Neonazistische Aktivitäten in Köln
Dieser Text wurde veröffentlicht am:
10. April 2026
Am 07. März wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei auf der Schaufensterscheibe eines Kölner Szene-Kiosks im Stadtteil Ehrenfeld entdeckt. Zudem prangten mehrere Sticker der Alternative für Deutschland (AfD) auf der Scheibe. Auf die Fensterbank des betreffenden Objekts wurde in derselben Farbe die Drohung „Linke töten“ gesprüht.
Auch an anderer Stelle erfolgten zuletzt extrem rechte Provokationen in der Domstadt: So versuchten am Rande einer antifaschistischen Demonstration im Stadtteil Ehrenfeld am 18. März mehrere Neonazis linke Versammlungsteilnehmer*innen abzufilmen. Unter den Rechten waren bekannte, neonazistische Aktivisten wie Alexander M. aus Köln und Sven G. aus Düsseldorf. Die beiden waren in den vergangenen Wochen mit weiteren Personen in einem neuen Organisationszusammenhang in Erscheinung getreten, der sich Rheinland verteidigen nennt. Die Gruppierung weist lose Bezüge zur NPD-Nachfolgepartei DieHeimat auf. So fungierten Alexander M. und Sven G. etwa als Türsteher während eines neonazistischen Szene-Treffens in der Dortmunder Thusneldastraße. Auch in Düsseldorf sollen bereits kleineren Aktionen von Rheinland verteidigen stattgefunden haben. (at)
