Handreichung: Rechte Kampagnen gegen ZuwanderInnen und Asylsuchende in NRW

Die rechtspopulistische Splitterpartei “pro NRW” plant im März eine Demonstrationstour durch Nordrhein-Westfalen, die sich gegen MigrantInnen und AsylbewerberInnen richtet.
Es ist zu befürchten, dass politische Kampagnen gegen MigrantInnen, Flüchtlinge und AsylbewerberInnen im bevorstehenden Bundestagswahlkampf sowie den nächsten Kommunalwahlen in NRW an Gewicht gewinnen können. Deshalb hat der Landesintegrationsrat NRW den Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus (FORENA) der Fachhochschule Düsseldorf gebeten, über die Hintergründe rechter Hetze gegen Flüchtlinge und AsylbewerberInnen aufzuklären. Der Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen will mit dieser Handreichung die Hintergründe dieser rechtspopulistischen Kampagne in komprimierter und allgemeinverständlicher Form erläutern. Sie dient zur Orientierung für kommunale Integrationsräte und -ausschüsse, zivilgesellschaftliche und kommunalpolitische Akteure sowie lokale Medien im Umgang mit dieser rechtspopulistischen „Bürgerbewegung“.

Hier können Sie die Handreichung downloaden (pdf).

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Von Mauerfall bis Nagelbombe

Geschichten aus der Keupstraße zum NSU-Anschlag & Filme über die Pogrome der frühen 1990er Jahre

Der Veranstalterkreis „Kino Keupstraße – Dostluk Sineması“ lädt ein:
„Die Film- und Veranstaltungsreihe „Vom Mauerfall zur Nagelbombe“ setzt die Pogrome der 1990er-Jahre in Bezug zu den NSU-Anschlägen und zeigt gemeinsame Erfahrungen und Analysen von Rassismus in Deutschland. An fünf Abenden werden Betroffene an verschiedenen Orten in der Keupstraße von ihren Erfahrungen berichten. Ihre Geschichten aus der Zeit des Schweigens sollen nun öffentlich gemacht werden. Darauf folgt jeweils ein kurzes Referat von ExpertInnen und Betroffenen der früheren Anschläge, das den anschließenden Film vorstellt. Nach der Veranstaltung gibt es Gelegenheit zu einem ungezwungenen Austausch und Kennenlernen bei Getränken und Essen. Die VeranstalterInnen kommen von innerhalb und außerhalb der Keupstraße und sind seit Jahren in antirassistischen Initiativen aktiv. Wir laden alle Kölner und Kölnerinnen ein, die Isolation der Keupstraße in dieser Stadt und das fortwahrende Schweigen über die skandalösen Ermittlungen aufzubrechen und an den Abenden miteinander ins Gespräch zu kommen.“
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Newsletter März 2013

Seit heute steht die März-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter März 2013 zum Download (pdf) bereit

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Alemannia Aachen und seine Fans: Zwischen Ohnmacht und Versagen. Kommentar eines Fans

Aus Anlass der aktuellen Diskussion um Rechtsextremismus und Rassismus bei Alemannia Aachen dokumentieren wir an dieser Stelle den ausführlichen Kommentar eines Fans:

Das Pokalspiel von Alemannia Aachen im FVM-Pokal am 12.01.2013 bei Viktoria: Fans der Karlsbande ziehen Richtung ACU.
Das Pokalspiel von Alemannia Aachen im FVM-Pokal am 12.01.2013 bei Viktoria: Fans der Karlsbande ziehen Richtung ACU.

“Das Pokalspiel von Alemannia Aachen im FVM-Pokal am 12.01.2013 bei Viktoria Köln sorgte für viele Schlagzeilen. Spiegel Online berichtete als Erstes. Es folgten die ZEIT, 11Freunde und viele andere. Doch nicht das Sportliche interessierte dabei, sondern der vorerst finale Auftritt der Aachen Ultras (ACU). Unmittelbar nach dem Spiel verkündete die Fangruppe ihren Rückzug – das traurige Ergebnis einer langen Auseinandersetzung in der Aachener Fanszene. Anlass zurückzublicken auf die Geschehnisse und insbesondere auf die Reaktionen und Umgangsweisen des Vereins mit den (politischen) Konflikten. Weiterlesen

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Tagung: Von Gestern für Morgen lernen. Zivilgesellschaftliches Engagement an Orten der Erinnerung

22.-23. Februar 2013, EL-DE-Haus

Vom 22. bis 23.2.2013 laden das Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt und die Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln zur Veranstaltung „Von Gestern für Morgen lernen – Zivilgesellschaftliches Engagement an Orten der Erinnerung“ ein. Wie kann man Geschichte vor Ort lebendig vermitteln? Und welche Möglichkeiten gibt es, dem Missbrauch historischer Orte durch Rechtsextremisten entgegenzuwirken? Was können Gedenkstätten zur Extremismusprävention beitragen? Diese und andere Fragen sollen bei der Tagung aktiv bearbeitet werden. Besonders wichtig ist es uns dabei, miteinander ins Gespräch zu kommen und Ideen sowie Praxistipps auszutauschen.

Das Programm gibt es hier
Anmelden kann man sich hier

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Save the Date: 4. Workshoptagung für Bündnisse und Initiativen gegen Rechtsextremismus in NRW

Dagegen! …und dann?!
20 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen
Perspektiven der Erinnerung an rechte Gewalt in Nordrhein-Westfalen

Zeit: 8. Juni 2013, 10-16 Uhr
Ort: Haus der Jugend, Dorper Str. 10-16, 42561 Solingen

Anläßlich des 20. Jahrestages des Brandanschlags von Solingen steht unsere diesjährige Workshoptagung unter dem Motto „Perspektiven der Erinnerung an rechte Gewalt in Nordrhein-Westfalen“. Dazu laden die fünf Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus am 8. Juni 2013 Bündnisse und Iniativen gegen Rechtsextremismus aus NRW nach Solingen ein. Die Tagung ist ein Forum für Interessierte und Aktive, die sich über ihre Erfahrungen austauschen wollen.

Weitere Informationen in Kürze

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW

 

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„Die Rechte” in Aachen

Es war ein provokativer Auftritt am 25. August 2012. Mit einer Kundgebung in der Dürener Fußgängerzone warben rund 35 Neonazis für einen rechten Aufmarsch in Dortmund. Als Moderator und Anmelder fungierte der ehemalige „Kameradschaftsführer“ der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), René Laube. Zwei Tage zuvor war die KAL verboten worden. Obschon das Thema der Versammlung nicht das KAL-Verbot war, konnte der grobschlächtige Neonazi-Glatzkopf sich einen rhetorischen Seitenhieb an Landesinnenminister Ralph Jäger nicht verkneifen. An diesen gerichtet sagte Laube: „Trotz Verbot sind wir nicht tot!“

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Newsletter Februar 2013

Seit heute steht die Februar-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Februar 2013 zum Download (pdf) bereit

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Theater-Workshop

„ALLTAGSmasken geSICHTet – zwischen zugehörig
sein und ausgegrenzt werden“
Am “Tag gegen Rassismus”,  21. März 2013

Das Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung initiiert diesen Theaterworkshop im Rahmen seiner Aktion zum Internationalen Tag gegen Rassismus. Für die Aktion in den KölnArcaden (21.03.) wird eine eigene Maskenperformance entwickelt. Ausgehend von Erfahrungen mit versteckter und verdeckter Diskriminierung in unserem Alltag gestalten alle WorkshopTeilnehmerinnen und Teilnehmer ihre eigene Maske (Gips, Ton, Pappmacheé). Geräusch, Musik und Bewegung beleben jede Maske. Im gemeinsamen Spiel entwickeln sich Figuren – zwischen zugehörig sein und ausgegrenzt werden – für die Performance im öffentlichen Raum.
Anmeldung bis zum 21.02.

Weitere Informationen gibt es hier

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Willkommensfeier statt „Pro Köln“-Kundgebung

Am Samstag, den 26. Januar 2013 möchte die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ in Porz-Urbach eine Kundgebung unter dem Motto „Es gibt kein Grundrecht auf Asylmissbrauch!“ durchführen. „Pro Köln“ agitiert seit einiger Zeit gegen die Unterbringung von AsylbewerberInnen im ehemaligen Hotel Dürscheidt in Porz. Dort leben seit Anfang des Jahres fünf Flüchtlingsfamilien. Auch Teile der lokalen Bevölkerung hatten sich gegen die Aufnahme der AsylbewerberInnen ausgesprochen, im Rahmen einer Informationsveranstaltung wurden rassistische Ressentiments geäußert.

„Pro Köln“ möchte sich am Samstag ab 11 Uhr an der Ecke Kaiserstraße/Am Schwanebitzer Hof versammeln. Die Eigentümer des Hotels haben gemeinsam mit Porzer Bürgerinnen und Bürgern beschlossen, dieser Provokation ein Zeichen der Solidarität entgegen zu setzen. Das neu gegründete Bündnis „Willkommen in Porz – Porz zeigt sich tolerant“ lädt ab 10:30 Uhr zu einer „Willkommensfeier“ ins Hotel Dürscheidt ein.

Es wurde sich bewusst entschieden, keine Gegendemonstration anzumelden, sondern  „dem fremdenfeindlichen Treiben von ‚pro Köln’ ein Zeichen von Willkommenskultur entgegen zu setzen“, schreibt das Bündnis. In der vom Bezirksbürgermeister Willi Stadoll und dem Hoteleigentümer Jürgen Odenthal verfassten Einladung heißt es weiter: „Im Sinne eines deutlichen Zeichens der Solidarität und um ein ernstgemeintes Willkommen in Porz zu unterstreichen, würden wir uns über eine starke Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger sehr freuen!“

Einladung zur „Willkommensfeier“

Willkommensfeier
am 26.Januar 2013 , ab 10:30 Uhr
im Hotel Dürscheidt, Kaiserstrasse 52 in Porz Urbach

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