„Vor Ort”-Texte aktualisiert

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Stadt Aachen, sowie für die Kreise Städteregion Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Mitte Juli 2018.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftliche Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort”.

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Rechte und rassistische Sticker in Köln

Seit Monaten werden im Kölner Stadtgebiet in hoher Zahl rassistische und neonazistische Aufkleber verklebt. Betroffen sind vor allem Stadtteile im Kölner Westen wie Bickendorf, Mengenich, Bocklemünd und Ossendorf. Einen Bericht und eine umfangreiche Fotodokumentation von Susanne Müller gibt es auf haGalil.

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Pressemitteilung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Düsseldorf und der Opferberatung Rheinland zum Ende des Wehrhahn-Prozesses

Angeklagter im Wehrhahnprozess freigesprochen – Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus und Opferberatung äußern sich in gemeinsamer Pressemitteilung

Verhandelt wurde der Rohrbomben-Anschlag von vor fast exakt 18 Jahren gegen eine Gruppe von 12 Sprachschülerinnen und -schülern. Diese waren mehrheitlich jüdische Kontingentflüchtlinge aus ehemaligen Sowjetstaaten.

Die Opferberatung Rheinland (OBR) berät und unterstützt Betroffene des Anschlags.

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) hat die Verhandlung vom ersten bis zum letzten Moment verfolgt und darüber kontinuierlich online berichtet. Die MBR ist eine von Bund und Land geförderte Beratungsstelle, welche sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen im Themenfeld Rechtsextremismus unterstützt.

Die Opferberatung Rheinland mahnt, die Betroffenen nicht zu vergessen

Gerichtsprozesse stellen generell eine Belastung für Gewaltopfer dar. Die Belastung kann umso stärker sein, je länger das Ereignis zurück liegt. Der zwanghafte Charakter und Zeitpunkt eines Gerichtsprozesses unterbricht in vielfacher Hinsicht die selbst gewählten Bewältigungsstrategien: „Der Gerichtsprozess und die Zeugenaussage stellen unserer Erfahrung nach für die Betroffenen, aber auch für Zeuginnen und Zeugen, in der Regel eine große Belastung dar. Sei es durch die Konfrontation mit den Täterinnen und Tätern im Gerichtssaal oder die Aussage zu traumatisierenden Gewalterfahrungen. Auch kommt es durch die Befragung der Verteidigung der Täter immer wieder zu Täter-Opfer-Umkehr“ so Johannes Gleitz von der Opferberatung Rheinland. Weiterlesen

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Sommerpause

Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus macht Sommerpause. Unser Büro ist aber auch während der Schulferien durchgängig besetzt. Ab dem 20. August sind wir wieder in voller Besetzung für Sie da.

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Urteil im NSU-Prozess

Gedenkaktion in der Kölner Keupstraße während der Urteilsverkündung in München

Heute wurde das Urteil im NSU-Prozess nach über fünf Jahren Verhandlungen am Oberlandesgericht in München gesprochen. Es ist der größte Prozess seit der Wiedervereinigung zu einer beispiellosen extrem rechten Tatserie. Das Gericht folgte dem Antrag der Bundesanwaltschaft und verurteilte Beate Zschäpe als Mittäterin an den Morden und Anschlägen des NSU zu lebenslanger Haft. Der Mitangeklagte Ralf Wohlleben erhielt wegen Beihilfe zehn Jahre Haft, Holger G. wurde zu drei Jahren, André E. zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft und Carsten S. zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt.

In dem Prozess ging es auch um zwei Taten in Köln, die die Bundesanwaltschaft 2012 in ihrer Anklageschrift aufgeführt hat: Eine Sprengstoffexplosion in einem Lebensmittelgeschäft in der Probsteigasse am 19. Januar 2001, bei der die Tochter des Inhabers schwer verletzt wurde. Und das Nagelbombenattentat in der vorwiegend von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bewohnten Keupstraße am 9. Juni 2004, bei dem über 20 Menschen teilweise schwer verletzt wurden.

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln hat eine Stellungnahme zum Urteil veröffentlicht. Sie finden sie hier

Der Kölner Stadt-Anzeiger fasst in einem Artikel Reaktionen von Bewohner*innen der Kölner Keupstraße zusammen..

Aktuelle Informationen zum Urteil wie auch zu den Taten und den Opfern in NRW finden Sie auf der Homepage des WDR.
Informationen zur Initiative „Kein Schlussstrich“ auf Twitter unter #KeinSchlussstrich

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Verfassungsschutzbericht NRW für das Jahr 2017 erschienen

NRW-Innenminister Herbert Reul hat Ende Juni in Düsseldorf den Verfassungsschutzbericht 2017 vorgestellt. Im Bereich Rechtsextremismus verzeichnen die nordrhein-westfälischen Verfassungsschützer einen Rückgang von 4.700 Straftaten im Jahr 2016 auf 3.764 im Jahr 2017 – ein Minus von knapp 20 Prozent. Innenminister Reul sprach von einer erfreulichen Entwicklung. Dennoch verwies er auf die Anstieg im Zehn-Jahres-Vergleich beim Rechts- und Linksextremismus. „Da liegen wir in beiden Bereichen nach wie vor auf erschreckend hohem Niveau. Wir müssen also weiter sehr wachsam bleiben“, so der Minister. „Der Rückgang der rechtsextremen Straftaten im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr darf kein Grund sein, sich zurückzulehnen“, betonte Verena Schäffer, innenpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Fraktion im Landtag NRW. „Rechte Äußerungen in der Öffentlichkeit führen auch zu rechtsextremen Straftaten, denn rechte Straftäter nehmen sie als Legitimation für Gewalt.“

Als für den Regierungsbezirk Köln relevante Gruppen aufgeführt sind: „Pro Köln“, „pro NRW“ und „pro Deutschland“, die „Identitäre Bewegung“ (Ortsgruppe im Großraum Köln, in Aachen und im Bergischen Land), Die „Identitäre Aktion“ (Rhein-Sieg-Kreis), die Organisation staatenlos.info (Verschwörungsideologen-Szene), die Partei  „Die Rechte“ (Ortgruppen im Rhein-Erft-Kreis und in Aachen/Heinsberg) und die neonazistische Gruppe „Köln für deutschen Sozialismus“. (kg)

 

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Newsletter Juli/August 2018

Seit heute steht die Juli/August-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Juli/August 2018 zum Download (pdf) bereit.

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Veranstaltung: Woher kamen all die Nazis? Erkundungen in den Milieus der 20er und 30er Jahre

Ein Gespräch zwischen dem Autor Volker Kutscher und dem Historiker Dr. Werner Jung

Wann: Mittwoch, 27. Juni 2018, 19:30 Uhr
Wo: Forum der Volksbank Oberberg, Bahnhofstr. 3, Wiehl

Die Oberbergische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. lädt ein:
„In einem Dialog werden der inzwischen bundesweit bekannte, erfolgreiche und von der Kritik hoch angesehene Romanschriftsteller Volker Kutscher und der besonders auf diesem Felde ausgewiesene Historiker Dr. Werner Jung Einsichten zu gewinnen und zu vermitteln versuchen. Also ein ganz anderer, ein literarischer Zugang zu dieser Fragestellung.

Volker Kutscher, geboren 1962 in Lindlar und aufgewachsen in Wipperfürth, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte in Wuppertal und Köln zunächst als Tageszeitungsredakteur bei der Kölnischen Rundschau, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln.
Mit dem Roman »Der nasse Fisch«, dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem bisher fünf weitere folgten.
Im November erscheint mit »Marlow« der siebte Band der Reihe, die bislang in 18 Sprachen übersetzt wurde. Auf Grundlage der Rath-Romane dreht Tom Tykwer die Fernsehserie »Babylon Berlin«, deren erste Staffel im Oktober in der ARD ausgestrahlt wird. Diese Serie erhielt soeben den renommierten Grimme-Preis.

Dr. Werner Jung, geb. 1954 in Köln, Studium der Geschichte, Germanistik und Psychologie an der Universität zu Köln, Promotion in Neuerer Geschichte mit einer Arbeit zum Thema „August Bebel – deutscher Patriot und internationaler Sozialist“. Volontariat bei der Deutschen Welle. Seit 1986 als Wissenschaftler beim NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln beschäftigt, zunächst als stellvertretender Direktor, seit 2002 als Direktor. Verfasser mehrerer Bücher über Köln und zum Nationalsozialismus. Unter seinem Direktorat hat es schon bisher bemerkenswerte Ausstellungen und Fachveranstaltungen im Kölner NS-Dokumentationszentrum gegeben.“

 

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Öffentlicher Filmabend und Diskussion: Afro.Deutschland

Wann: Donnerstag, 21. Juni 2018, 19-21 Uhr
Wo: Gemeindehaus der Evangelischen Christuskirche, Dellbrücker Mauspfad 345, Köln

Das Bündnis Dellbrück gegen Rechts in Kooperation mit dem Afrika Filmfestival Köln laden ein:
Rassismus bleibt leider aktuell. Wahlerfolge rechter Parteien sprechen hier Bände. Dabei kann sich in einer zunehmend globalisierten Welt eigentlich kein Land mehr Rassismus – „Relikt aus einer anderen Zeit“ – leisten. „Afro.Deutschland“ befasst sich mit Alltagsrassismus und Strategien dagegen. Protagonisten darin sind unter anderem Theodor Wonja Michael, Gerald Asamoah und Samy Deluxe. Im Anschluss an den Film gibt es einen kurzen Einblick in die Geschichte von Rassismus.

Eintritt: frei

Den Flyer gibt es hier

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Wahlwerbung der MHP vor DITIB-Moschee

(c) Eren Güvercin

Die extrem rechte türkische Partei Milliyetçi Hareket Partisi (MHP) machte am 8. Juni Wahlwerbung auf dem Gelände der DITIB-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld. Wie der Journalist Eren Güvercin am gleichen Tag über Twitter veröffentliche, wurden nach dem Freitagsgebet unmittelbar vor dem Eingang der Moschee Wahlplakate aufgestellt und Flyer verteilt. Auf den Plakaten zu sehen ist der aktuelle MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli, darüber ist der Wahlspruch „Die Nation hat Verstand“ auf Türkisch zu lesen. Am 24. Juni finden in der Türkei vorgezogene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Die umstrittenen Verfassungsänderungen aus dem Verfassungsreferendum 2017, die unter anderem das Amt des Staatsoberhauptes sowie des Regierungschefs vereinigen, treten dann in Kraft. Die extrem rechte MHP (Partei der Nationalistischen Bewegung) tritt bei den Wahlen in einem „Volksallianz“ genannten Wahlbündnis mit der AKP um ihren Vorsitzenden Recep Tayyip Erdoğan an. Bei der letzten Parlamentswahl 2015 erreichte die MHP 11,9% der Stimmen.

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