Newsletter September 2017

Seit heute steht die September-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter September 2017 zum Download (pdf) bereit.

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Schwarze Luftballons gegen Flüchtlinge

„Mit unseren Sprühschablonen und -kreide ziehen wir wieder durch Köln. Unsere Botschaften ‘Kehrt nach Hause zurück! Eure Heimat braucht euch’ haben wir in Köln bereits am Kölner Hauptbahnhof, an der Großmoschee und in Köln Ostheim in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft gesprüht.“ (Schreibweise im Original). Diese fremdenfeindlichen Botschaften hinterließ eine stark in die Öffentlichkeit drängende neue, sehr rechte Aktionsgruppe Ende Juli vor mehreren Kölner Flüchtlingsheimen. Verfasst haben die Sprüher ihre Hassgraffiti auch auf Arabisch, der Text soll zahlreiche sprachliche Fehler aufweisen. Weiterlesen

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Zwei Jahre Haft auf Bewährung für rassistischen Brandanschlag

Am 2. Januar 2016 attackierten zwei Rechtsextreme in der Bruder-Klaus Siedlung in Köln-Mülheim eine Flüchtlingsunterkunft. Sie schlugen kurz vor 20 Uhr die Scheibe der unweit eines Autobahnzubringers gelegenen Unterkunft mit einem Teleskopschlagstock ein und versuchten Silvesterböller sowie brennende Fackeln in die erleuchtete, im Erdgeschoss befindliche Wohnung zu werfen. Dass sich darin Bewohner aufhielten war ihnen bewusst.

Ein Bengalo verfehlte das Fenster nur knapp und prallte an der Hauswand ab. Die Leuchtfackeln – es handelte sich um Bengalos, die bis zu 2500 Grad heiß werden – hatten sie zuvor mit Schriftzügen von Pegida beklebt. In der Wohnung lebte eine aus Jugoslawien stammende Flüchtlingsfamilie: Drei Erwachsene mit neun Kindern. Nur durch Zufall misslang ihr Versuch, die Bengalos in die bewohnte Wohnung zu werfen. Der Tod der Familie wurde offenbar bewusst einkalkuliert. Weiterlesen

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” nun auch für die Städte Bonn und Leverkusen, sowie für die Kreise Oberberg, Rheinisch-Bergisch und Rhein-Sieg  aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang/Mitte Juli 2017.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftliche Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort“.

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Regionale Beteiligung an RechtsRock-Konzert in Themar

Quelle: Screenshot Twitter Polizei Thüringen

Am 15. Juli fand im Thüringischen Themar das größte Rechtsrock-Konzert der letzten Jahre statt. Etwa 6.000 Neonazis waren angereist, um Bands und Redebeiträgen zu lauschen, zu trinken und zu feiern. Und Gemeinschaft zu zelebrieren – wozu in diesen Kreisen auch das Zeigen des Hitlergrußes samt „Sieg Heil“-Ruf gehört.

Auch „Die Rechte“ Rhein-Erft, Aktivisten des „Syndikat 52“ aus Aachen und von der „Identitären Aktion“ bzw. dem „Freundeskreis Rhein-Sieg“ waren unter den Besucher_innen. Unter den auftretenden Bands fand sich neben „Flak“ aus dem Rheinland auch „Stahlgewitter“, eine der in der Szene prominentesten Rechtsrock-Bands, der auch Frank Krämer aus dem Rhein-Sieg-Kreis als Gitarrist angehört. Nach Eigenaussage stand er jedoch nicht auf der Bühne, da er für die Vorbereitung keine Zeit gehabt habe. Weiterlesen

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Großartige Entscheidung!

Um 17.51 Uhr hat der Rat auf seiner heutigen Sitzung für die Erweiterung des NS-Dokumentationszentrums im EL-DE-Haus gestimmt. Direktor Dr. Werner Jung sagt: „Danke an den Rat. Glückliches NS-DOK!“ Durch die Anmietung der beiden oberen Etagen im EL-DE-Haus kann das NS-DOK nun mit dem Konzept eines „Hauses für Erinnern und Demokratie“ ein modernes Angebot zur Demokratieförderung entwickeln und die pädagogische Arbeit sowie die Bildungsangebote ausbauen.

Hier der Wortlaut aus Begründung des Ratsantrags:

„1. Das NS-DOK als alleiniger Nutzer des EL-DE-Hauses als Schlussstein einer geschichtlichen Entwicklung

Das NS-Dokumentationszentrum hat in den letzten Jahren eine weit über die Grenzen Kölns hinaus anerkannte positive Entwicklung nehmen können. Stark gestiegene Besucherzahlen und die hohe Zahl von über 2.200 geführten Gruppen haben jedoch erhebliche räumliche Engpässe zur Folge. Um die pädagogische Arbeit und die Bildungsangebote zu stärken und das Konzept eines „Hauses für Erinnern und Demokratie“ umzusetzen, benötigt das NS-Dokumentationszentrum die beiden oberen Etagen im EL-DE-Haus, die derzeit noch vom Rechtsamt und dem Örtlichen Personalrat für das Dezernat Kunst und Kultur genutzt werden. Dass das ehemalige Gestapogebäude dem NS-DOK vollständig für seine Zwecke zur Verfügung gestellt wird, kann als ein logischer Endpunkt und als ein Schlussstein einer langen Geschichte des EL-DE-Hauses nach dem Ende Gestapozeit angesehen werden. In das ehemalige Gestapohaus zogen nach dem Krieg städtische Dienststellen ein. Ausgerechnet dort, wo die Gestapo ihre Opfer verhört und malträtiert hatte, wurden Jahre lang das Standesamt und die Rentenstelle untergebracht. Bereits in den letzten Jahren hat das NS-Dokumentationszentrum sich im EL-DE-Haus vergrößern können, nunmehr soll es zukünftig das EL-DE-Haus komplett nutzen. Das 1934/35 errichtete Gebäude erhielt nach den Initialen seines Bauherrn Leopold Dahmen den Namen EL-DE-Haus und befindet sich nach wie vor im Privatbesitz der Familie Dahmen. Weiterlesen

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Stadt Aachen, sowie für die Kreise Städteregion Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang Juli 2017.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftliche Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort“.

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Newsletter Juli/August 2017

Seit heute steht die Juli/August-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Juli/August 2017 zum Download (pdf) bereit.

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Jugendbewegung oder Scheinriese? Die „Identitäre Bewegung“ in Deutschland

Screenshot: Identitäre Bewegung NRW Facebook

Am 28. Dezember 2016 besetzte eine kleine Gruppe der „Identitären Bewegung“ (IB) unter dem Jubel von Gesinnungsgenoss_innen das Dach des Hauptbahnhofs in Köln und entrollte ein Banner mit der Aufschrift „Nie wieder Schande von Köln! Remigration“. Dazu riefen sie rechte Parolen wie „Europa, Jugend, Reconquista“ oder „Heimat, Freiheit, Tradition – Multikulti Endstation“. Die Aktion, die die Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 rassistisch auflud, war nach wenigen Minuten wieder vorbei und wurde mit Bildmaterial sowie inhaltlicher Einordnung in den sozialen Medien verbreitet. Martin Sellner, führender Kopf der IB Österreich, stilisierte die Aktion in seinem Video-Blog gar als „Ehrenrettung des europäischen Mannes“, der nicht in der Lage sei, „seine“ Frauen vor Übergriffen zu bewahren. Abschiebungen und der massive Ausbau der Grenzen seien der einzige Weg, die Sicherheit des Landes wiederherzustellen. Die Aktion in Köln und die pathetische Nachbereitung in den Sozialen Medien ist geradezu prototypisch für das Aktionsrepertoire der IB. Eine kleine, mit bescheidenem Aufwand durchgeführte Aktion, bei der das Corporate Design der IB und zentrale Begriffe transportiert werden, wird in den Sozialen Medien recht professionell aufbereitet und entfaltet durch die nach außen getragenen Bilder Wirkung. Weiterlesen

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Vortrag und Diskussion: „Reichsbürger“ – Verschwörungsideologie mit deutscher Spezifik

Wann: Donnerstag, 29. Juni 2017, 19:30 Uhr
Wo: NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln

Autokennzeichen eines „Reichsbürgers“ mit veränderter Farbgebung (c) ibs

Das Phänomen „Reichsbürger“ – zumeist belächelt und in den Rubriken „Skurriles/Verrückte“, „Sekten“ und „Verschwörungstheoretiker“ abgelegt – ist nicht neu. „Reichsbürger“ bilden eigene Regierungen und gründen eigene „Staaten“ – beispielsweise den Staat „Germanitien“. Sie halten an der vermeintlichen Größe und am Fortbestand des „Deutschen Reiches“ fest, nicht wenige auch am Nationalsozialismus. Die BRD existiert für sie staatsrechtlich nicht. Man nimmt deshalb das „Recht“ wahr, sich unter „Selbstverwaltung“ zu stellen und „kommissarische Reichsregierungen“ zu bilden.

Erst nach den tödlichen Schüssen auf einen Polizeibeamten im Herbst 2016 in Georgensgmünd (bei Nürnberg) kamen in der Öffentlichkeit Zweifel daran auf, dass die „Reichsbürgerbewegung“ tatsächlich zu ignorieren bzw. ausschließlich zu belächeln sei. Seitdem ist in der medialen Berichterstattung häufig von einer nötigen „Entwaffnung“ der Akteur_innen zu hören sowie von der Bereitschaft der „Reichsbürger“, ihre Waffen auch einzusetzen. Und nicht selten auch von polizeilichen Razzien und von „Reichsbürgern“ im Polizeidienst.

Die Vortragsveranstaltung möchte Auskunft über die Geschichte dieses uneinheitlichen Milieus und über dessen Ideologie, Handlungsformen und Wirkmächtigkeit geben. Ist die „Reichsbürgerbewegung“ auch von gegen die extreme Rechte aktiven Menschen unterschätzt worden? Und was würde daraus folgen?

Referent: Jan Rathje, Projektleiter „No World Order. Handeln gegen Verschwörungsideologien“ der Amadeu Antonio Stiftung

Eine Veranstaltung der ibs und des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland

Eintritt: 4,50 €, erm. 2,00 €

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