vollständige Aufklärung, die im Münchner Prozess aufgrund der eng geführten Anklage gegen lediglich fünf Beschuldigte nicht geleistet wird. RA Lunnebach geht davon aus, dass „der Anschlag in der Probsteigasse nicht alleine von den angeblich nur drei Mitgliedern der NSU-Zelle und dem Angeklagten Eminger begangen worden ist“. Der Netzwerk-Charakter mit Unterstützer*innen an allen Tatorten lasse sich beim Anschlag in der Probsteigasse deutlich nachzeichnen: „Wie, wenn nicht mit Hilfe von in die tödliche Gedankenwelt des NSU eingeweihten Mittätern aus dem Kölner Raum, soll denn die Tatortauswahl Probsteigasse stattgefunden haben?“ – „Ein in den Tatplan eingeweihter und mit Ortskenntnissen in Köln versehener unerkannter Mittäter aus den Reihen des NSU muss den Anschlagsort ausgesucht haben und die Sprengfalle deponiert haben.“ Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar

„Vor Ort”-Texte aktualisiert

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Stadt Aachen, sowie für die Kreise Städteregion Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang Januar 2018.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftliche Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort”.

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar

Newsletter Januar 2018

Seit heute steht die Januar-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Januar 2018 zum Download (pdf) bereit.

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar

Prozess wegen neonazistischer Gewalttat

„Rufst du die Polizei, passiert dir sowas nochmal“ – mit diesen Worten drohte ein junger Mann seinem am Boden liegenden Opfer in der Nacht vom 24. auf den 25. Februar 2017 in Dahlerau (Radevormwald), nachdem er ihn mehrfach geschlagen und getreten hatte. Der Angegriffene ist Jan Bäcker, 29, Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und zu dem Zeitpunkt Landtagskandidat für die Partei „Die Partei“, der Täter Eric F. aus dem Umfeld des extrem rechten, 2013 als kriminelle Vereinigung eingestuften „Freundeskreis Rade“ und der extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“, er soll bereits mehrfach Antifaschist_innen bedroht haben. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar

Jahresrückblick 2017 NRW


Zwischen „bürgerlicher Widerstandsbewegung“ und militantem Neonazismus

Jahresrückblick 2017: Die AfD zieht in Nordrhein-Westfalen in den Landtag ein und legt zur Bundestagswahl noch einmal zu. Rechtsextreme Strukturen agieren als „Die Rechte“ vor allem in Köln und Aachen mit Propaganda und Gewalt. Der „Kampf der Nibelungen“ ist eine Highlight-Event für die Rechtsaußen-Szene.

Belltower.News befragte Ende 2017 zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteur_innen über die Situation in ihrem Bundesland. Den Jahresrückblick für Nordrhein-Westfalen schrieb Michael Sturm von mobim für die Mobile Beratung NRW.

Hier geht es zum Artikel bei Belltower.News

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar

Ausstellungseröffnung: IM RECHTEN LICHT

Wann: Freitag, 15. Dezember 2017, 19 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Das Kölnische Stadtmuseum lädt ein:
Die Kölner Künstlerin und Fotografin Karin Richert hat zehn Jahre lang die rechtsgerichtete Szene in Köln und NRW mit ihrer Kamera beobachtet und dokumentiert. Die Fotos geben Einblick in Milieus, die ihren Hass und ihre Demokratiefeindlichkeit auf die Straße tragen. Begleitet werden die Fotografien in der Ausstellung von Texttafeln, die über Ziele und Vorgehensweise der einzelnen Gruppen und Parteien informieren. Auch die Appelle der Gegendemonstranten für eine offene und tolerante Gesellschaft werden fotografisch präsentiert.
Rechtes Gedankengut versteckt sich heute hinter vielen Masken. Karin Richerts Fotos zeigen: Die Anhänger dieses politischen Spektrums sind nicht nur Menschen mit Bomberjacken und Springerstiefeln. Rechte Weltanschauungen treten äußerlich in vielfältiger Gestalt in Erscheinung. Manche Gruppierungen adaptieren bewusst den Stil moderner Jugendkulturen, andere präsentieren sich sehr bürgerlich. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar

„Das hier ist das Wohnzimmer der Nazis“

Demo des „AB Mittelrhein“ und Neonazis aus dem Rheinland 2011 in Leverkusen, Foto (jmg)

Geplatzter Prozess zum „Aktionsbüro Mittelrhein“ wird neu aufgerollt
Starke Belastung für Geschädigte, Nazikader sind weiter aktiv

Am 13. März 2012 wurden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen 18 Hausdurchsuchungen durchgeführt und 24 Haftbefehle vollstreckt. Damit ging die Polizei gegen im Kern seit 2004 aktive Neonazikader des „Aktionsbüro Mittelrhein“ vor, der die Staatsanwaltschaft die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorwarf.

Im nördlichen Rheinland-Pfalz und südlichen NRW entstand in den Jahren zuvor ein Aktivposten der bundesweiten Neonaziszene, der zuletzt mit dem „Braunen Haus“ im zwischen Bonn und Koblenz liegenden, rheinland-pfälzischen Ahrweiler einen eigenen Anlauf- und Organisationsort hatte. Die Mitglieder machten v.a. mit dem jährlichen Aufmarsch in Remagen, mit dem alliierte Kriegsgefangenenlager geschichtsrevisionistisch instrumentalisiert wurden, bundesweit auf sich aufmerksam, griffen engagierte Menschen in der Region gewalttätig an, zerstachen Reifen und schmierten Hakenkreuze. Zudem sollen Aktivisten an gewalttätigen Übergriffen im Jahr 2011 auf ein Wohnprojekt in Dresden beteiligt gewesen sein. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar

Newsletter Dezember 2017

Seit heute steht die Dezember-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Dezember 2017 zum Download (pdf) bereit.

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar

Vortrag: Denk’ ich an Aufklärung, denk ich an… Arbeit und Ergebnisse des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zum „NSU“ in NRW – Aufklärung oder Feigenblatt?

Wann: Donnerstag, 23. November 2017, 18:30 Uhr
Wo: Kurdischen Gemeinschaft Rhein-Sieg/Bonn e.V., Lindenstraße 58, Siegburg

Die Kurdische Gemeinschaft Rhein-Sieg / Bonn e.V. und der Arbeitskreis Antirassismus Siegburg laden ein:
Am 6.4.2017, am 11. Jahrestag der Ermordung von Mehmet Kubaşık, der im April 2006 mutmaßlich vom „NSU“ in seinem Ladengeschäft in der Dortmunder Nordstadt erschossen wurde, hat der Parlamentarische Untersuchungsausschuss im Landtag von NRW seinen Abschlussbericht veröffentlicht. Kurze 2½ Jahre haben sich die Ausschussmitglieder der Landtagsfraktionen von SPD,  CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Piratenpartei Zeit für Ihre Recherchen, Befragungen und Analysen genommen. Doch was ist geworden aus dem Plan, Aufklärung über ein „mögliches Fehlverhalten nordrheinwestfälischer Sicherheits- und Justizbehörden“ mitsamt der dafür politisch verantwortlichen und der zuständigen Behörden zu leisten? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar

Hools und Hitlergruß

Aus aktuellem Anlass dokumentieren wir hier einen Artikel von Susanne Müller, der ursprünglich beim Blich nach Rechts erschien:

Rechte Hooligans aus der Kölner „Bürgerwehr“-Szene attackieren in massiver Form Migranten und liefern sich heftige Verfolgungsszenen mit der Polizei.

Aktive Hooligan-Bürgerwehr-Szene in Köln; Photo: KgR

Seit vielen Jahren existiert am Kölner Ebertplatz eine Drogenszene mit damit einhergehender Kriminalität. Mitte Oktober starb dort bei Auseinandersetzungen zwischen Drogenhändlern ein 22-jähriger Nordafrikaner in Folge eines Messerangriffs. Seitdem findet in Köln eine erregte Diskussion über die längst überfällige Umgestaltung dieses Platzes statt.

Sowohl die Kölner AfD als auch die seit „Silvester 2015“ massiv an die Öffentlichkeit drängende Kölner Hooligan-Szene nutzen diese Situation und machen mobil. Am vergangenen Samstag veranstaltete die Kölner AfD ab 10.30 Uhr einen Infostand. Er wurde durch ein sehr massives Polizeiaufgebot geschützt. Als die AfD nach gut einer Stunde ihren Stand wieder abbaute, näherten sich, wie ein vor Ort anwesender Vertreter von „Köln gegen Rechts“ gegenüber bnr.de bestätigte, bereits zahlreiche Hooligans aus der Kölner „Bürgerwehr“-Szene. Angeführt wurden sie von dem sich gezielt kölsch-proletarisch inszenierenden „Kölschen Jung“ Achim v. M., der als Betreiber einer großen Facebook-Gruppe der Kölner Hooligan-Bürgerwehr-Szene gilt. Diese stellt eine Mischung zwischen organisierten Hooligans, der Türsteher-Szene, Rockern und Rechtsradikalen dar. Schon im Januar 2016 waren aus dieser Szene heraus bei „Patrouillengängen“ in Köln knapp 20 Migranten attackiert und verletzt worden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Aktuelles | Hinterlasse einen Kommentar
Seite 1 von 4312345...102030...Letzte »