Jahresbericht 2016 des NS-DOK erschienen

Vor wenigen Tagen ist der Jahresbericht 2016 des NS-Dokumentationszentrums erschienen. Die 240 Seiten starke Veröffentlichung belegt: Das NS-DOK kann erneut auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das Museum verzeichnete im 15. Jahr in Folge einen Besucherrekord. Mit 80.554 Gästen wurde erneut eine neue Höchstmarke erreicht. Fast die Hälfte aller Besucherinnen und Besucher hat die Museumspädagogik betreut. Mit nahezu 2.000 Führungen verdreifachte sich ihre Anzahl in den letzten Jahren.

Neben Schulklassen und Gruppen kommen viele Touristen und einzelne Personen in das Haus. Zum dritten Mal in Folge hat das Reiseportal TripAdvisor dem Museum ein „Zertifikat für Exzellenz“ verliehen. Um die 90 Prozent der Besucherinnen und Besucher bewerteten das NS-DOK mit „ausgezeichnet“ oder „sehr gut“.

An den vielen Menschen, die das NS-Dokumentationszentrum erreicht hat, haben aber auch die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus und die Mobile Beratung ihren Anteil. Weiterlesen

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Pressemitteilung: Flüchtlingsfeindliche Straftaten erneut auf Rekordhoch

2016 in NRW jeden Tag zwei Vorfälle mit rechtem Hintergrund
Mobile Beratung sieht Zusammenhang mit rassistischer Stimmungsmache

Düsseldorf, 13.3.2017
„Die von der Bundesregierung Ende Februar genannten Zahlen zu Übergriffen gegen Geflüchtete und deren Unterstützer_innen sind alarmierend. Die von der Mobilen Beratung in NRW im Rahmen eines eigenen Monitorings erhobenen Vorfälle gehen noch darüber hinaus. Es gilt nun, diese Angriffe wahrzunehmen und das Thema „Flucht und Asyl“ nicht im Wahlkampf zu instrumentalisieren“, so Heiko Klare von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW.

Die Anzahl der Übergriffe gegen Geflüchtete und deren Unterstützer_innen ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr bundesweit erneut gestiegen. Alleine in NRW gab es 499 Straftaten gegen Geflüchtete, Helfende und Einrichtungen. Die Zahlen, die die Bundesregierung Ende Februar auf Anfrage („Proteste gegen und Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte“) der Fraktion DIE LINKE veröffentlichte, sind alarmierend.

Für das Jahr 2016 hat die Mobile Beratung NRW darüber hinaus ein eigenes Monitoring rechter und rassistischer Straftaten gegen Geflüchtete, sowie extrem rechter und rassistischer Demonstrationen und Kundgebungen durchgeführt. Um „Dunkelfelder“ besser erfassen zu können, sind darin neben den von offizieller Seite veröffentlichten Statistiken zu politischer motivierter Kriminalität Rechts (PMK Rechts) und Polizeipressemitteilungen auch eigens recherchierte Fälle und Medienberichte eingeflossen. Weiterlesen

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Newsletter März 2017

Seit heute steht die März-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter März 2017 zum Download (pdf) bereit.

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Neue Handreichung: „Mit Rechten streiten?“

Zum Umgang mit rechtspopulistischen und rassistischen Herausforderungen:
Gemeinsam mit dem Landesintegrationsrat stellt die Mobile Beratung NRW eine neue Handreichung vor

„Diese Handreichung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, um die zivilgesellschaftlichen Akteure bei ihrem unermüdlichen Einsatz gegen Rechts vor Ort zu unterstützen!“, so Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW, bei der Vorstellung der Broschüre Mitte Februar in Düsseldorf. Michael Sturm, Mitarbeiter des Beratungsteams mobim in Münster, ergänzt: „Wir hoffen, allen Engagierten und Herausgeforderten damit eine praktische Hilfestellung und einige Hintergründe in kompakter Form geben zu können.“ Drei Monate vor der Landtagswahl und in einer sich polarisierenden gesellschaftlichen Debatte sind die Mobilen Beratungsteams immer wieder mit der Frage konfrontiert, was zu tun sei, wenn rechtspopulistische Parteien öffentlich auftreten oder ihre Vertreter_innen zu Veranstaltungen erscheinen, wenn Parolen am Arbeitsplatz oder Gartenzaun geschwungen werden oder gar in der Familie für Streit sorgen. Weiterlesen

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Pressemitteilung: „Ich bin kein Kostüm!“- Forum gegen Rassismus und Diskriminierung initiiert Plakatkampagne

„Ich bin kein Kostüm!“ – So wird es an den Tagen des diesjährigen Straßenkarnevals auf den Infoscreens in den U-Bahnen zu lesen sein.

Denn einige Kostüme stärken rassistische und stereotype Bilder. Europäer_innen benutz(t)en diese Bilder, um Ausbeutung und Unterdrückung von bestimmten Menschengruppen zu rechtfertigen. Dies ist den wenigsten Träger_innen der Kostüme bewusst. Die Zeit des Kolonialismus und der sogenannten „Entdeckungen“, die mit Massenmorden und anderen Gräueltaten einhergingen, wird bislang nicht ausreichend aufgearbeitet. Das sog. „Indianderkostüm“ und andere diskriminierende und teils romantisierende Bilder bestimmter Gruppen geben die Älteren so immer wieder an die nächste Generation weiter. Weiterlesen

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„Syndikat 52“: Alte KAL-Strukturen im Raum Aachen, Düren und Heinsberg

DR-Kundgebung 2013 in Aachen: „Wir sind immer noch da!“ (c) Klarmann

Fast fünf Jahre nach dem Verbot der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) haben Neonazis den Wiederaufbau von Strukturen unter Tarnlabeln umgesetzt und werben verstärkt wieder Jugendliche an. Die Nachfolgegruppierung „Syndikat 52“ (S52) tritt zwar noch nicht so deutlich in Erscheinung wie die KAL seinerzeit. Allerdings ist derzeit im Raum Aachen, Düren und Heinsberg ein Zuwachs an neonazistischen Aktivitäten und ein aggressiveres wie offensiveres Auftreten von S52 und ergo die Teilfortführung alter KAL-Aktivitäten zu verzeichnen.

Obschon „Syndikat 52“ sich als Untergruppierung des Kreisverbandes Aachen-Heinsberg der neonazistischen Miniaturpartei „Die Rechte“ (DR) vor einem erneuten Verbot sicher wähnt, versucht man öffentlich dennoch zu bestreiten, dass S52 ein KAL-Folgeprojekt ist. Fast gebetsmühlenhaft wird mit solchen oder ähnlichen Aussagen betont, S52 sei „ein parteiliches Projekt, worin sich alle Menschen beteiligen dürfen, die sich mit patriotischen Gedanken, wie pro Familie, Freundschaft und Nation identifizieren können.“ Dabei sind Führungskader zum Teil identisch, allerdings älter geworden als zu KAL-Zeiten, wegen beruflicher Karrieren müssen die Neonazis sich teilweise in der Öffentlichkeit zudem zurückhalten mit ihrem politischen Engagement und Teile der Kader sind unterdessen zu Familienvätern geworden. Weiterlesen

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Buchvorstellung und Diskussion: „Die haben gedacht, wir waren das.“ MigrantInnen über NSU, rechten Terror und Rassismus

Wann: Donnerstag, 16. Februar 2017, 19:00 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Buchvorstellung und Diskussion

17487_allWelche Spuren hinterlassen Rassismus und rechte Gewalt in der migrantischen Community? Wie hat es sich auf die Opfer des rassistisch motivierten Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße ausgewirkt, dass sie selbst dieser Tat verdächtigt wurden? Zu den Vorwürfen der Ermittler gehörten: Streit unter türkischen Geschäftsleuten, Verbindungen zum Rotlichtmilieu, dem Drogenhandel und zur Türsteherszene. Zum NSU-Komplex sind inzwischen zahlreiche Publikationen erschienen, die Sichtweise der Betroffenen hat dabei bisher wenig Raum bekommen.

In dem Ende 2016 veröffentlichtes Buch „Die haben gedacht, wir waren das“ beziehen Opfer und ihre Angehörigen, Persönlichkeiten aus Publizistik, Wissenschaft und Politik, Stellung. Die Autor/innen geben ihre Erfahrungen wieder, beleuchten die Auswirkungen des NSU-Terrors sowie der um sich greifenden rassistischen Gewalt und schildern, wie das auf sie wirkt und was sie dabei bewegt.

Mit: Kemal Bozay, Orhan Mangitay, Funda Özfirat, Ayca Tolun und Kutlu Yurtseven
Moderation: Fatih Çevikkollu

Eintritt: 4,50 €, erm. 2,00 €

Den Flyer auf deutsch und türkisch gibt es hier

Die Veranstaltung ist Teil einer Interventionsreihe des Tribunals ‚NSU-Komplex auflösen‘, das vom 17.-21. Mai 2017 in Köln stattfinden wird. Betroffene und Antirassist_innen klagen dort Täter_innen im NSU-Komplex an, benennen strukturellen Rassismus und verweisen auf eine offene Migrationsgesellschaft als Vorbedingung für das gute Leben Aller. nsu-tribunal.de

tribunal

 

 

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Auftragsvergabe Mobile Beratung

Im Rahmen des Projekts „Qualifizierung und Begleitung“ planen wir, einen Auftrag zu vergeben. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung

Für fachliche Rückfragen steht Ihnen Herr Killguss, Telefon 0221-2212 7963, E-Mail: hans-peter.killguss@stadt-koeln.de zur Verfügung.
Für Rückfragen zum Angebotsverfahren wenden Sie sich Bitte an Frau Gahlen, Telefon 0221- 2212 6339, E-Mail:  isabell.gahlen@stadt-koeln.de.

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Vortrag: Das Jugend-KZ für Mädchen und späterer Vernichtungsort Uckermark

Wann: Montag, 6. Februar 2017, 19 Uhr
Wo: Hörsaal G, Hörsaalgebäude Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz

Der Asta der Uni Köln lädt ein:
Das Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen Uckermark wurde im Frühjahr 1942 von Häftlingen des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück errichtet.
1945 zählte das Lager ca. 1000 Mädchen und junge Frauen. Ein Erlass von 1937 über die „vorbeugende Verbrechensbekämpfung“ hatte die Inhaftierung von als „asozial“ kriminalisierten Mädchen möglich gemacht.
Im Januar 1945 wurde auf dem Gelände ein Vernichtungsort für Häftlinge aus Ravensbrück und anderen Konzentrationslagern gebaut. Bis April 1945 wurden dort ca. 5000 Frauen umgebracht.
Bis heute ist wenig über die Geschichte dieses Konzentrationslagers bekannt. Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den „vergessenen Verfolgten“ des Nationalsozialismus und haben keine öffentliche Anerkennung erfahren.

Mit Chris Rotmund (Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage gegen Sexismus & Homophobie.

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Newsletter Februar 2017

Seit heute steht die FebruarAusgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Februar 2017 zum Download (pdf) bereit.

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