Kein Grund für Entwarnung – Rechte, rassistische und antisemitische Straftaten 2020 in NRW

Am 19. Februar 2021 jährte sich der rassistische und rechte Terroranschlag in Hanau, bei dem neun junge Menschen ermordet wurden. Die Tat verdeutlicht die Gefahr, die von Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen geprägten Weltbildern ausgehen.
Darauf verweist auch die Statistik zu politisch rechts motivierten Straftaten in Nordrhein-Westfalen, die nun für das Jahr 2020 vorliegt. Weiterlesen

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Say their names!

Vor genau einem Jahr wurden neun junge Menschen bei einem rassistischen und rechten Terroranschlag in Hanau ermordet:

© Initiative 19. Februar Hanau

Ferhat Unvar

Mercedes Kierpacz

Sedat Gürbüz

Gökhan Gültekin

Hamza Kurtović

Kaloyan Velkov

Vili Viorel Păun

Said Nesar Hashemi

Fatih Saraçoğlu

Der heutige Tag soll einmal mehr darauf aufmerksam machen, dass es immer noch unverzichtbar ist, strukturellen Rassismus und Hass in unserer Gesellschaft zu benennen und vor allem die Stimmen derjenigen anzuhören und ernst zu nehmen, die tagtäglich von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind. Weiterlesen

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Online-Vortrag: Schwarze Geschichte, Aktivismus und Kämpfe um Selbstbestimmung in Deutschland –vom Kaiserreich bis heute

Wann: Donnerstag, 25. Februar, 19:00 Uhr
Wo: online

Das DRK Rhein-Erft/Antidiskriminierungsberatung im Rhein-Erft-Kreis lädt ein:
Rassismus greift in unser menschliches Miteinander ein. Er trennt Menschen und versucht sie in Kategorien, Identitäten, Nationen, Kulturen oder Ethnien einzuschließen, unterstellt ein ‘kollektives Wesen’, bestimmt was ‘normal’, ‘eigen’ oder ‘fremd’ ist und organisiert Zugänge zu gesellschaftlichen Rechten, Teilhabe und Reichtum. Der grausame Anschlag von Hanau sowie die zahlreichen darauf folgenden #BlackLivesMatter Proteste des Jahres 2020 zeigten einmal wieder: Rassismus ist eine historisch gewachsene Realität – auch in Deutschland. Weiterlesen

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Newsletter Februar 2021

Seit heute steht die Februar-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Februar 2021 zum Download (pdf) bereit.

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#we remember

 

Eine Auswahl an Aktionen und Veranstaltungen anlässlich des Holocaust-Gedenktages 2021 im Regierungsbezirk Köln finden Sie hier. Weiterlesen

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Veranstaltungstipp: “Rassismus wirkt – wir zeigen wie” (Webtalkreihe & Podcast)

Onlineveranstaltung
Webtalkreihe “Rassismus wirkt – wir zeigen wie” //
Formen, Seiten, Wirkungsweisen, Folge 5 #Webtalkreihe und anschließend als Audio-#Podcast //
am 28.01.2021 um 17 Uhr

“Wir starten das Jahr 2021 mit unserem 5. Webtalk und werden mit Kolleg*innen vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. (kurz: IDA e.V.) über die Entwicklung der rassismuskritischen Bildungsarbeit von IDA e.V. sowie über Herausforderungen in diesem Kontext sprechen. In dem Gespräch möchten wir außerdem Bedingungen für rassismuskritische Strukturen in der Jugendarbeit hervorheben. Zusätzlich werden wir darüber sprechen, was es heißt Normen dekonstruieren zu müssen und wie Utopien aussehen könnten.”

Die Webtalkreihe ist ein digitales Bildungsangebot von der Opferberatung Rheinland und Re_Struct
Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt zeigen sich in verschiedenen Formen und Ausprägungen, haben eine lange Kontinuität in Deutschland und sind fest in öffentlichen Debatten sowie Institutionen etabliert. Viele Menschen wollen daran etwas ändern, doch was braucht es dafür und wie kann dies gelingen?
Dieser Frage widmen sich die Opferberatung Rheinland (OBR) und Re_Struct der Fachstelle Fachstelle IDA-NRW im Rahmen einer Webtalkreihe, die im Anschluss als Podcast zur Verfügung stehen wird.
Im Gespräch mit unseren Gästen werden wir aus rassismuskritischer und intersektionaler Perspektive über Rassismus(formen), Wirkungsweisen und Handlungsstrategien in unserer Gesellschaft und aktuelle Fragestellungen diskutieren sowie Möglichkeiten für Empowerment, Solidarität und Veränderungen aufzeigen.
Die Expertisen von engagierten BIPoC* und marginalisierte Stimmen im Kontext von rassismuskritischer Bildungsarbeit stehen in unseren Gesprächen im Vordergrund. Diese wollen wir sichtbar machen sowie ihre Stimmen und Perspektiven auf Rassismen in der öffentlichen Diskussion stärken.

Anmelden können Sie sich hier. Die Anmeldefrist ist der 27. Januar 2021

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Hinweis: Dokumentation zum Thema „Antimuslimische Gewalt gegen Frauen: Der Mord an Marwa El-Sherbini“ auf der Plattform gegenuns.de

Am 1. Juli 2009 wurde Marwa El-Sherbini im Landgericht Dresden ermordet. Sie war an dem Tag als Zeugin in einem Berufungsverfahren wegen Beleidigung ins Landgericht Dresden gekommen. Der Angeklagte hatte sie und ihr Kind ein Jahr zuvor auf einem Spielplatz in Dresden rassistisch beleidigt, und sie hatte daraufhin Strafantrag gegen ihn gestellt. Im Gerichtssaal zieht er ein Kampfmesser und sticht sechzehn Mal auf die 31-jährige Frau und ihren Ehemann ein. Marwa El-Sherbini stirbt noch im Gerichtssaal vor den Augen ihres dreijährigen Sohnes und ihres Ehemannes. Im Prozess gegen ihren Mörder wird die Staatsanwaltschaft erstmals antimuslimischen Rassismus als zentrales Tatmotiv benennen.

Der 1. Juli ist, in Gedenken an Marwa El-Sherbini, seit 2015 Tag gegen antimuslimischen Rassismus in Deutschland. Muslimische Frauen erfahren alltäglich rassistische Beleidigungen, Diskriminierung und Ablehnung. Wenn sie ein Kopftuch tragen, sind sie häufiger von antimuslimisch motivierten Übergriffen betroffen als Männer.
In der neusten Episode der Webdokumentation „Gegen uns“ kommen Negla Osman, Nahla Medhat, Youmna Fouad, Olga Sperling, In Am Sayad Mahmood und Andrea Hübler in kurzen Filmsequenzen zu Wort. Sie schildern die Auswirkungen des Mordes an Marwa El-Sherbini auf ihr eigenes Leben sowie auf die Situation muslimischer Frauen. Gleichzeitig berichten sie von Gegenwehr und Solidarität im Umgang mit alltäglich stattfindenden rassistischen Beleidigungen und Angriffen. Die Episode lotet darüber hinaus die Tiefe des Mordes an Marwa El-Sherbini aus. Sie fokussiert die lebensbiographisch-persönliche Erzählung, die juristische Vorgeschichte, die strafrechtliche Aufarbeitung, die Erinnerungspolitik vor Ort und die persönliche und zivilgesellschaftliche Aufarbeitung. Dabei stehen die Betroffenen und die Auswirkungen von rechter Gewalt konsequent im Fokus. Deswegen wird durchgehend auf Details über den Täter verzichtet.

Zur aktuellen Episode gelangen sie hier.
Weitere Informationen finden Sie auf www.gegenuns.de

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Desintegration: Neues Projekt zum kolonialen Erbe in Köln

Das ihaus Köln teilt mit:
In der deutschen Erinnerungskultur werden zumeist der Nationalsozialismus und die Kolonialzeit als historische Schlüsselereignisse markiert, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart spürbar und nicht zu verleugnen sind. Ein Verständnis von rassistischen und antisemitischen Strukturen, Denk-und Handlungsmustern als Phänomene, die nur Randgruppen und/oder Einzeltäter*innen zuzuordnen wären, greift zu kurz und verdeckt die systemische Verankerung von ungleichen Machtverhältnissen, die über individuelle Einstellungen hinaus ihre Wirkmächtigkeit entfalten.Vielmehr müssen diese als Teil eines historischen Erbes verstanden werden, das nur in gesamtgesellschaftlicher Aufarbeitung aufgedeckt und abgebaut werden kann.
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Pressemitteilung zum Revisionsverfahren im Prozess um den Wehrhahnanschlag

Das Revisionsverfahren im Wehrhahnprozess ist abgeschlossen, der BGH bestätigte die Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf. „Damit stehen Überlebende und Beobachter:innen vor einem Scherbenhaufen der Aufklärung“, kritisiert die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR). „Ein bedeutender rechtsterroristischer Akt in der Geschichte der Bundesrepublik bleibt damitungesühnt und unaufgeklärt“, so Dominik Schumacher, Prozessbeobachter der MBR im Wehrhahnverfahren. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) hat diesen 34 Verhandlungstage andauernden Prozess von der ersten bis zur letzten Minute begleitet und dokumentiert.

Die Pressemitteilung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Düsseldorf sowie  finden Sie auf www.mbr-duesseldorf.de oder hier im PDF-Format.
Die Dokumentation der Prozessbeobachtung finden sie auf der Homepage der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus NRW.

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Newsletter Januar 2021

Seit heute steht die Januar-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Januar 2021 zum Download (pdf) bereit.

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