Am rechten Rand: Prozessbeginn um Andre M.

In Berlin hat am 21.April der Prozess um André M. begonnen, der unmittelbar nach Beginn der Verhandlungen von einer per Mail eingegangenen Bombendrohung unterbrochen wurde.
André M. ist laut Anklage verantwortlich für bundesweit versandte Drohmails, die er an Politiker*innen, Gerichte, Medien, Polizeidienststellen oder öffentliche Einrichtungen richtete. Die Mails unterzeichnete M. mit dem Tarnnamen „Nationalsozialistische Offensive“. Die Drohung am Verhandlungstag fordert einen Freispruch für M. und zeigt: es handelt sich nicht um einen Einzeltäter. Auch diese*r Verfasser*in agiert mit Tarnnamen („Staatsstreichorchester“, „NSU 2.0“, „Wehrmacht“) und spricht von M. als „Mitarbeiter“ und „Kollegen“ Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass letzterer bereits seit Januar 2019 als Mittäter von M. auftritt. Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein erreichten Drohbriefe, die sich auf den Mord an Regierungspräsidenten Walter Lübcke beziehen und benennen: „Die Phase bevorstehender Säuberungen wurde mit Walter Lübcke erst eingeleitet“ – unterzeichnet mit „Staatsstreichorchester“.

Die am 21. April gestarteten Verhandlungen konnten nach einer kurzen Unterbrechung am selben Tag fortgesetzt werden. (kt)

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Aufsatz „Zentrale Aspekte unserer Bildungsarbeit zu Rassismus und Diskriminierung“ erschienen

In der aktuellen Ausgabe des Jugendhilfereports des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) ist auch ein Beitrag unserer Mitarbeiterin Felicia Köttler und unseres Mitarbeiters Ilja Gold mit dem Titel „Zentrale Aspekte unserer Bildungsarbeit zu Rassismus und Diskriminierung“ erschienen. Schwerpunktthema der Ausgabe ist „Demokratiebildung“.
Den Jugendhilfereport als PDF-Version finden Sie hier,

 

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Acht Wochen nach dem Anschlag von Hanau. Warum wir weiterhin über Rechtsextremismus und Rassismus sprechen müssen

Etwa acht Wochen ist es nun her, dass Tobias R. in einem extrem rechten und rassistischen Terrorakt neun junge Menschen ermordet hat: Ferhat Unvar, Vili Viorel Păun, Hamza Kurtović, Sedat Gürbüz, Fatih Saraçoğlu, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Gökhan Gültekin, Kaloyan Velkov. Im Anschluss tötete R. seine Mutter und sich selbst.

„Was vorgefallen ist, tut mir so in der Seele weh. Mein Herz blutet dermaßen, ich kann nicht in Worten beschreiben, was passiert ist“ – so näherte sich der Hanauer Kemal Kocak, der viele Opfer des Anschlags kannte, dem Schmerz der Angehörigen und Freund*innen. Nicht nur seine auf der Trauerfeier in Hanau gehaltene Rede, die bei YouTube[1] abrufbar ist, erhielt viel Resonanz, auch darüber hinaus war die Anteilnahme in den sozialen Medien sowie der analogen Welt groß, wenn auch noch lange nicht ausreichend. Die erneuten Mahnungen, nun endlich über Rassismus in Deutschland zu sprechen und die Beteuerungen, den rechten Terror ernst zu nehmen, scheinen in Zeiten der Corona-Krise in weite Ferne gerückt zu sein. Dabei sind für Personen, die (im Gegensatz zu den Verfasser*innen) täglich von Rassismus betroffen sind, die Ängste vor Diskriminierung und Gewalt weiterhin da und eine alltägliche Realität. Daneben gibt es auch die Wut, wie sie migrantische Initiativen zum Ausdruck bringen, die anlässlich des Anschlags von Hanau für den 8. Mai zu einem „Tag des Widerstands“ aufrufen oder auch die scheinbare Resignation angesichts einer Ignoranz gegenüber der Allmacht rassistischer Vorstellungen: „Ich habe keine Angst, ich bin nicht wütend, ich bin auch nicht mehr traurig“, schreibt Tarik Tesfu. „Ich fühle irgendwie nichts. Weil Rassismus, rechter Terror und das Wegschauen von Politik und Co. mich stumpf machen. Das ist das Schlimmste.“[2] Weiterlesen

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert II

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Städte Köln, Bonn und Leverkusen, sowie für die Kreise Rheinisch-BergischOberberg und Rhein-Sieg aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang April 2020.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftlichen Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort”.

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert I

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Stadt Aachen, sowie für die Kreise Städteregion AachenDürenEuskirchenHeinsberg und Rhein-Erft aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang April 2020.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftlichen Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort”.

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Newsletter April 2020

Seit heute steht die April-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter April 2020 zum Download (pdf) bereit.

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Einschränkungen wegen Corona-Virus

Aufgrund der aktuellen Lage rund um Corona und den Sicherheitsbestimmungen der Stadt Köln können wir derzeit keine Beratung vor Ort anbieten. Dennoch stehen wir Ihnen nach wie vor telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.

Bitte nutzen Sie dazu die Telefonnummer 0221-221-27162 oder die E-Mail-Adresse ibs [at] stadt-koeln.de.
Kontaktieren Sie uns gerne. Sollten Sie uns nicht sofort erreichen, sind wir bemüht, Ihre Anfrage schnellstmöglich zu beantworten.

Alles Gute und kommen Sie gut durch die Zeit!

Ihre Mitarbeiter*innen der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln.

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Newsletter März 2020

Seit heute steht die März-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter März 2020 zum Download (pdf) bereit.

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Rechte Straftaten 2019

Die Bundesrepublik Deutschland erlebt seit einigen Monaten eine beispiellose Welle rechter Gewalt. Nach dem Mord an Walter Lübke im Juni 2019, dem Anschlag auf die Hallenser Synagoge im Oktober 2019 gab es zu zuletzt einen Angriff auf zwei Shisha-Bars und einen Kiosk am 20. Februar 2020 in Hanau mit 10 Mordopfern. Dies bedeutet vor allem eine qualitative Steigerung der Gewalt, denn damit gab es seit Juni 2019 13 weitere Todesopfer. Diese Ereignisse machen deutlich, dass wir es mit einer rassistischen und antisemitischen Grundstimmung zu tun haben, die einzelne zu solch drastischen Taten motiviert. Doch Antisemitismus und Rassismus vollziehen sich auch im Alltag. Um dies zumindest quantitativ erfassen zu können, werden die Innenministerien von Bund und Ländern regelmäßig zu Zahlen politisch rechts motivierter Kriminalität (PMK Rechts) gefragt. Weiterlesen

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Tödliche Schüsse in Hanau. Rassistische und rechtsextreme Hintergründe

Verschiedene Medien berichten inzwischen über die die rechtsextremen Motive des Täters in Hanau. Es wurden ein Bekennerschreiben und ein Video gefunden. Darin heiße es, „dass bestimmte Völker vernichtet werden müssten, deren Ausweisung aus Deutschland nicht mehr zu schaffen sei“.
Wir sind fassungslos! Unsere Anteilnahme gehört den Angehörigen und Freund*innen der Opfer.

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