Extrem rechte Versammlungen am Sonntag in Köln

IMG_7300Pro NRW kündigt für Sonntag, den 31. Juli unter dem Motto „Keine Huldigung für Erdogan in Deutschland – Stoppt den islamistischen Autokraten vom Bosporus!“ eine Kundgebung am Kölner Hauptbahnhof an. In den sozialen Netzwerken wird für eine weitere Versammlung mobilisiert. Diese trägt den Namen „Zurück an den Anfang. Unpolitisch, Patriotisch,“ und scheint aus dem HoGeSa-Milieu zu kommen. Anlass ist eine Großdemonstration der „Union Europäisch-türkischer Demokraten“ (UETD). Weiterlesen

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert

RG-Koeln-Karte-kleinWir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Stadt Aachen, sowie für die Kreise Städteregion Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang Juli 2016. Neu aufgenommen wurden u.a. die Demonstrationen extrem rechter „Russlanddeutscher” in Euskirchen, Aachen und Düren, eine weitere Demonstration in Linnich (Kreis Düren), die „Record Release Party” der extrem rechten Hooligan-Band „Kategorie C” in Heinsberg und das Urteil gegen fünf Neonazis wegen Angriffen auf Asylbewerber in Wassenberg (Kreis Heinsberg).
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftliche Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort”.

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Urteil gegen Reker-Attentäter

Frank S., der die damalige OB-Kandidatin Henriette Reker am Tag vor der Wahl im Oktober 2015 bei einer Wahlkampfveranstaltung mit einem Messer angriff und sie sowie vier WahlkampfhelferInnen teils schwer verletzte, wurde am 1. Juli 2016 des versuchten Mordes schuldig gesprochen und zu 14 Jahren Haft verurteilt. Die Richterin blieb mit ihrem Urteil unter den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage, die lebenslang gefordert hatten. Als strafmildernd bewertete sie Frank S.s Persönlichkeitsstörung, die ihre Ursachen in seiner schweren Kindheit habe. Damit geht der Prozess am Oberlandesgericht Düsseldorf mit zwölf Prozesstagen und vielen – ziemlich wirren – Einlassungen des Angeklagten, etlichen Entpflichtungsanträgen gegen seine Verteidiger und bedrückenden Schilderungen der Geschädigten zu Ende. Weiterlesen

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Newsletter Juli/August 2016

Seit heute steht die Juli/August-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Juli/August 2016 zum Download (pdf) bereit.

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Weitere Demo von „Bürger stehen auf“ in Linnich

Wir-sind-LinnichDie Gruppierung „Bürger stehen auf“ rief für den 26. Juni 2016 zu einer Demonstration nach Linnich (Kreis Düren). Nach einer ersten in Linnich und einer weiteren in Erkelenz war dies die dritte stattgefundene Veranstaltung der Formation, die anfangs versuchte, sich bürgerlich zu präsentieren, jedoch klar der extremen Rechten zuzuordnen ist. Organisiert wurde die Versammlung erneut von Patrick „Ricky“ Glogowskyi, der aus dem Umfeld der Hooligan-Band „Kategorie C“ stammt. Um die 65 TeilnehmerInnen folgten dem Aufruf, dies waren deutlich weniger als bei der vorherigen Veranstaltung im November 2015. Unter ihnen befanden sich auch einige Gäste von außerhalb NRWs. Traten bei den vergangenen Veranstaltungen noch hauptsächlich RednerInnen aus NRW auf, so gingen diesmal neben Glogowskyi nur „Auswärtige“ ans Mikrofon: Aus dem Saarland war beispielsweise Jacky Süßdorf angereist, die auch bei HoGeSa 2015 in Köln als Rednerin auf der Bühne stand. Ricarda Riefling aus Pirmasens, stellvertretende Landesvorsitzende der NPD in Rheinland-Pfalz, ließ sich schwerpunktmäßig über die angeblich schlimmen Folgen des Gender Mainstreamings aus und fürchtete eine „Verschwulung“ der Kinder durch Sexualpädagogik. Alexander Kurth, Landesvorsitzender von „Die Rechte“ Sachsen und LEGIDA-Aktivist beleidigte in seinen Redebeiträgen verschiedene PolitikerInnen und MedienvertreterInnen und träumte von Maßnahmen gegen diese „nach der Revolution“.
Etwa 250 Personen nahmen an einer Genekundgebung teil, die von einem breiten Bündnis unter dem Motto „Wir sind Linnich! Nazis sind es nicht!“ organisiert wurde. Auch die Bürgermeisterin unterstützte die Gegenproteste durch einen Redebeitrag. Bereits bei den letzten Aufmärschen in Linnich und Erkelenz gab es Gegenproteste.

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Vortrag: Kontinuität und Reorganisation der extremen Rechten nach 1945. Die 1950er und 1960er Jahre.

Generalmajor Otto Ernst Remer spricht auf einer Wahlversammlung der Sozialistischen Reichspartei (SRP).

Generalmajor Otto Ernst Remer spricht auf einer Wahlversammlung der Sozialistischen Reichspartei (SRP).

Wann: Dienstag, 28. Juni, 19 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Bereits kurz nach dem Zusammenbruch der nationalsozialistischen Herrschaft bemühte sich die extreme Rechte in Deutschland um eine Reorganisation ihrer Kräfte. Während die Bundesregierung die juristischen Voraussetzungen zur gesellschaftlichen Integration von NS-Tätern schuf, begünstigten das frühzeitige Ende der Entnazifizierung und der Wegfall der alliierten Lizensierungspflicht zugleich den raschen Aufbau neuer organisatorischer Strukturen des nationalistischen Lagers.

Der Vortrag des Historikers Philipp Grehn gibt einen Überblick über die Entwicklung der extremen Rechten bis zur Gründung der NPD Mitte der 1960er Jahre, stellt Fragen der Kontinuitäten und setzt sich kritisch mit der mangelnden Sensibilisierung und stillschweigenden Duldung der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit und Justiz auseinander.

Eintritt: 4,50 Euro, erm. 2 Euro

Eine Veranstaltung im Rahmen der Sonderausstellung Fritz Bauer. Der Staatsanwalt – NS-Verbrechen vor Gericht, 22.April bis 21. August 2016 im NS-Dok.

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Vortrag und Diskussion: Rassistische und extrem rechte Hetze gegen Geflüchtete

Wann: Mittwoch, 15. Juni 2016, 18 Uhr
Wo: Flüchtlingszentrum FliehKraft, Turmstr. 3-5, Köln

Nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht wurde das Thema sexualisierte Gewalt in der Öffentlichkeit intensiv im Zusammenhang mit Flucht und Migration diskutiert. Im Zuge der emotionalisierten Debatte gewann die Mobilisierung des rassistischen Ressentiments nochmals an Bedeutung. In Köln gab es seit Anfang Januar sogenannte Spaziergänge selbsternannter „Bürgerwehren“ sowie einige rechte Kundgebungen, Demonstrationen und andere Aktivitäten. Bundesweit kommt es fast täglich zu Übergriffen auf Geflüchtete und Anschlägen auf Unterkünfte – auch in Köln gibt es solche Vorfälle.
– Wer sind die Akteure der extrem rechten und rassistischen Hetze?
– Welche Aktivitäten entwickeln sie?
– Wie sieht die Situation vor Ort aus?
– Und was können wir dagegen tun?

Mit Hans-Peter Killguss und Carolin Hesidenz, Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus

Eintritt: frei

Veranstaltungsreihe Flucht, Asyl und Flüchtlingsarbeit, Kontakt: Thomas Zitzmann, zitzmann@koelner-fluechtlingsrat.de

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Rechte Hooligan-Band trat erneut in der Region auf

Eine „Record Release Party“ der rechten Hooligan-Band „Kategorie C“ (KC) aus Bremen hat am 4. Juni 2016 in Heinsberg stattgefunden. Das zuerst für den 28. Mai im „Ruhrpott“ angekündigte, dann aber verschobene Konzert wurde später für den 4. Juni vage für den „Raum Gladbach“ beziehungsweise „Raum ‎M’Gladbach‬“ beworben. Aus Angst davor, dass die Polizei solche Konzerte verbietet und auflöst, werden diese in Teilen konspirativ vorbereitet und Besucher erhalten kurz vor Beginn erst die genau Adresse.

Mehrfach hatten KC, die auch als „Hungrige Wölfe“ firmieren, seit dem Jahr 2007 Konzerte für den „Raum Aachen“ beworben. Immer fanden diese grenznah in Belgien oder den Niederlanden statt. Grund dafür waren polizeiliche Ankündigungen wie im Jahre 2012, KC-Konzerte in Deutschland verbieten zu wollen. Wegen der gewaltverherrlichenden Lieder und gemeinsamer Konzerte mit rechtsextremistischen Bands in der Neonazi- und Hooliganszene hatte die Polizei etwa im Schulterschluss mit allen Kommunen der Städteregion Aachen sowie der benachbarten Städte Heinsberg, Düren und Euskirchen schon 2012 angekündigt, ein solches Konzert zu verbieten. Damals wich die Band ins niederländische Kerkrade aus. Weiterlesen

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Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus ist verabschiedet

Bild1Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein integriertes Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus verabschiedet. Das Konzept beinhaltet insgesamt 166 präventive Maßnahmen, darunter Projekte, Kooperationen, Förderungen. Um die Kommunen in ihrem Engagement zu unterstützen, stellt das Land im Haushalt 2016 zusätzliche Mittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Maßnahmen wurden gemeinsam von allen Ministerien der Landesregierung unter breiter Beteiligung von Initiativen und Organisationen erarbeitet. Weiterlesen

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Vortrag und Diskussion: Rassistische Gewalt und Rechter Terror

Wann: Donnerstag, 2. Juni 2016, 19 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Die menschenverachtende Anschlags- und Mordserie des NSU offenbarte im November 2011 eine neue Dimension des Rechtsterrorismus in Deutschland. Doch waren terroristische Strukturen in der extremen Rechten schon immer präsent. Gleichzeitig werden rassistische Anschläge von Neonazis verübt, die nicht aus dem Untergrund heraus agieren. Die aktuellen Übergriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte zeigen zudem, dass rassistische Gewalt kein isoliertes Phänomen ist, sondern in einem von Ausgrenzung und Abwertung bestimmten gesellschaftlichen Klima stattfindet. Weiterlesen

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