Neonazis wollen am 1. Mai in Bonn marschieren

Nachdem die Anmeldung einer neonazistischen Demonstration am 1. Mai in Dortmund zurückgezogen wurde, will die Szene nun voraussichtlich in Bonn aufmarschieren. Der Polizei liegt eine Anmeldung für eine Route “quer durch die Innenstadt” vor. Ob es bei der angemeldeten Route bleibt, kann die Polizei allerdings noch nicht sagen, da es bis dato kein Gespräch mit dem Anmelder stattgefunden hat. Politische Parteien, Gewerkschaften und Initiativen haben Proteste angekündigt.

Der letzte Neonazi-Aufmarsch in Bonn fand im Juli 2008 statt. Im August letzten Jahres versammelten sich rund 70 Neonazis zu einer Kundgebung vor dem Verteidigungsministerium. An der Organisation der beiden Aktionen war das “Aktionsbüro Mittelrhein” maßgeblich beteiligt, gegen welches zurzeit wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt wird. 23 Neonazis sitzen deswegen in Untersuchungshaft.

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Naziaufmarsch in Eschweiler abgesagt

Aus gegebenem Anlass dokumentieren wir eine Pressemitteilung der Eschweiler Bürgerinitiative “Gemeinsam gegen Neonazis”:

Die gute Nachricht hat sich schnell verbreitet. Die Nazis haben die Anmeldung zum angekündigten Aufmarsch am 31. März in Eschweiler zurückgezogen. So wurden auch am vergangenen Samstag die vielen guten Gespräche am Infostand der Eschweiler Bürgerinitiative (BI) “Gemeinsam gegen Neonazis” von dieser erfreulichen Nachricht geprägt.
Die Initiative hatte sich zur Mobilisierung und inhaltlichen Vorbereitung des Aktionstages in die Eschweiler Fußgängerzone gestellt. Gefordert wurde die Abschaffung des V-Leute-Unwesens, mit dem die Nazis derzeit nur noch mehr staatliche Gelder erhalten. Viele Unterschriften für die Kampagne “NPD Verbot – Jetzt aber richtig” konnten gesammelt werden. Weiterlesen

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Köln X 2. Dem EL-DE-Haus einfach doppelt helfen

Mit einer Pressekonferenz im NS-Dokumentationszentrum startete am 14. März 2012 die Kampagne „Köln x 2 – Dem El-DE-Haus einfach doppelt helfen“. Es handelt sich hierbei um eine Spendenverdopplungsaktion des NS-Dokumentationszentrums und der Bethe-Stiftung: Die Stiftung verdoppelt alle Spenden, die in der Zeit zwischen dem 15. März und dem 15. Juni eingehen, bis zu einem Gesamtbetrag von 75.000 €, sodass im Endeffekt maximal 150.000 € erreicht werden können.

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24 Haftbefehle vollstreckt: Polizei ermittelt gegen das „Aktionsbüro Mittelrhein“ (ergänzt)

“Aktionsbüro Mittelrhein” und Neonazis aus dem Rheinlands 2011 in Leverkusen (Foto: jmg)

Die Staatsanwaltschaft Koblenz führte heute Morgen mit mehreren zeitgleich stattfindenden Hausdurchsuchungen einen Schlag gegen die Neonazi-Szene im Rheinland durch. Erstmals wird eine auch in Nordrhein-Westfalen aktive neonazistische Kameradschaft von den Ermittlungsbehörden als „kriminelle Vereinigung“ bewertet. Es handelt sich dabei um das überregional bedeutsame „Aktionsbüro Mittelrhein” (ABM), das neben einem Aktionsschwerpunkt im nördlichen Rheinland-Pfalz (Kreis Ahrweiler) auch im Raum Bonn und der Eifel aktiv ist. Zudem arbeiten die AktivistInnen des ABM eng mit Neonazi-Kameradschaften aus Aachen, Köln und Wuppertal zusammen. Weiterlesen

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Newo Ziro – Neue Zeit: Filmvorführung mit Gespräch

Samstag, 17. März 2012, 20 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig

Vier Lebensläufe aus drei Generationen stehen exemplarisch für das Dilemma, in dem sich deutsche Sinti befinden: Wie können sie ihre kulturelle Identität bewahren, ohne sich gleichzeitig vor der Mehrheitsgesellschaft abzuschirmen? Schaffen deutsche Sinti mit der   selbstbewussten Öffnung zur Außenwelt ihre eigene Identität ab, oder ist das die einzige Chance, dass sie anerkannter Teil der Mehrheitsgesellschaft werden? Weiterlesen

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Formen der Erinnerung: Kunst und Gedenken an Orten der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde

Donnerstag, 15. März 2012, 19 Uhr, EL-DE-Haus

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm zur Aufstellung des Denkmals der Grauen Busse 1.9.2011 – 18.4.2012 am Landeshaus des Landschaftsverbandes Rheinland in Köln-Deutz. Weiterlesen

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Newsletter März zum Download

Seit heute steht die März-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik “Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine Publikation vor.

Hier steht der Newsletter ibs März 2012 zum Download bereit.

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Unterwegs als sicherer Ort

Zum 70. Geburtstag des Schriftstellers Peter Finkelgruen zeigen wir am Samstag, den 3. März 2012 um 15 Uhr im EL-DE-Haus den Dokumentarfilm von Dietrich Schubert „Unterwegs als sicherer Ort“ von 1997. Darin begleitete der Kölner Filmemacher den in Köln lebenden Juden Peter Finkelgruen auf den Spuren seiner Emigrationsgeschichte. Auf der Suche nach dem Mörder seines Großvaters, der in Theresienstadt ermordet worden war, reist Peter Finkelgruen über seinen Geburtsort Shanghai bis nach Haifa. Hier war er als Neunjähriger 1951, nach dem Tod der Eltern, mit seiner Großmutter übergesiedelt. Für Peter Finkelgruen, der sich „unbeheimatet“ fühlt,  ist die Spurensuche zugleich eine Suche nach den eigenen Wurzeln. Weiterlesen

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Braune Ideologie in sozialen Netzwerken

Soziale NetzwerkeFacebook, Twitter, YouTube – soziale Netzwerke sind gerade aus dem Alltag Jugendlicher nicht mehr weg zu denken. Hier werden Informationen ausgetauscht, Diskussionen geführt, Verabredungen geplant und Kontakte geknüpft. In vielen sozialen Netzweken tummeln sich auch RechtspopulistInnen und Neonazis, die auf die ein oder andere Weise für ihre Ideologie werben, Präsenz zeigen, sich vernetzen oder Menschen bedrohen. Nutzer/innen und Administrator/innen sozialer Netzwerke sind damit gemeinsam in der Verantwortung auf menschenfeindliche Ideologien angemessen zu reagieren.

 Soziale Netzwerke als Forum für Menschenverachtung

Während herkömmliche, also statische Webseiten nur einen Informationsfluss von Administratoren zu Besucher/innen zulassen, sind soziale Medien auch darauf ausgerichtet einen unmittelbaren Austausch zwischen Leser/innen und Verfasser/innen herzustellen. Für Rechte eröffenet sich hier die Chance leichter als je zuvor mit szenefremden Menschen in Kontakt zu kommen und eigene Inhalte schnell und einfach großen Personenkreisen zugänglich zu machen. Weiterlesen

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Fortbildung: Antiziganismus – Eine Herausforderung für die schulische Praxis

Sei es das Schimpfwort „Zigeuner”, seien es Vorbehalte gegen Flüchtlinge, seien es diskriminierende Haltungen gegenüber in Deutschland lebenden Sinti und Roma: Auch in der Schule ist Antiziganismus – die Diskriminierung von Menschen, die als „Zigeuner” bezeichnet werden – ein Dauerbrenner. Was beinhaltet der Begriff? Woher kommt Antiziganismus überhaupt? In welchen Formen begegnet er uns und welche Funktionen kann er erfüllen? Wie kann das Thema in der Schule adäquat thematisiert werden? Im Seminar sollen theoretische Überlegungen dazu diskutiert und praktische Hinweise und Methoden für die Bildungsarbeit gegeben werden.

Fortbildung mit Hans-Peter Killguss und Frederic Clasmeier
Montag, 27. Februar, 14-17 Uhr
Ort: Melanchthon-Akademie, Karthäuserwall 24b, 50678 Köln
Anmeldung: Tel. 0221 – 931 80 30, anmeldung@melanchthon-akademie.de
Tageskasse: 4 Euro
Veranstalter: Melanchthon-Akademie in Kooperation mit ibs und dem Ev. Schulreferat

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe “Lernen aus der Geschichte: Antiziganismus in Deutschland”; organisiert von ibs, der melanchthon-Akademie und dem Rom e.V. Köln. Hinweise auf weitere Veranstaltungen entnehmen Sie dem Flyer (pdf).

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