„Syndikat 52“: Alte KAL-Strukturen im Raum Aachen, Düren und Heinsberg

DR-Kundgebung 2013 in Aachen: „Wir sind immer noch da!“ (c) Klarmann

Fast fünf Jahre nach dem Verbot der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) haben Neonazis den Wiederaufbau von Strukturen unter Tarnlabeln umgesetzt und werben verstärkt wieder Jugendliche an. Die Nachfolgegruppierung „Syndikat 52“ (S52) tritt zwar noch nicht so deutlich in Erscheinung wie die KAL seinerzeit. Allerdings ist derzeit im Raum Aachen, Düren und Heinsberg ein Zuwachs an neonazistischen Aktivitäten und ein aggressiveres wie offensiveres Auftreten von S52 und ergo die Teilfortführung alter KAL-Aktivitäten zu verzeichnen.

Obschon „Syndikat 52“ sich als Untergruppierung des Kreisverbandes Aachen-Heinsberg der neonazistischen Miniaturpartei „Die Rechte“ (DR) vor einem erneuten Verbot sicher wähnt, versucht man öffentlich dennoch zu bestreiten, dass S52 ein KAL-Folgeprojekt ist. Fast gebetsmühlenhaft wird mit solchen oder ähnlichen Aussagen betont, S52 sei „ein parteiliches Projekt, worin sich alle Menschen beteiligen dürfen, die sich mit patriotischen Gedanken, wie pro Familie, Freundschaft und Nation identifizieren können.“ Dabei sind Führungskader zum Teil identisch, allerdings älter geworden als zu KAL-Zeiten, wegen beruflicher Karrieren müssen die Neonazis sich teilweise in der Öffentlichkeit zudem zurückhalten mit ihrem politischen Engagement und Teile der Kader sind unterdessen zu Familienvätern geworden. Weiterlesen

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Buchvorstellung und Diskussion: „Die haben gedacht, wir waren das.“ MigrantInnen über NSU, rechten Terror und Rassismus

Wann: Donnerstag, 16. Februar 2017, 19:00 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Buchvorstellung und Diskussion

17487_allWelche Spuren hinterlassen Rassismus und rechte Gewalt in der migrantischen Community? Wie hat es sich auf die Opfer des rassistisch motivierten Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße ausgewirkt, dass sie selbst dieser Tat verdächtigt wurden? Zu den Vorwürfen der Ermittler gehörten: Streit unter türkischen Geschäftsleuten, Verbindungen zum Rotlichtmilieu, dem Drogenhandel und zur Türsteherszene. Zum NSU-Komplex sind inzwischen zahlreiche Publikationen erschienen, die Sichtweise der Betroffenen hat dabei bisher wenig Raum bekommen.

In dem Ende 2016 veröffentlichtes Buch „Die haben gedacht, wir waren das“ beziehen Opfer und ihre Angehörigen, Persönlichkeiten aus Publizistik, Wissenschaft und Politik, Stellung. Die Autor/innen geben ihre Erfahrungen wieder, beleuchten die Auswirkungen des NSU-Terrors sowie der um sich greifenden rassistischen Gewalt und schildern, wie das auf sie wirkt und was sie dabei bewegt.

Mit: Kemal Bozay, Orhan Mangitay, Funda Özfirat, Ayca Tolun und Kutlu Yurtseven
Moderation: Fatih Çevikkollu

Eintritt: 4,50 €, erm. 2,00 €

Den Flyer auf deutsch und türkisch gibt es hier

Die Veranstaltung ist Teil einer Interventionsreihe des Tribunals ‚NSU-Komplex auflösen‘, das vom 17.-21. Mai 2017 in Köln stattfinden wird. Betroffene und Antirassist_innen klagen dort Täter_innen im NSU-Komplex an, benennen strukturellen Rassismus und verweisen auf eine offene Migrationsgesellschaft als Vorbedingung für das gute Leben Aller. nsu-tribunal.de

tribunal

 

 

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Auftragsvergabe Mobile Beratung

Im Rahmen des Projekts „Qualifizierung und Begleitung“ planen wir, einen Auftrag zu vergeben. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Ausschreibung

Für fachliche Rückfragen steht Ihnen Herr Killguss, Telefon 0221-2212 7963, E-Mail: hans-peter.killguss@stadt-koeln.de zur Verfügung.
Für Rückfragen zum Angebotsverfahren wenden Sie sich Bitte an Frau Gahlen, Telefon 0221- 2212 6339, E-Mail:  isabell.gahlen@stadt-koeln.de.

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Vortrag: Das Jugend-KZ für Mädchen und späterer Vernichtungsort Uckermark

Wann: Montag, 6. Februar 2017, 19 Uhr
Wo: Hörsaal G, Hörsaalgebäude Uni Köln, Albertus-Magnus-Platz

Der Asta der Uni Köln lädt ein:
Das Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen Uckermark wurde im Frühjahr 1942 von Häftlingen des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück errichtet.
1945 zählte das Lager ca. 1000 Mädchen und junge Frauen. Ein Erlass von 1937 über die „vorbeugende Verbrechensbekämpfung“ hatte die Inhaftierung von als „asozial“ kriminalisierten Mädchen möglich gemacht.
Im Januar 1945 wurde auf dem Gelände ein Vernichtungsort für Häftlinge aus Ravensbrück und anderen Konzentrationslagern gebaut. Bis April 1945 wurden dort ca. 5000 Frauen umgebracht.
Bis heute ist wenig über die Geschichte dieses Konzentrationslagers bekannt. Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den „vergessenen Verfolgten“ des Nationalsozialismus und haben keine öffentliche Anerkennung erfahren.

Mit Chris Rotmund (Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage gegen Sexismus & Homophobie.

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Newsletter Februar 2017

Seit heute steht die FebruarAusgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Februar 2017 zum Download (pdf) bereit.

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Neonazi-Demo in Köln

IMG_8844_1Nach Hogesa, Pegida und pro NRW wurde im Dezember nach langer Zeit wieder eine Demonstration aus der organisierten Neonazi-Szene in Köln angemeldet. Unter dem Motto „Keine Gewalt gegen Deutsche“ wurde am 14. Januar zum Ottoplatz in Deutz mobilisiert. Es erschienen etwa 90 TeilnehmerInnen – auch wenn die Veranstalter die Zahl 130 vermeldeten. Nach einem deutlich verspäteten Start legte die Demonstration etwa 500 Meter zurück, bevor sie aufgrund des Gegenprotests umdrehen musste. Bei den Organisatoren führte dies zu Selbstkritik und insbesondere zur Kritik an einigen Teilnehmern. Weiterlesen

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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Bild21996 hatte Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar 1945 zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. An diesem Tag befreiten sowjetische Soldaten die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers in Auschwitz(-Birkenau). Auch 2017 finden in Köln verschiedene Veranstaltungen am und um den 27. Januar statt. Weiterlesen

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Pressegespräch im NS-Dokumentationszentrum

(c) MFKJKS NRW / H. Severin

(c) MFKJKS NRW / H. Severin

„Ich habe da auch schon mal angerufen, das hat mir damals sehr geholfen.“ Auch Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW (MFKJKS), konnte von ihrer positiven Erfahrung mit der Mobilen Beratung NRW berichten. Zu einem Pressegespräch mit der Ministerin hatten das MFKJKS und das NS-Dokumentationszentrum als Träger der Mobilen Beratung eingeladen, um Einblicke in die Arbeit der Teams in NRW und aktuelle Herausforderungen im Bereich extreme Rechte und Rechtspopulismus zu geben. Mario Dahm, Vertreter des Bündnis „Bunter Rhein-Sieg-Kreis“, betonte die Unterstützung der Berater_innen bei der Zielfindung und dem Aufbau des Bündnisses, das sich in der Region mit den Identitären, der NPD und Neonazistrukturen, aber auch der AfD auseinander setzt: „Mit eurer Expertise habt ihr uns immer wieder auch bei den Einschätzungen geholfen“. Weiterlesen

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PRESSEMITTEILUNG Mobile Beratung NRW: „Zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus wertschätzen“

resized__200x271_MBR-logoDie rechtsextreme Partei NPD wird nicht verboten. Der Antrag der Bundesländer auf ein Parteiverbot der NPD wurde abgelehnt. Ein erster Anlauf für ein solches Verbot war bereits im Jahr 2003 gescheitert, dieses Mal aber aus anderen Gründen. In der Begründung des Bundesverfassungsgerichts heute Morgen wurde der NPD zwar eine verfassungsfeindliche Haltung attestiert. So heißt es „Das politische Konzept der NPD ist auf die Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung gerichtet.“ Des Weiteren wird der NPD eine „Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus“ zugeschrieben. Ein Parteiverbot wurde aber mit der Begründung, dass die NPD momentan nicht in der politischen Lage sei ihre verfassungswidrigen Ziele umzusetzen, abgelehnt. Weiterlesen

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Newsletter Januar 2017

Seit heute steht die Januar-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Januar 2017 zum Download (pdf) bereit.

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