Symbolische Straßenumbenennung zum Gedenken an NSU-Opfer

symbolische Umbenennung der Kölner Schanzenstraße in Halitstraße

symbolische Umbenennung der Kölner Schanzenstraße in Halitstraße

Am Abend des 4. November, dem 3. Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU, wurden in Köln und mindestens neun anderen Städten symbolisch Straßen nach den Mordopfern des NSU und dem Tatort des Nagelbombenanschlags umbenannt.

„Uns war es wichtig am heutigen Jahrestag den Blick auf die NSU-Opfer zu lenken und die Angehörigen in ihrer Forderung nach einem würdigen Gedenken zu stärken“, kommentierte Manuel Friedrich vom Initiativenbündnis. Zu häufig werde den Wünschen der Betroffenen nicht entsprochen.

In Köln wurde die Schanzenstraße, die in die Keupstraße mündet, in Halitstraße umbenannt, um sich solidarisch zu zeigen mit der Forderung von İsmail Yozgat, dem Vater des 2006 in Kassel ermordeten Halit Yozgat, eine prominente Straße in Kassel in Halitstraße umzubenennen. Neben einem Redebeitrag der Initiative “Keupstraße ist überall” wurde die Gedenkveranstaltung von Musikstücken mit Geige und Cello begleitet.

Die zusammenfassende Pressemitteilung der Initiative zur bundesweiten Organisation findet sich hier.

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Opferberatung Rheinland bietet Betroffenen und Zeug_innen der rechten und rassistischen An- und Übergriffe vom 26.10.14 Unterstützung an

Die Opferberatung Rheinland ruft alle, die am Sonntag, 26.10.14 in Köln im Kontext der Versammlung “Hooligans gegen Salafisten” von Angriffen betroffen waren oder diese mitbekommen haben auf, sich zu melden und bietet Unterstützung an:

„In einer Pressemitteilung der Opferberatung Rheinland vom 27.10.14 heißt es bezüglich der Geschehnisse in Köln am Vortag: „(…) angegriffene Personen und Zeug_innen von Angriffen und Bedrohungen können sich gerne jederzeit an uns wenden. Unser Unterstützungsangebot ist vertraulich und orientiert sich immer an den Interessen der Betroffenen.“(…) (Pressemitteilung).

Aufgrund der unüberschaubar vielzähligen Angriffe durch Neonazis und rechte Hooligans halten wir es für notwendig, dieses kostenlose und vertrauliche Unterstützungsangebot noch einmal gesondert zu verbreiten.

Die Opferberatung Rheinland berät und unterstützt Betroffene rechter und rassistischer Gewalt, sowie Zeug_innen solcher Angriffe. So heißt es auf der Homepage: „Wir unterstützen Sie, wenn Sie oder Menschen in Ih rem Umfeld von Rechtsextremen beleidigt, bedroht oder angegriffen werden: Wir bieten Ihnen einen sicheren Raum, um über das Erlebte zu sprechen, und helfen dabei, die Folgen rechtsextremer oder rassistischer Gewalt zu bewältigen und neue Handlun gsspielräume zu gewinnen.
Wir beraten bei juristischen Fragen, begleiten Sie zur Polizei oder zu anderen Behörden, organisieren ärztliche oder therapeutische Hilfe, rechtlichen Beistand oder DolmetscherInnen und setzen uns – wenn Sie es wünschen – für öffentliche Solidarisierung ein.“

Kontaktadresse der Opferberatung Rheinland:
Tel: 02 11 / 15 92 55-66
info@opferberatung-rheinland.de
www.opferberatung-rheinland.de

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„Hooligans gegen Salafisten“ in Köln

IMG_5691a IMG_5691Unter dem Label der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“, die vorgeben nur „gegen Salafismus“ zu sein, fand am 26.10 die größte extrem rechte Demonstration seit Jahren statt.

Aus der Demonstration heraus wurden nicht nur JournalistInnen angegriffen und verletzt, sondern auch wahllos PassantInnen attackiert. Zudem wurden Parolen wie „Ausländer raus“, „Frei, Sozial und National“, „Deutschland, unser Land” sowie „Lügenpresse, halt die Fresse“ skandiert und vielfach der Hitler-Gruß gezeigt.

Auch wenn sich die Veranstalter im Vorfeld darum bemühten, der Veranstaltung ein gemäßigtes Ansehen zu verpassen und sich nach außen von jeglicher neonazistischer Ausrichtung und Beteiligung zu distanzieren, zeigte sich sehr schnell, dass es sich dabei weniger um ernsthafte Absichtserklärungen als vielmehr um einen strategischen Schachzug handelte, um auch vermeintlich unpolitische Fussballfans für die eigenen Ziele zu gewinnen. So erstaunt es nicht, dass sich unter den Anwesenden zahlreiche AnhängerInnen der Neonazi-Szene befanden. Etliche Teilnehmende trugen Kleidung und Symbole, die eindeutig der rechtsextremen Szene zuzuordnen ist. Weiterlesen

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„Hooligans gegen Salafisten“ am Sonntag in Köln

Eine Gruppe namens „Hooligans gegen Salafisten“ findet auf Facebook seit einigen Wochen massenhaften Zuspruch und will am Sonntag in Köln eine Kundgebung abhalten. Eine ähnliche Kundgebung Ende September in Dortmund zog über 300 Personen an, darunter zahlreiche bekennende Neonazis. “Hooligans gegen Salafisten” wird von rechten Hools dominiert.
Auf NRW rechtsaußen gibt es einen ausführlichen Artikel zum Thema. Sie finden ihn hier

Nachtrag: Inzwischen ruft „Kein Veedel für Rassismus“ zu Gegenaktivitäten auf

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Hausdurchsuchungen in Köln, Wuppertal und Ostwestfalen

Am Morgen des 16. Oktober wurden drei Wohnungen in Köln, Wuppertal und Ostwestfalen polizeilich durchsucht. Die dort Wohnenden stehen im Verdacht, Administratoren eines Online-Forums gewesen zu sein, in dem rechtes Gedankengut publiziert und indizierte Musik zum Download angeboten wurde.
Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Köln und des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen laufen seit Anfang des Jahres Ermittlungen gegen die Betreiber des Forums. Auf der Internetseite seien Straftaten wie Volksverhetzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen begangen worden.
Der 25jährige Verdächtige aus Köln wurde festgenommen, da gegen ihn bereits ein Haftbefehl vorlag.

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Tagung: Rechtsextremismus und Religion

odin statt jesusWann: Freitag, 31. Oktober, 09:30-16:15
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Wie religiös ist die extreme Rechte? Sind Bezüge von Neonazis auf die germanische Götterwelt, auf Runen und (neu-)heidnische Bewegungen Ausdruck einer religiösen Grundhaltung oder bloß Staffage? Sind Demonstrationen von selbsternannten „Lebensschützern“ ein Randphänomen der christlichen Kirchen oder werden rechte Tendenzen im Christentum starker? Ist die immer populärer werdende Esoterik eine harmlose Alternative zu den etablierten Religionen oder bestärkt sie auch menschenfeindliches Denken? Weiterlesen

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„Vor Ort“-Berichte aktualisiert

pro NRW-Kundgebung am 2. Mai 2014 in Radevormwald

Pro NRW-Kundgebung am 2. Mai 2014 in Radevormwald

In der Rubrik vor Ort finden sich nun auch die aktualisierten Berichte zum Rheinisch-Bergischen und zum Oberbergischen Kreis sowie zu Leverkusen.
Neben den Wahlergebnissen von NPD, REP, pro NRW und “Arminius-Bund” wird hier auch vom Besuch einer Ausstellung durch die Freien Kräfte Oberberg
berichtet. Weiterlesen

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Neonazistische Parolen in Radevormwald

Wir dokumentieren eine Pressemitteilung des Runden Tisches gegen Rechts Radevormwald:

Bisher unbekannte Täter aus der rechten Szene haben vor der Wohnung eines Vorstandsmitgliedes des Runden Tisches gegen Rechts Radevormwald an einem Stromkasten folgende Parolen angebracht:
„Deine Stadt
Dein Wille
NS-Jetzt!“
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Tagung: Sprache schafft Wirklichkeit. Rassismus und Sprache in Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Wann: Donnerstag, 6. November 2014, 11 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

leitfaden_rassistischer_sprachgebrauch-214x300 1Mit Hilfe von Sprache teilen wir anderen unsere Sicht auf die Welt mit. Je nachdem wie wir uns ausdrücken, können wir unterschiedliche Bilder bei unserem Gegenüber erzeugen. Oft sind wir uns der Bilder, die unsere Sprache transportiert, nicht bewusst und reproduzieren so ungewollt stereotype Bilder. Unser Bild von Menschen verschiedener Länder, aber auch von Menschen, die in Deutschland leben, wird sehr stark durch Medien geprägt. Gerade Medienmacher_innen haben aus diesem Grunde eine große Verantwortung: Sprache ist kein neutrales Instrument zur Benennung von Wirklichkeit, sondern ist macht– und mitunter auch gewaltvoll. Weiterlesen

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Dokumentation Regionalkonferenzen erschienen

TitelIm November/Dezember 2013 hat die Mobile Beratung NRW in den fünf Regierungsbezirken jeweils eine Regionalkonferenz veranstaltet. Ziel war es, Impulse zu sammeln und Bedarfe zu klären, die in die Entwicklung eines Handlungskonzepts der Landesregierung gegen Rechtsextremismus einfließen sollen. Mittlerweile liegt die von Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW verantwortete Broschüre in PDF-Form vor.
Sie ist hier als Download verfügbar: Doku Regionalkonferenz

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