Dagegen! …und dann?! Tagung für Initiativen und Bündnisse gegen Rechtsextremismus in NRW

Am 16. Juni 2012 veranstalten die fünf Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus erneut eine Workshoptagung für Bündnisse und Iniativen gegen Rechtsextremismus in NRW. Die Tagung in Bochum ist ein Forum für Interessierte und Aktive, die sich über ihre Erfahrungen austauschen wollen. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto “Zwischen den Aufmärschen”.

Manche Bündnisse erleben vor Aufmärschen rechtsextremer Gruppen eine regelrechte “Hochphase”, die mit viel Arbeit für die Aktiven, aber auch mit öffentlicher Resonanz verbunden ist. Nicht selten lässt das Engagment nach dem “Event” wieder spürbar nach und viele Interessierte bringen sich nicht mehr ein. Trotzdem besteht Einigkeit darüber, dass Kontinuität eines der wichtigsten Dinge im Kampf gegen Rechts ist und dieser sich nicht alleine auf Demonstrationen beschränken kann.  Auf der Tagung sollen sowohl Schwierigkeiten und Probleme diskutiert als auch gute Ideen und konkrete Beispiele aus der Praxis bekannt gemacht werden. Neben einer Podiumsdiskussion ist auch eine Workshopphase geplant. Zum Programm.

Anmeldungen zur Tagung schicken Sie bitte bis zum 28. Mai 2012 an unsere Kollegen in Münster: kontakt@mobim.info

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Familiengeschichten

Lesung mit Lale Akgün
Donnerstag, 24. Mai 2012, 19 Uhr, EL-DE-Haus

Lale Akgün liest Familiengeschichten aus ihren Büchern „Tante Semra im Leberkäseland“ und „Der getürkte Reichstag“. „Komische Geschichten von Türken und Deutschen, die so unterschiedlich und doch auch wieder so gleich sind. “

Die Benefizveranstaltung für das NS-Dokumentationszentrum findet statt in Kooperation mit dem Anderen Buchladen.
Eintritt: 8 Euro, erm. 5 Euro
Weitere Informationen zur Spendenaktion „Köln x 2 – Dem NS-Dokumentationszentrum einfach doppelt helfen“ unter:
www.ns-dok.de

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Buchvorstellung: Zigeunerverfolgung im Rheinland und Westfalen 1933-1945

Dienstag, 22. Mai 2012, 19 Uhr, EL-DE-Haus


Der Völkermord an den Sinti und Roma war jahrzehntelang ein unterschlagenes Kapitel in der Geschichte des Nationalsozialismus. Dr. Karola Fings (stellv. Direktorin des NS-DOK) und Dr. Ulrich F. Opfermann (Aktives Museum Südwestfalen, Siegen; Rom e.V., Köln) haben nun einen Band herausgegeben, mit dem erstmals für ein  Bundesland die Dimension des Völkermordes auf lokaler und regionaler Ebene nachvollzogen werden kann. Das Buch ist ein lokalgeschichtliches Nachschlagewerk und ein Wegweiser zu Quellen, Orten der Verfolgung und Gedenkstätten.
Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an historisch Interessierte, sondern auch an alle, die sich mit dem Thema Antiziganismus und Rassismus auseinandersetzen.

Eintritt: 4,20 Euro, erm. 1,80 Euro
Veranstalter: ibs, Melanchthon-Akademie, Rom e. V.

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Neues Workshop-Angebot: Rechtsextremismus am Beispiel Fußball

Im Jahr der Fußballeuropmeisterschaft in Polen und der Ukraine bietet die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) in Kooperation mit Renè Breiwe, Lehrer und Fachkraft für Rechtsextremismus, einen Workshop zum Thema Rechtsextremismus und Rassismus im Fußball an. Das Angebot besteht aus verschiedenen Modulen, die auch einzeln gebucht werden können. Es richtet sich sowohl an Schulklassen und Projektgruppen als auch in Vereinen Aktive. Der Workshop soll zur kritischen Auseinandersetzung mit Rassismus, Diskriminierung und neonazistischer Einflussnahme im Fußball anregen.

Detaillierte Informationen finden Sie im Flyer zum Workshop. (hier Downloaden!)
Für Rückfragen und Terminabsprachen wenden Sie sich bitte an: mail@renebreiwe.de

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Landtagswahl NRW: Kein Erfolg für die extreme Rechte

Rechtsextreme Parteien konnten bei der gestrigen Landtagswahl in NRW keine Erfolge verbuchen. Zwar erzielte pro NRW mit 1,5% rund 0,1 Prozentpunkte mehr als beim letzten Mal, dies dürfte jedoch hauptsächlich an den REPUBLIKANERN liegen, die 2012 nicht mehr angetreten waren. Zudem hat pro NRW in Leverkusen und in Köln an Stimmen eingebüßt. Die Ergebnisse für Köln finden Sie hier:  http://wahlen.stadt-koeln.de/landtagswahl/2012/wahlpraesentation/

Die NPD erzielte 0,5 % (Köln: 0,25%); weitere rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien noch weniger. Wahlergebnisse der extremen Rechten für den Regierungsbezirk Köln finden Sie hier: https://nrwrex.wordpress.com/2012/05/13/mittelrhein-wahlergebnisse/

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Verbot der “Kameradschaft Köln”

NRW-Innenminister Ralf Jäger hat gestern die Kölner Neonazi-„Kameradschaft Walter Spangenberg“ verboten. Wie die Kölner Polizei mitteilte, wurden am frühen Morgen Wohnungen im Raum Köln/Bonn sowie im Ruhrgebiet durchsucht, außerdem Zellen in rheinland-pfälzischen Justizvollzugsanstalten. In Rheinland-Pfalz sitzen Neonazis ein, die im März bei einer Razzia gegen das „Aktionsbüro Mittelrhein“ festgenommen worden waren. Als führender Kopf der „Kameradschaft Walter Spangenberg“ gilt der ebenfalls seit Mitte März wegen des Verdachts der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung in Untersuchungshaft sitzende Axel Reitz.

Aritkel weiterlesen bei “NRW Rechtsaußen”

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Hintergrundinfos: SA-Mann Walter Spangenberg

Als Kölner Neonazis 1998 eine Freie Kameradschaft gründeten, nannten sie diese “Kameradschaft Walter Spangenberg”. Als Namenspatron wurde ein Kölner SA-Mann gewählt, der 1933 im Straßenkampf mit Kommunisten umgekommen ist. Die NSDAP erklärte ihn zum Märtyer der Bewegung. An diese Verklärung anknüpfend ehren die Kölner Neonazis noch heute ihren Namenspatron als “Blutzeugen”, zuletzt im Februar 2012 mit einem “Heldengedenken” auf dem Melaten Friedhof. Die neonazistische  “Kameradschaft Walter Spangenberg” firmierte in den vergangenen Jahren unter dem Label “Freies Netz Köln”.  Sie wurde heute vom Innenministerium verboten.

Dr. Fritz Bilz und Dr. Ulrich Eumann vom NS-DOK der Stadt Köln veröffentlichten 2008 einen Aufsatz, der sich detailliert mit den getöteten SA-Männern Walter Spangenberg und Winand Winterberg, der Straßengewalt von SA und Kommunisten, dem Prozess gegen die mutmaßlichen Täter sowie dem Kampf um die Deutungshoheit der Nazis beschäftigt. Die beiden Autoren stellen ihren Text nun zum Download zur Verfügung.

Hier können Sie den Aufsatz herunterladen (pdf).

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Aktivitäten gegen Rechts in Köln am 8. Mai 2012

Das Bündnis “Köln stellt sich quer” lädt ein zum Aktionstag “Leben in Freiheit, Demokratie und Vielfalt”: Bezirksrathaus, Wiener Platz 2, Köln-Mülheim, 16:00 – 19:00 Uhr
Weitere Informationen Sie im Programm 8. Mai 2012 (pdf)

Das Ehrenfelder Bündnis gegen Rechtsextremismus ruft zu einer Kundgebung gegen eine Mahnwache von Rechtsextremen vor der Moschee in der Venloer Straße auf.
Hier finden Sie den Aufruf-des-Buendnisses-als-PDF[1]

Aus aktuellem Anlass verweisen wir auf die Broschüre des Zentrums für demokratische Kultur: “Ich lebe nur für Allah.” Argumente und Anziehungskraft des Salafismus. Weitere Informationen: http://www.exit-deutschland.de/Startseite/Islamismus-/-Ultranationalismus/Neue-Handreichung/Neue-Handreichung-E1299.htm

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Handreichung zum “pro NRW”-Wahlkampf

Der Landesintegrationsrat NRW hat in Zusammenarbeit mit dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus der Fachhochschule Düsseldorf (forena) eine Handreichung mit dem Titel “Maximale Provokation” zum Wahlkampf von “pro NRW” veröffentlicht. Der Text liefert Informationen über die Hintergründe des muslimfeindlichen Rechtspopulismus in komprimierter und allgemeinverständlicher Form. Der Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen möchte mit diesen Informationen eine allgemeinverständliche Orientierung für die kommunalen Integrationsräte und –ausschüsse sowie für zivilgesellschaftliche und kommunalpolitische Akteure bieten.

Handreichung (pdf) hier herunterladen.

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Pulheim “putzmunter” gegen Neonazi-Propaganda

Putzmunter-Aktion in Pulheim (Foto: jmg)

Ausgerüstet mit Spachteln, Schwämmen und Reinigungsmitteln machten sich am 28. April Schüler in vier verschiedenen Stadtteilen Pulheims auf, um Neonazipropaganda zu entfernen. Die Aktion stand unter dem Motto „Pulheim putzmunter gegen rechts“ und wurde von Schulen, christlichen Verbänden, sowie der Türkich-Islamischen Gemeinde unterstützt. Während die einen munter putzten, berichteten andere über massive Gewalt durch die Rechten im Ort. Fest steht: Pulheim hat ein Problem mit Neonazis. Ihre Protagonisten, die den Autonomen Nationalisten Pulheim angehören, zeigten auch während der Aktion demonstrativ Präsenz. Weiterlesen

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