Newsletter Mai 2012

Seit heute steht die Mai-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik “Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Mai 2012 zum Download (pdf) bereit.

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Razzien gegen neonazistischen “Freundeskreis Rade”

"Werden die Zeiten härter, gehen wir in den Untergrund!" (Website-Screenshot: ibs)

Die Polizei Köln durchsuchte heute morgen 22 Objekte vor allem in Radevormwald, aber auch in Düsseldorf, Wuppertal und Essen. Darunter befanden sich auch die Räumlichkeiten von “pro NRW” in Radevormwald. Die Partei sitzt dort in Fraktionsstärke im Stadtrat. Die Polizeiermittlungen richten sich  gegen 18 Beschuldigte, die der neonazistischen Kameradschaft „Freundeskreis Rade“ und deren Umfeld zugerechnet werden. Polizei und Staatsanwaltschaft werfen ihnen die “Bildung einer kriminellen Vereinigung” vor. Weiterlesen

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Von der Krisenintervention zur nachhaltigen Auseinandersetzung. Mobile Beratung in Radevormwald

Neun Monate sind seit dem Angriff einer Gruppe Neonazis vergangen, aber Amin Maalouf[1] ist noch immer fassungslos. Seit über 20 Jahren betreibt er mit seiner Frau einen Kiosk am Eingang des Örtchens Dahlhausen, einem etwas abseits an der Wupper gelegenen Vorort von Radevormwald im Oberbergischen Kreis. Nie zuvor war er einer solchen Attacke ausgesetzt gewesen wie in der Nacht des 28. Februars 2011. Zuerst versuchten zwei Personen in den Kiosk einzudringen und beschädigten dabei die Eingangstür. Auf den Scheiben brachten sie Aufkleber mit der Parole „Rader Jugend gegen Multi-Kulti!!!“ an. Als der 44-jährige Kioskbesitzer und sein Sohn, aufgeschreckt durch den Lärm, den beiden Tätern mit dem Auto nachsetzen wollten, gerieten sie in einen Hinterhalt: Zehn vermummte und mit Knüppeln bewaffnete Neonazis griffen die beiden Radevormwalder an und verletzten sie. Sie konnten sich schließlich in ihr Auto retten, das Fahrzeug aber wurde weiter traktiert. Als die herbeigerufene Polizei eintraf, hatten die Neonazis die Zufahrtsstraße zu dem Gelände einer ehemaligen Tuchfabrik verbarrikadiert. Nur wenige mutmaßliche Täter konnten ermittelt werden. Weiterlesen

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Erneut zahlreiche Rekordergebnisse: Der Jahresbericht 2011 des NS-DOK präsentiert eine beeindruckende Entwicklung

Auch 2011 hat das NS-Dokumentationszentrum den Erfolgskurs der letzten Jahre fortsetzen und sich in allen Sparten seiner Tätigkeit weiter steigern können. Das belegt eindrucksvoll der 192 Seiten starke Jahresbericht 2011 des NS-DOK, den Direktor Dr. Werner Jung bei einem Pressegespräch vorgestellt hat. Weiterlesen

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Interview zur Neonazi-Kundgebung vom 24.03. in Wuppertal

Am 24.03. veranstalteten Neonazis in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens Kundgebungen, die sich solidarisch mit den Rechtsextremen zeigen, die in den vergangenen Wochen wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung inhaftiert wurden (wir berichteten). Die zentrale Kundgebung fand in Wuppertal statt. Hans-Peter Killguss vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln analysiert die Äußerungen und das Auftreten der Nazis, die unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit – wenn auch verklausuliert – eindeutig zu Gewalt aufrufen.
Zum Video

Das Interview ist Bestandteil der neusten Ausgabe des Videomagazins »borderline«, welches am 25. April um 19:30 Uhr im CinemaxX in Wuppertal erstmalst gezeigt wird.
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“Berichte von unterwegs” – Neue Broschüre über Mobile Beratung

Seit 2008 gibt es in Nordrhein-Westfalen mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus verlässliche AnsprechpartnerInnen für alle, die sich aktiv mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in NRW auseinandersetzen wollen oder vor konkreten Herausforderungen stehen. Die fünf Beratungsstellen in Köln, Münster, Schwerte, Vlotho und Wuppertal beraten Engagierte aus Vereinen und Verbänden, MigrantInnenorganisationen, Parteien und Gewerkschaften, Initiativen und Bündnissen sowie aus Unternehmen und der Wirtschaft. Zudem dokumentieren sie extrem rechte Vorfälle sowie zivilgesellschaftliche Gegenstrategien und vernetzen sich mit AkteurInnen vor Ort, landes- und bundesweit. Mit dieser Broschüre gibt die Mobile Beratung in NRW einen Einblick in ihre Arbeit, unternimmt gemeinsam mit PartnerInnen aber auch Streifzüge in die extrem rechte Szene und zeigt alltäglichen Rassismus auf.

Eine Druckfassung ist unter kontakt@mobim.info bestellbar.

Online-Version der Broschüre (PDF-Datei, ca. 5,6 mb)

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„Jugend in Deutschland 1918-1945“

Ein neues Internetprojekt des NS-Dokumentationszentrums

Am 20. März 2012 hat das NS-Dokumentationszentrum ein neues Internetportal zum Themenkomplex „Jugend in Deutschland 1918-1945“ (www.jugend1918-1945.de) online gestellt. Dieser umfassende, neue Wege beschreitende und in seiner Art daher einzigartige Auftritt versucht zu zeigen, wie Jugendliche gelebt und was sie erlebt haben in einer Zeit, die von zwei Weltkriegen, Wirtschaftskrisen und Neuaufbrüchen erschüttert und geprägt wurde. Es war auch die Zeit, in der „Jugend“ überhaupt erst als eigenständiger Lebensabschnitt mit eigenen Lebensformen entdeckt wurde. Viele sahen in der jungen Generation einen Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft, andere erblickten in ihr aber eher eine manipulierbare Masse zur Durchsetzung eigener Ziele.

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Newsletter April zum Download

Seit heute steht die April-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik “Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine Publikation vor.

Hier steht der Newsletter ibs April 2012 zum Download bereit.

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Hintergründe zu den Neonazi-Aufmärschen in Stolberg

Seit 2008 mobilisiert die Neonazi-Szene jedes Jahr im April zu einem „Trauermarsch“ nach Stolberg bei Aachen. Die nächsten Aufmärsche sind für den 4. und den 7. April 2012 angemeldet. Anlass für die Aufmärsche ist der gewaltsame Tod eines jungen Mannes, der vor vier Jahren, am 4. April 2008, bei einer Auseinandersetzung mit einem Gleichaltrigen von diesem getötet wurde. Schnell entwickelten sich die Aufmärsche in Stolberg zu den bedeutendsten Aktionen der Szene in NRW, sie sind mittlerweile fester Bestandsteil ihres „Demonstrationskalenders“. Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) im NS-DOK der Stadt Köln hat in Kooperation mit Arbeit und Leben NRW eine zehnseitige Handreichung veröffentlicht, die Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte und Entwicklung der neonazistischen Aufmärsche sowie deren Akteure bereithält. Außerdem wird kurz über die demokratischen Gegenkräfte informiert.

Die Handreichung (PDF) kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

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Neue Broschüre: Moscheebaukonflikte und ihre Instrumentalisierung durch die extreme Rechte

Der Islam ist in Deutschland sichtbarer geworden. Damit haben auch die Debatten über bestimmte religiöse Symbole und Praktiken an Heftigkeit zugenommen. Besonders an Neubauten oder der repräsentativen Umgestaltung von Moscheen entzünden sich Konflikte, in denen über die Rolle des Islams und Fragen der Migrationsgesellschaft gestritten wird. Gruppierungen der extremen Rechten nutzen diese Kontroversen und instrumentalisieren sie für ihre eigenen Belange. Sie hoffen, an in der Bevölkerung verbreitete Ängste, Vorurteile und Rassismen anknüpfen zu können und forcieren deshalb die Konflikte vor Ort. Weiterlesen

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