Kölner Künstlerinnen und Künstler engagieren sich für das NS-DOK

Oberbürgermeisterin Reker startet Spendenaktion für den Ausbau

(c) Jörn Neumann

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am heutigen Montag, 3. September 2018, gemeinsam mit den Stiftern Erich und Roswitha Bethe, Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach, Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen, Vorsitzender des Vereins EL-DE-Haus, Dr. Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums, und zahlreichen Kölner Künstlerinnen und Künstlern eine besondere Aktion für den Ausbau des NS-Dokumentationszentrum gestartet. Das NS-DOK und sein Förderverein, der Verein EL-DE-Haus, haben gemeinsam eine Kampagne entwickelt, bei der sich zahlreiche Kölner Künstlerinnen und Künstler für das NS-DOK engagieren. Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigte sich begeistert: „Es ist ein großartiges Programm entstanden, das zeigt, wie sehr das NS-Dokumentationszentrum von der Kölner Bürgerschaft unterstützt wird.“ Alle kölschen Bands, die Rang und Namen haben, sind dabei. Kabarett und Lesungen von bekannten Künstlerinnen und Künstlern gehören ebenso dazu, wie auch besondere Veranstaltungen wie die mit Esther Bejarano, die unter anderem das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebt hat. Alle treten ohne Honorar auf. Die Bethe-Stiftung wird alle zwischen dem 7. September und dem 7. Dezember 2018 eingegangenen Spenden bis zu einem Gesamtbetrag von 75.000 Euro verdoppeln – Einzelspenden bis zu 2.000 Euro, Einnahmen aus Benefizveranstaltungen in unbegrenzter Höhe. Das bedeutet, dass allein durch diese Spendenverdopplung bis zu 150.000 Euro für den Ausbau des NS-DOK erreicht werden können. Weiterlesen

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Veranstaltungen anlässlich des Europäischen Tages der jüdischen Kultur

„Storytelling“- „Jüdische Geschichten“

Wann: Sonntag, 2. September 2018, ab 11:30 Uhr
Wo: LVR-KULTURHAUS Landsynagoge Rödingen Jüdisches Leben im Rheinland. Mühlenend 1, 52445 Titz-Rödingen

Märchen mit Christiane Willms und Zeugnisse der Vergangenheit mit Franz-Josef Knöchel

Weitere Informationen gibt es hier

Reise in das jüdische Belarus

Wann: Sonntag, 2. September 2018, 16:00 Uhr
Wo: Lern– und Gedenkort Jawne, Erich-Klibansky-Platz, Albertusstr. 26,  Köln

Auf jüdischer Spurensuche in den weißrussischen Städten Gomel, Grodno, Minsk, Mir, Novogrudok und Radun.
Referentinnen: Bella Liebermann und Andrea Döhrer

Weitere Informationen gibt es hier

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Fahrt zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung

Wann: Samstag, 1. September 2018, 13:30 Uhr
Wo: Bartholomäus-Schink-Str. / Bahnhof Ehrenfeld (Treffpunkt)

Der Verein der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) lädt ein:
Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen ein Weltkrieg, bei dessen Ende fast 6 Jahre später mehr als 55 Millionen Menschen ihr Leben gelassen hatten. Große Teile Osteuropas, wo die faschistischen Armeen am schlimmsten gehaust hatten, waren verbrannte Erde. Die meisten jüdischen Menschen waren von den Nazis und ihren Helfern ermordet worden, ebenso erging es Sinti und Roma, die in den Augen der „Herrenmenschen“ ebenfalls als „rassisch minderwertig“ galten. Weiterlesen

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Rassistischer Vorfall bei Viktoria Köln

(c) Viktoria Köln

Am 19. August kam es im Kölner Sportpark Höhenberg während des DFB-Pokalspiels zwischen Viktoria Köln und RB Leipzig zu rassistischen Beleidigungen und Körperverletzungen auf der Fantribüne. Während des Fußballspiels war es im Fanblock des Stadions mehrfach zu rassistischen Rufen gekommen, erklärte die antirassistische Fangruppe „High Society Höhenberg“ einen Tag nach den Vorfällen auf ihrer Facebookseite. Demnach wurden die entsprechenden Personen aufgefordert, diese Rufe zu unterbinden, woraufhin Mitglieder von „High Society Höhenberg“ körperlich attackiert wurden. Mindestens eine Person erlitt dabei Gesichtsverletzungen. Die Gruppe, die sich gegen Diskriminierung im Fußball einsetzt, forderte in ihrer Erklärung „ein konsequentes Vorgehen des Vereins gegen Rassismus und rechte Strukturen in der Viktoria Köln Fanszene“. Weiterhin erklärte sie, dass auch Personen aus dem Umfeld des Fußballvereins Hammer SpVg. an dem Angriff beteiligt gewesen waren. Die Hammer Fanszene hat seit Jahren ein offensichtliches Problem mit einem neonazistischen Personenkreis. Erst im Mai dieses Jahres wurde etwa bei einem Heimspiel der Hammer SpVg. ein Plakat für die verurteilte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck präsentiert. Weiterlesen

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„Meinungsfreiheit“ für selbst ernannte „Patrioten“

Rechte Verschwörungstheoretiker und Neonazis im Verbund mit „Wutbürgern“ sind im Samstag durch Köln gezogen.

(c) ibs

In Köln demonstrierte eine bizarre Mischung aus 120 Verschwörungstheoretikern, Neonazis und „Wutbürgern“ hinter dem Bahnhof sowie im anliegenden Kunibertsviertel. Aufgerufen hierzu hatten diverse Kleinstgruppen, Hauptanmelder waren die selbst ernannten „Patrioten NRW“. Auch die „Identitären“ hatten für die Kundgebung geworben, machten sich während der Veranstaltung jedoch nicht als Gruppe bemerkbar.

Kundgebungsmotto war „Für die Meinungsfreiheit“. Was sie hierunter verstehen, hatte bereits ein Redner auf der rechten Demonstration am 2. Juni in Solingen deutlich gemacht: Er forderte unter Beifall, im Einklang mit Neonazi-Gruppen wie „Die Rechte“, Freiheit für die in Haft sitzende Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel. Weiterlesen

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Stadt Aachen, sowie für die Kreise Städteregion Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Mitte Juli 2018.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftliche Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort”.

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Rechte und rassistische Sticker in Köln

Seit Monaten werden im Kölner Stadtgebiet in hoher Zahl rassistische und neonazistische Aufkleber verklebt. Betroffen sind vor allem Stadtteile im Kölner Westen wie Bickendorf, Mengenich, Bocklemünd und Ossendorf. Einen Bericht und eine umfangreiche Fotodokumentation von Susanne Müller gibt es auf haGalil.

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Pressemitteilung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Düsseldorf und der Opferberatung Rheinland zum Ende des Wehrhahn-Prozesses

Angeklagter im Wehrhahnprozess freigesprochen – Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus und Opferberatung äußern sich in gemeinsamer Pressemitteilung

Verhandelt wurde der Rohrbomben-Anschlag von vor fast exakt 18 Jahren gegen eine Gruppe von 12 Sprachschülerinnen und -schülern. Diese waren mehrheitlich jüdische Kontingentflüchtlinge aus ehemaligen Sowjetstaaten.

Die Opferberatung Rheinland (OBR) berät und unterstützt Betroffene des Anschlags.

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) hat die Verhandlung vom ersten bis zum letzten Moment verfolgt und darüber kontinuierlich online berichtet. Die MBR ist eine von Bund und Land geförderte Beratungsstelle, welche sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen im Themenfeld Rechtsextremismus unterstützt.

Die Opferberatung Rheinland mahnt, die Betroffenen nicht zu vergessen

Gerichtsprozesse stellen generell eine Belastung für Gewaltopfer dar. Die Belastung kann umso stärker sein, je länger das Ereignis zurück liegt. Der zwanghafte Charakter und Zeitpunkt eines Gerichtsprozesses unterbricht in vielfacher Hinsicht die selbst gewählten Bewältigungsstrategien: „Der Gerichtsprozess und die Zeugenaussage stellen unserer Erfahrung nach für die Betroffenen, aber auch für Zeuginnen und Zeugen, in der Regel eine große Belastung dar. Sei es durch die Konfrontation mit den Täterinnen und Tätern im Gerichtssaal oder die Aussage zu traumatisierenden Gewalterfahrungen. Auch kommt es durch die Befragung der Verteidigung der Täter immer wieder zu Täter-Opfer-Umkehr“ so Johannes Gleitz von der Opferberatung Rheinland. Weiterlesen

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Sommerpause

Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus macht Sommerpause. Unser Büro ist aber auch während der Schulferien durchgängig besetzt. Ab dem 20. August sind wir wieder in voller Besetzung für Sie da.

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Urteil im NSU-Prozess

Gedenkaktion in der Kölner Keupstraße während der Urteilsverkündung in München

Heute wurde das Urteil im NSU-Prozess nach über fünf Jahren Verhandlungen am Oberlandesgericht in München gesprochen. Es ist der größte Prozess seit der Wiedervereinigung zu einer beispiellosen extrem rechten Tatserie. Das Gericht folgte dem Antrag der Bundesanwaltschaft und verurteilte Beate Zschäpe als Mittäterin an den Morden und Anschlägen des NSU zu lebenslanger Haft. Der Mitangeklagte Ralf Wohlleben erhielt wegen Beihilfe zehn Jahre Haft, Holger G. wurde zu drei Jahren, André E. zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft und Carsten S. zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt.

In dem Prozess ging es auch um zwei Taten in Köln, die die Bundesanwaltschaft 2012 in ihrer Anklageschrift aufgeführt hat: Eine Sprengstoffexplosion in einem Lebensmittelgeschäft in der Probsteigasse am 19. Januar 2001, bei der die Tochter des Inhabers schwer verletzt wurde. Und das Nagelbombenattentat in der vorwiegend von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bewohnten Keupstraße am 9. Juni 2004, bei dem über 20 Menschen teilweise schwer verletzt wurden.

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln hat eine Stellungnahme zum Urteil veröffentlicht. Sie finden sie hier

Der Kölner Stadt-Anzeiger fasst in einem Artikel Reaktionen von Bewohner*innen der Kölner Keupstraße zusammen..

Aktuelle Informationen zum Urteil wie auch zu den Taten und den Opfern in NRW finden Sie auf der Homepage des WDR.
Informationen zur Initiative „Kein Schlussstrich“ auf Twitter unter #KeinSchlussstrich

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