Diskussionsveranstaltung: NSU-Terror, Staat und Aufklärung

Wann: Freitag, 26. Juni 2015, 17:30
Wo: Schauspiel Köln im Depot 2, Schanzenstr. 6-20, Köln-Mülheim

NSU_Flyer-1Die Initiative „Keupstraße ist überall” lädt ein zu einer Diskussionsveranstaltung zur Bedeutung des NSU-Komplexes aus einer türkischen Perspektive:
In der Türkei gibt es eine lange Erfahrungen mit Verbrechen rechter Täter_innen, die mit staatlicher Billigung oder Unterstützung agierten. Diese staatliche Verstrickung und der gesellschaftliche Umgang mit Formen des „tiefen Staates” sind der Hintergrund, vor dem sich eine Expert_innen-Delegation aus der Türkei auf die Reise nach Deutschland begibt. Tanıl Bora, Yasemin İnceoğlu und İsmail Saymaz werden in München den NSU-Prozess beobachten. An drei Abenden werden sie in München (24.6.), Köln (26.6.) und Berlin (27.6.) über ihre Wahrnehmungen berichten und einen Bezug zu ihren Erfahrungen mit rechtsterroristischen Verbrechen in der Türkei, deren staatlicher Deckung und dem gesellschaftlichen Umgang herstellen.

Die Veranstaltung wird simultan deutsch/türkisch gedolmetscht.

Den deutsch/türkischen Flyer gibt es hier

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Vortrag: Sal. Oppenheim jr. & Cie.: Eine Bank prägt das Rheinland

Wann: Sonntag, 28. Juni 2015, 15.30 Uhr
Wo: LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen, Mühlenend 1, 52445 Titz-Rödingen

Das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen lädt ein:
Das Bankhaus Sal. Oppenheim kann eine ereignisreiche, dramatische Geschichte vorweisen. Als erster deutscher Industriefinanzierer gründete es Eisenbahnen, gewerbliche Unternehmen, Versicherungen und Banken. Gleichzeitig zeigten sich die Oppenheims als verantwortungsbewusste Bürger, u.a. als Vorreiter des Kampfes für die jüdische Emanzipation und als großzügige Mäzene. Eine flexible Geschäftspolitik sicherte der Bank auch nach dem Ende der Blütezeit der Privatbankiers die Existenz. Zur größten Krise wurde die Zeit des Nationalsozialismus, welche die Bank dank Robert Pferdmenges überstand. Mit dem Wirtschaftswunder kehrten Erfolg und Wachstum zurück. Die Familienära fand 2010 ein jähes Ende, als Sal. Oppenheim von der Deutschen Bank vor der Insolvenz gerettet werden musste.“

Gabriele Teichmann studierte Geschichte, Philosophie, Anglistik und Pädagogik in Bonn und Edinburgh. Seit 1985 bei Sal. Oppenheim tätig, übernahm sie 1990 die Leitung des Archivs. Neben der Sicherung der Überlieferung sieht sie in der Vermittlung der Oppenheim-Geschichte ihre Hauptaufgabe. Sie ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen zu dem Thema.

Eintritt: 3 €

Weitere Infos unter: synagoge-roedingen.lvr.de

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Fotodokumentation zur Regionalkonferenz vom 22.05. in Köln

RK-2015-MoBe-Koeln-5309LowResAm 22.05.2015 fand in Köln die fünfte und letzte der von der NRW-Landesregierung und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW organisierte Regionalkonferenz zur Entwicklung eines integrierten Handlungskonzepts gegen Rechtsextremismus und Rassismus statt. Eine Fotodokumentation des Tages finden Sie unter folgendem link (Größe der Datei ca. 2 MB)
Weitere Fotos der Konferenz finden Sie unter: regionalkonferenz2015.koeln

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09.06.2015: Gedenken zum 11. Jahrestag des Anschlages auf der Keupstraße

Etwa 15IMG_41200 Menschen beteiligten sich am Abend des 9. Juni 2015 an einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 11. Jahrestags des NSU-Nagelbombenanschlags auf der Keupstraße. Nach einem Gastspiel des Residenztheaters München mit dem Stück “Urteile” ging es zu dem Ort, an dem die Bombe 2004 explodierte und mindestens 22 Menschen zum Teil schwer verletzte. Dort wurde mit einer Rede, Musik und Blumen an die verheerenden Auswirkungen der Tat erinnert und auf die Ermittlungen, durch die die Betroffenen sich zu Tätern gemacht fühlten, aufmerksam gemacht.

Ein ausführlicher Bericht findet sich bei der Intitiative “Keupstraße ist überall”.

Ebenfalls in Erinnerung an den Anschlag findet am Sonntag, 14. Juni, auf und um die Keupstraße ein politisches Kultur- und Straßenfest statt. Die Intitiative “Keupstraße ist überall” organisiert im Schauspiel eine Podiumsdiskussion “Sprechen wir über Rassismus” und mehrere weitere Veranstaltungen im Café Sabahçı.

Das Gesamtprogramm findet sich hier.

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Birlikte: Zusammenstehen – Zusammenleben

Wann: Sonntag, 14. Juni 2015, ab 11 Uhr
Wo: Keupstraße, Köln-Mülheim

plakatIm Juni 2004 zündeten Mitglieder des selbsternannten »Nationalsozialistischen Untergrund« mitten auf der Keupstraße in Köln-Mülheim eine Nagelbombe und verletzten 22 Menschen. 2014, zum zehnjährigen Jahrestag des Anschlags, machten 70.000 Besucher, unzählige mitwirkende Künstler und die Bewohner Mülheims unter dem Motto »Birlikte – Zusammenstehen« aus dem Tatort des Terrorakts einen Ort des gemeinsamen Feierns, Diskutierens und auch Gedenkens.

Die Ereignisse der letzten Monate, das Erstarken von Pegida und ihren Ablegern, aber auch extremistischer Terror von allen Seiten, haben deutlich gemacht, dass es auch ein Jahr nach »Birlikte« wieder ein gemeinsames Zeichen zu setzen gilt: Gegen Intoleranz und Fremdenhass, gegen religiösen und nationalistischen Terror jedweder Couleur und für eine offene und friedliche Stadtgesellschaft. Weiterlesen

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Newsletter Juni 2015

Seit heute steht die Juni-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Juni 2015 zum Download (pdf) bereit.

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20. Mai: KÖGIDA floppt

Gerade mal 11 KÖGIDA-Sympathisanten fanden sich am Mittwoch, 20. Mai abends vor dem Kölner Hauptbahnhof ein. Nach längerer Wartezeit zog die Gruppe sang- und klanglos ab. Vier Monate nach dem ersten Versuch, eine PEGIDA-Veranstaltung in Köln zu etablieren, war wieder eine Kundgebung mit „Spaziergang“ angemeldet worden. Die im Januar organisierende Gruppe hatte mit der Neuauflage jedoch nichts zu tun. Die übrigen PEGIDA-Grüppchen aus NRW ignorierten die Veranstaltung sogar komplett. Auch die Initiatoren warben nicht öffentlich für ihre Versammlung. Weiterlesen

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Informations- und Diskussionsveranstaltung: 15 Jahre Wehrhahn-Bombenanschlag in Düsseldorf – ein Rück- und Ausblick

Wann: Dienstag, 26. Mai, 20 Uhr
Wo: Kulturzentrum ZAKK, Fichtenstr. 40, Düsseldorf

Bild1Am 27. Juli 2000 explodierte auf dem S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn ein professionell, aber nicht industriell gefertigter Sprengsatz, zehn Menschen, unter ihnen sechs jüdische AuswandererInnen aus Ländern der ehemaligen UDSSR, wurden – teilweise schwer – verletzt. Auch wenn damals – anders als bei den NSU-Anschlägen wie dem in der Kölner Keupstraße – bis in die Bundesregierung hinein ein extrem rechter Hintergrund für möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich angesehen wurde, so sind die Hintergründe des Anschlags und die TäterInnen bis heute unbekannt. Der Ende Oktober 2014 vom Landtag NRW eingerichtete Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) zum Themenkomplex NSU wird sich – wann auch immer – des Themas Wehrhahn-Anschlag annehmen und untersuchen, ob möglicherweise ein „Fehlverhalten nordrhein-westfälischer Sicherheits- und Justizbehörden“ vorgelegen hat. Weiterlesen

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Regionalkonferenz zur Entwicklung eines integrierten Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Köln

Wann: Freitag, 22. Mai 2015, 14:00 – 19:00 Uhr
Wo: VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstr. 29-33, Köln

Eine kurzfristige Anmeldung ist noch möglich.

Bild Regional-KonferenzDie Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2013 mit dem Prozess zur Entwicklung eines integrierten Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus und Rassismus begonnen. An diesem Prozess sollten  gesellschaftlich relevante Institutionen und Akteure aus möglichst vielen politischen Handlungsfeldern beteiligt werden. Im Rahmen von fünf Regionalkonferenzen wurden die Bewertungen und Erwartungen der Aktiven vor Ort bezogen auf Rechtsextremismus- und Rassismusprävention ermittelt. Nachdem diese nun in das Eckpunktepapier der Landesregierung eingeflossen sind, führt die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus wiederum fünf Regionalkonferenzen durch. Weiterlesen

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Offener Brief an die Polizeipräsidentin Wuppertal vom 30.04.2015

Wir dokumentieren einen offenen Brief der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Düsseldorf und der Opferberatung Rheinland an die Polizeipräsidentin Wuppertals. Anlass ist eine Messerattacke durch Angehörige der rechten Szene auf einen 53 jährigen Mann am 11.04.2015.
Die Polizei Wuppertal teilte am 15.05. mit, dass sich ein 25 jähriger wegen Verdachts auf versuchten Totschlag in Untersuchungshaft befinde und gegen zwei Personen wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung ermittelt werde.

Den offenen Brief finden sie hier

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