Die Lage ist ernst!

Der Bundesverband Mobile Beratung e.V. vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die in ganz Deutschland Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus anbieten. Das folgende Positionspapier des Bundesverbandes zur Bundestagswahl 2017 spiegelt auch die Arbeit der Mobilen Beratung im Regierungsbezirk Köln wider.

Die Arbeit gegen Rechtsextremismus stärken – Demokratiefördergesetz umsetzen!

Positionspapier des Bundesverbands Mobile Beratung e.V. zur Bundestagswahl (als PDF-Datei herunterladen, ca. 122kb)

Die Lage ist ernst. Die Übergriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte, aber auch Drohungen und Hetze im Netz, Anfeindungen und tätliche Angriffe gegenüber Helfenden und (Kommunal-)Politiker_innen verunsichern Engagierte im ganzen Land. Wir dokumentieren das Positionspapier des Bundesverbands Mobile Beratung.
Die Zivilgesellschaft muss sich mit Demonstrationen, Propaganda und Raumergreifungsstrategien von Neonazis auseinandersetzen. Gleichzeitig verroht das gesellschaftliche Klima zusehends. Rechtspopulistische Stimmungsmache gegen „die da oben“ und „die Anderen“ polarisiert die Debatten und hat Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen vor Ort. Weiterlesen

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Tagung: Von Stimmungsmache und Übergriffen – Facetten rechter Gewalt

Wann: Freitag, 6. Oktober 2017, 14 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Die menschenverachtende Anschlags- und Mordserie des NSU offenbarte im November 2011 eine neue Dimension des Rechtsterrorismus in Deutschland. Doch waren terroristische Strukturen in der extremen Rechten schon immer präsent. Gleichzeitig werden aber auch rassistische Anschläge verübt, ohne dass Verbindungen zu einem neonazistischen Untergrund oder organisierten extrem rechten Strukturen vorliegen. Im letzten Jahr gab es erneut einen Anstieg von Übergriffen auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte.

Rassistische Gewalt ist kein isoliertes Phänomen, sondern wird durch Ungleichwertigkeitsvorstellungen in der Gesellschaft begünstigt. Dazu trägt auch eine gewalttätige Sprache bei, die bestimmte Menschengruppen als „die Anderen“ und als „nicht zugehörig“ markiert. Dies können Geflüchtete, Menschen mit Zuwanderungsbiographie, People of Colour oder auch Personen sein, die nicht bestimmten Geschlechtervorstellungen entsprechen. Weiterlesen

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Veranstaltung: „Keine Geduld mehr!“

Wann: Sonntag, 17. September 2017, 19:00 Uhr
Wo: Depot 2, Schauspiel Köln, Schanzenstr. 6-20, Köln

Recherche International e.V. in Kooperation mit Schauspiel Köln, Kulturforum Türkei Deutschland e.V., Dialog-Kreis Türkei Kurdistan und AWO Bezirksverband Mittelrhein e.V. laden ein:
Seit über einem Jahr werden wir Zeugen, wie das türkische Regime seine Gegner weltweit verfolgt.
Im letzten Monat wurden auf Betreiben der Türkei der Journalist Hamza Yalçin und der Schriftsteller Doğan Akhanlı in Spanien verhaftet. Während Akhanlı derzeit Spanien nicht verlassen darf, sitzt Hamza Yalçin noch immer in Haft. Spanische Richter haben nun zu entscheiden, ob die beiden EU-Bürger, Akhanlı ist deutscher, Yalçin schwedischer Staatsbürger, an die Türkei ausgeliefert werden.

Dieser Abend fragt nicht nur nach der aktuelle Situation von Akhanl und Yalçin, sondern nimmt diese auch zum Anlass, über die derzeitige Lage in der Türkei und Kurdistan zu informieren. Akhanlı und Yalçin sind keine Einzelfälle, weshalb auch gefragt werden muss nach der noch immer stattfindenden Kooperation deutscher und türkischer Geheimdienste und der unseligen Rolle von Berlin und Brüssel beim „Flüchtlingspakt“ mit Ankara.Weiterlesen

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Newsletter September 2017

Seit heute steht die September-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter September 2017 zum Download (pdf) bereit.

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Schwarze Luftballons gegen Flüchtlinge

„Mit unseren Sprühschablonen und -kreide ziehen wir wieder durch Köln. Unsere Botschaften ‘Kehrt nach Hause zurück! Eure Heimat braucht euch’ haben wir in Köln bereits am Kölner Hauptbahnhof, an der Großmoschee und in Köln Ostheim in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft gesprüht.“ (Schreibweise im Original). Diese fremdenfeindlichen Botschaften hinterließ eine stark in die Öffentlichkeit drängende neue, sehr rechte Aktionsgruppe Ende Juli vor mehreren Kölner Flüchtlingsheimen. Verfasst haben die Sprüher ihre Hassgraffiti auch auf Arabisch, der Text soll zahlreiche sprachliche Fehler aufweisen. Weiterlesen

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Zwei Jahre Haft auf Bewährung für rassistischen Brandanschlag

Am 2. Januar 2016 attackierten zwei Rechtsextreme in der Bruder-Klaus Siedlung in Köln-Mülheim eine Flüchtlingsunterkunft. Sie schlugen kurz vor 20 Uhr die Scheibe der unweit eines Autobahnzubringers gelegenen Unterkunft mit einem Teleskopschlagstock ein und versuchten Silvesterböller sowie brennende Fackeln in die erleuchtete, im Erdgeschoss befindliche Wohnung zu werfen. Dass sich darin Bewohner aufhielten war ihnen bewusst.

Ein Bengalo verfehlte das Fenster nur knapp und prallte an der Hauswand ab. Die Leuchtfackeln – es handelte sich um Bengalos, die bis zu 2500 Grad heiß werden – hatten sie zuvor mit Schriftzügen von Pegida beklebt. In der Wohnung lebte eine aus Jugoslawien stammende Flüchtlingsfamilie: Drei Erwachsene mit neun Kindern. Nur durch Zufall misslang ihr Versuch, die Bengalos in die bewohnte Wohnung zu werfen. Der Tod der Familie wurde offenbar bewusst einkalkuliert. Weiterlesen

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” nun auch für die Städte Bonn und Leverkusen, sowie für die Kreise Oberberg, Rheinisch-Bergisch und Rhein-Sieg  aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang/Mitte Juli 2017.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftliche Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort“.

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Regionale Beteiligung an RechtsRock-Konzert in Themar

Quelle: Screenshot Twitter Polizei Thüringen

Am 15. Juli fand im Thüringischen Themar das größte Rechtsrock-Konzert der letzten Jahre statt. Etwa 6.000 Neonazis waren angereist, um Bands und Redebeiträgen zu lauschen, zu trinken und zu feiern. Und Gemeinschaft zu zelebrieren – wozu in diesen Kreisen auch das Zeigen des Hitlergrußes samt „Sieg Heil“-Ruf gehört.

Auch „Die Rechte“ Rhein-Erft, Aktivisten des „Syndikat 52“ aus Aachen und von der „Identitären Aktion“ bzw. dem „Freundeskreis Rhein-Sieg“ waren unter den Besucher_innen. Unter den auftretenden Bands fand sich neben „Flak“ aus dem Rheinland auch „Stahlgewitter“, eine der in der Szene prominentesten Rechtsrock-Bands, der auch Frank Krämer aus dem Rhein-Sieg-Kreis als Gitarrist angehört. Nach Eigenaussage stand er jedoch nicht auf der Bühne, da er für die Vorbereitung keine Zeit gehabt habe. Weiterlesen

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Großartige Entscheidung!

Um 17.51 Uhr hat der Rat auf seiner heutigen Sitzung für die Erweiterung des NS-Dokumentationszentrums im EL-DE-Haus gestimmt. Direktor Dr. Werner Jung sagt: „Danke an den Rat. Glückliches NS-DOK!“ Durch die Anmietung der beiden oberen Etagen im EL-DE-Haus kann das NS-DOK nun mit dem Konzept eines „Hauses für Erinnern und Demokratie“ ein modernes Angebot zur Demokratieförderung entwickeln und die pädagogische Arbeit sowie die Bildungsangebote ausbauen.

Hier der Wortlaut aus Begründung des Ratsantrags:

„1. Das NS-DOK als alleiniger Nutzer des EL-DE-Hauses als Schlussstein einer geschichtlichen Entwicklung

Das NS-Dokumentationszentrum hat in den letzten Jahren eine weit über die Grenzen Kölns hinaus anerkannte positive Entwicklung nehmen können. Stark gestiegene Besucherzahlen und die hohe Zahl von über 2.200 geführten Gruppen haben jedoch erhebliche räumliche Engpässe zur Folge. Um die pädagogische Arbeit und die Bildungsangebote zu stärken und das Konzept eines „Hauses für Erinnern und Demokratie“ umzusetzen, benötigt das NS-Dokumentationszentrum die beiden oberen Etagen im EL-DE-Haus, die derzeit noch vom Rechtsamt und dem Örtlichen Personalrat für das Dezernat Kunst und Kultur genutzt werden. Dass das ehemalige Gestapogebäude dem NS-DOK vollständig für seine Zwecke zur Verfügung gestellt wird, kann als ein logischer Endpunkt und als ein Schlussstein einer langen Geschichte des EL-DE-Hauses nach dem Ende Gestapozeit angesehen werden. In das ehemalige Gestapohaus zogen nach dem Krieg städtische Dienststellen ein. Ausgerechnet dort, wo die Gestapo ihre Opfer verhört und malträtiert hatte, wurden Jahre lang das Standesamt und die Rentenstelle untergebracht. Bereits in den letzten Jahren hat das NS-Dokumentationszentrum sich im EL-DE-Haus vergrößern können, nunmehr soll es zukünftig das EL-DE-Haus komplett nutzen. Das 1934/35 errichtete Gebäude erhielt nach den Initialen seines Bauherrn Leopold Dahmen den Namen EL-DE-Haus und befindet sich nach wie vor im Privatbesitz der Familie Dahmen. Weiterlesen

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Stadt Aachen, sowie für die Kreise Städteregion Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang Juli 2017.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftliche Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort“.

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