Zweimal HoGeSa im Oktober?

IMG_5691Seit Ende Juni ist bekannt, dass die “Hooligans gegen Salafisten” (HoGeSa) für den 25. Oktober 2015 eine Neuauflage der äußerst gewalttätig verlaufenen Demonstration von Oktober 2014 planen. Ihr Motto: „Köln 2.0 – friedlich und gewaltfrei gegen islamischen Extremismus“. Dominik Roeseler, stellvertretender Vorsitzender der nach internen Auseinandersetzungen deutlich geschrumpften Partei “pro NRW”, ist der Anmelder. Seit einigen Tagen wird nun auch offiziell mobilisiert – mit dem Slogan “Dergleiche Ort, Diegleiche Demoroute, Diegleiche Uhrzeit, Dergleiche Anmelder” (Rechtschreibfehler im Orginal). Jetzt soll für den 24. Oktober, also den Vortag, noch eine zweite Demonstration angemeldet worden sein, von “Gemeinsam Stark Deutschland”. Weiterlesen

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“Dagegen! Und dann…?!” – 6. Bündnistagung

WutbürgerInnen von rechts? “Patrioten”, “Reichsbürger” und “besorgte Eltern” als Herausforderung für die Zivilgesellschaft

26. September 2015, Zentrum Altenberg in Oberhausen

Die neuen Bewegungen am rechten Rand werfen zahlreiche Fragen auf. Wie können diese Initiativen eingeordnet werden? Handelt es sich bei den “WutbürgerInnen von rechts” lediglich um einedagegen-und-dann kurzfristige Erscheinung? Oder sind diese Bewegungen Ausdruck eines Rechtsrucks, der sich vor allem in der “Mitte der Gesellschaft” vollzogen hat? Und nicht zuletzt: Wie sollen und wie können zivilgesellschaftliche Bündnisse und Initiativen auf diese Entwicklungen reagieren? Sind die Strategien, die sich bei den Protesten gegen Neonazi-Aufmärsche bewährt haben auch für diese Anlässe geeignet? Welche Möglichkeiten gibt es darüber hinaus, der scheinbaren “Normalisierung” extrem rechter Diskurse, eigene demokratische und rassismuskritische Haltungen entgegenzusetzen? Weiterlesen

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Rechte Schmierereien an Wohnprojekten in Köln

In der Nacht vom 08.07. auf den 09.07.2015 wurden das Autonome Zentrum Köln und drei weitere linke Wohnprojekte mit neonazistischen Parolen beschmiert. Im Autonomen Zentrum an der Luxemburger Straße wurde zudem ein Fenster mit einer Weinflasche eingeworfen.

Dazu teilt das Bündnis gegen Rechts mit: “Urheber der Aktion war offensichtlich die ‘Identitäre Aktion’, deren Schriftzug/Logo u.a. an die Fassaden gesprüht wurde. Die ‘Identitäre Aktion’, eine Abspaltung der bundesweit agierenden ‘Identitären Bewegung’, wird maßgeblich von Melanie Dittmer geleitet. Dittmer ist bekannt als Anmelderin diverser Kögida- und Dügida-Demonstrationen und war zwischenzeitlich im Vorstand von Pro NRW. Enge Zusammenarbeit besteht mit der Gruppe ‘Die Rechte Rhein-Erft’ um Manuela Eschert. Weiterlesen

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Newsletter Juli/August 2015

Seit heute steht die Juli/August-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Juli/August 2015 zum Download (pdf) bereit.

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964 rechts motivierte Straftaten im Regierungsbezirk Köln im Jahre 2014

3.286 Straftaten der Kategorie „politisch motivierte Kriminalität – Rechts“ zählt das nordrhein-westfälische Innenministerium für das Jahr 2014. Seit 2011 wird die Statistik regelmäßig durch die Partei der GRÜNEN im Landtagabgefragt. Nachdem die Zahlen im ersten Halbjahr 2014 zurückgingen, kam es in der zweiten Jahreshälfte zu einem massiven Anstieg, sodass die Straftaten auf einem neuen Höchststand angelangt sind (2012: 3.024, 2013: 3.085).

Ein Teil des Anstiegs liegt an der hohen Anzahl von Straftaten, die im Zusammenhang mit der HoGeSa-Demonstration im Oktober 2014 in Köln verübt worden sind. Zu diesem Anlass waren Rechtsextreme und Hooligans aus ganz Deutschland angereist. Doch auch wenn man die 175 Delikte dieser Einzelaktion abzieht, bleibt die Gesamtzahl über denen der Vorjahre. Weiterlesen

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Diskussionsveranstaltung: NSU-Terror, Staat und Aufklärung

Wann: Freitag, 26. Juni 2015, 17:30
Wo: Schauspiel Köln im Depot 2, Schanzenstr. 6-20, Köln-Mülheim

NSU_Flyer-1Die Initiative „Keupstraße ist überall” lädt ein zu einer Diskussionsveranstaltung zur Bedeutung des NSU-Komplexes aus einer türkischen Perspektive:
In der Türkei gibt es eine lange Erfahrungen mit Verbrechen rechter Täter_innen, die mit staatlicher Billigung oder Unterstützung agierten. Diese staatliche Verstrickung und der gesellschaftliche Umgang mit Formen des „tiefen Staates” sind der Hintergrund, vor dem sich eine Expert_innen-Delegation aus der Türkei auf die Reise nach Deutschland begibt. Tanıl Bora, Yasemin İnceoğlu und İsmail Saymaz werden in München den NSU-Prozess beobachten. An drei Abenden werden sie in München (24.6.), Köln (26.6.) und Berlin (27.6.) über ihre Wahrnehmungen berichten und einen Bezug zu ihren Erfahrungen mit rechtsterroristischen Verbrechen in der Türkei, deren staatlicher Deckung und dem gesellschaftlichen Umgang herstellen.

Die Veranstaltung wird simultan deutsch/türkisch gedolmetscht.

Den deutsch/türkischen Flyer gibt es hier

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Vortrag: Sal. Oppenheim jr. & Cie.: Eine Bank prägt das Rheinland

Wann: Sonntag, 28. Juni 2015, 15.30 Uhr
Wo: LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen, Mühlenend 1, 52445 Titz-Rödingen

Das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen lädt ein:
Das Bankhaus Sal. Oppenheim kann eine ereignisreiche, dramatische Geschichte vorweisen. Als erster deutscher Industriefinanzierer gründete es Eisenbahnen, gewerbliche Unternehmen, Versicherungen und Banken. Gleichzeitig zeigten sich die Oppenheims als verantwortungsbewusste Bürger, u.a. als Vorreiter des Kampfes für die jüdische Emanzipation und als großzügige Mäzene. Eine flexible Geschäftspolitik sicherte der Bank auch nach dem Ende der Blütezeit der Privatbankiers die Existenz. Zur größten Krise wurde die Zeit des Nationalsozialismus, welche die Bank dank Robert Pferdmenges überstand. Mit dem Wirtschaftswunder kehrten Erfolg und Wachstum zurück. Die Familienära fand 2010 ein jähes Ende, als Sal. Oppenheim von der Deutschen Bank vor der Insolvenz gerettet werden musste.“

Gabriele Teichmann studierte Geschichte, Philosophie, Anglistik und Pädagogik in Bonn und Edinburgh. Seit 1985 bei Sal. Oppenheim tätig, übernahm sie 1990 die Leitung des Archivs. Neben der Sicherung der Überlieferung sieht sie in der Vermittlung der Oppenheim-Geschichte ihre Hauptaufgabe. Sie ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen zu dem Thema.

Eintritt: 3 €

Weitere Infos unter: synagoge-roedingen.lvr.de

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Fotodokumentation zur Regionalkonferenz vom 22.05. in Köln

RK-2015-MoBe-Koeln-5309LowResAm 22.05.2015 fand in Köln die fünfte und letzte der von der NRW-Landesregierung und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW organisierte Regionalkonferenz zur Entwicklung eines integrierten Handlungskonzepts gegen Rechtsextremismus und Rassismus statt. Eine Fotodokumentation des Tages finden Sie unter folgendem link (Größe der Datei ca. 2 MB)
Weitere Fotos der Konferenz finden Sie unter: regionalkonferenz2015.koeln

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09.06.2015: Gedenken zum 11. Jahrestag des Anschlages auf der Keupstraße

Etwa 15IMG_41200 Menschen beteiligten sich am Abend des 9. Juni 2015 an einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 11. Jahrestags des NSU-Nagelbombenanschlags auf der Keupstraße. Nach einem Gastspiel des Residenztheaters München mit dem Stück “Urteile” ging es zu dem Ort, an dem die Bombe 2004 explodierte und mindestens 22 Menschen zum Teil schwer verletzte. Dort wurde mit einer Rede, Musik und Blumen an die verheerenden Auswirkungen der Tat erinnert und auf die Ermittlungen, durch die die Betroffenen sich zu Tätern gemacht fühlten, aufmerksam gemacht.

Ein ausführlicher Bericht findet sich bei der Intitiative “Keupstraße ist überall”.

Ebenfalls in Erinnerung an den Anschlag findet am Sonntag, 14. Juni, auf und um die Keupstraße ein politisches Kultur- und Straßenfest statt. Die Intitiative “Keupstraße ist überall” organisiert im Schauspiel eine Podiumsdiskussion “Sprechen wir über Rassismus” und mehrere weitere Veranstaltungen im Café Sabahçı.

Das Gesamtprogramm findet sich hier.

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Birlikte: Zusammenstehen – Zusammenleben

Wann: Sonntag, 14. Juni 2015, ab 11 Uhr
Wo: Keupstraße, Köln-Mülheim

plakatIm Juni 2004 zündeten Mitglieder des selbsternannten »Nationalsozialistischen Untergrund« mitten auf der Keupstraße in Köln-Mülheim eine Nagelbombe und verletzten 22 Menschen. 2014, zum zehnjährigen Jahrestag des Anschlags, machten 70.000 Besucher, unzählige mitwirkende Künstler und die Bewohner Mülheims unter dem Motto »Birlikte – Zusammenstehen« aus dem Tatort des Terrorakts einen Ort des gemeinsamen Feierns, Diskutierens und auch Gedenkens.

Die Ereignisse der letzten Monate, das Erstarken von Pegida und ihren Ablegern, aber auch extremistischer Terror von allen Seiten, haben deutlich gemacht, dass es auch ein Jahr nach »Birlikte« wieder ein gemeinsames Zeichen zu setzen gilt: Gegen Intoleranz und Fremdenhass, gegen religiösen und nationalistischen Terror jedweder Couleur und für eine offene und friedliche Stadtgesellschaft. Weiterlesen

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