Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Heute, am 25. November, jährt sich der Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Auch in Köln werden unzählige Gebäude in Orange leuchten und damit ein starkes Signal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen. Denn an diesem Tag beginnen die ORANGE DAYS.

Viele Städte in der Bundesrepublik und aus der ganzen Welt sind bereits dabei: von Frankfurt und Essen bis hin zu Tunis, Mumbai, Rom, Brüssel, New York und vielen mehr. Jedes Jahr machen weltweit Organisationen und Frauenrechtsbewegungen am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, darauf aufmerksam, dass Frauen und Mädchen immer noch Gewalt und Unterdrückung erleben müssen. Sie rufen zu einem eindeutigen NEIN gegen Gewalt an Frauen auf.

Weitere Informationen der Stadt Köln

 

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Guerra cultural e os ataques da extrema direita em instituições culturais: como lidar?

„Die Angriffe von Rechtsextremen und Rechtspopulisten auf die demokratische Erinnerungskultur sind nicht einfach nur »irgendein Kulturkampf« um vermeintlich abgehobene Theorien, sondern Angriffe auf die zentralen Prinzipien der demokratischen Gesellschaft.“ MBR-Kollege Michael Sulies ordnet rechte Angriffe auf die Gedenk- und Geschichtskultur im Interview mit der brasilianischen Journalistin Patrícia Oliveira als wichtiges Aktionsfeld eines rechten Kulturkampfes ein. Letztlich, so Sulies, geht es dabei um die Verschiebung des öffentlichen Diskurses nach rechts und um die Erringung »kultureller Hegemonie«.
Den Beitrag finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=nMbwR2ojk34&feature=youtu.be

Im zweiten Teil stellt Hans-Peter Killguss die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum vor und spricht mit Patrícia Oliveira über Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung.
Den Beitrag finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=jzMhPdTrX14&feature=youtu.be

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Querdenken-Proteste in Leipzig: Auch Kölner*innen dabei

Die Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in Leipzig am 7. November 2020 haben erneut gezeigt, welches gewaltvolle Potential den Anhänger*innen von Verschwörungserzählungen innewohnt und in wieweit sie mit Akteur*innen der extremen Rechten untrennbar verwoben sind.
Die rund 20.000 Demonstrierenden setzten sich aus Menschen mit unterschiedlichen Haltungen zusammen. Aber sie alle einte Folgendes: Erstens, die Idee, dass die Maßnahmen zur Pandemie weitestgehend übertrieben seien und der*die Einzelne daher auch keine Verantwortung (z.B. Maske tragen, Abstand halten) übernehmen müsse. Zweitens, eine Wut gegen „die da oben“, denen zugeschrieben wird, dass sie eine Diktatur errichten würden. Sich selbst imaginiert man hingegen als „Widerstandskämpfer*innen“ und stellt sich in eine Tradition mit der Bürgerrechtsbewegung in der DDR oder gleich in eine Reihe mit den Opfern des NS-Regimes. Drittens, die Ablehnung der Medien, die als „Lügenpresse“ diffamiert werden. Letzteres äußerste sich in zahlreichen Angriffen auf Journalist*innen. Darüber hinaus kam es ebenfalls zu Übergriffen auf Polizeibeamt*innen und linke Menschen. Weiterlesen

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert II

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Stadt Aachen, sowie für die Kreise Städteregion AachenDürenEuskirchenHeinsberg und Rhein-Erft aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang Oktober 2020.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftlichen Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort”.

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Gedenkveranstaltung: Niemals wieder?! 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz – Erinnern für die Wachsamkeit!

Wann: Montag, 9. November 2020, 17.30 Uhr
Wo: Livestream der Synagogen-Gemeinde Köln

Die Synagogen-Gemeinde Köln und die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit laden ein:
Der 9. November 1938 markiert ein einschneidendes Datum. Die Synagogen im ganzen Deutschen Reich und Österreich wurden geplündert, in Brand gesteckt und zerstört, jüdische Friedhöfe geschändet, Wohnungen und Geschäfte verwüstet und geplündert, unzählige Jüdinnen und Juden wurden in ihren Geschäften, Wohnungen und auf den Straßen misshandelt, mindestens 400 Juden ermordet oder verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt, nicht wenige nahmen sich in der Folge dieser Ereignisse das Leben.

Wir wollen den Opfern dieser schrecklichen Nacht, der „Reichspogromnacht“, und der darauf folgenden Schoah gedenken. Eine lange Kette von antisemitischen Geschehnissen und staatlichen Eingriffen haben hierzu geführt. Die erschütternden Ereignisse von 1938 wirken bis in unsere Gegenwart nach, der Antisemitismus bricht sich auch heute Bahn. 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz erleben Jüdinnen und Juden Antisemitismus in den Schulen, am Arbeitsplatz und im Alltag, im Zuge von der Covid-19-Pandemie haben antisemitische Verschwörungstheorien Hochkonjunktur und bedrohen. Wir möchten den Gedenktag als Mahnung verstehen, aber auch als Aufforderung, sich gegen offenen und verdeckten Rassismus und Antisemitismus aktiv aufzulehnen!

 

Für den 10. November um 18:00 Uhr lädt ebenfalls die Kölnische Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit zu einer kurzen Mahn- und Gedenkkundgebung an die von den Nationalsozialisten ermordeten Zwangsarbeiter*innen und Edelweißpirat*innen ein. Es werden Reden von Josef Wirges, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld und Miguel Freund, Synagogen-Gemeinde Köln gehalten. Der musikalische Beitrag kommt von Rolly Brings. Die Veranstaltung wird live über youtube gestreamt.

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Newsletter November 2020

Seit heute steht die November-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter November 2020 zum Download (pdf) bereit.

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Correctiv Recherche – Wie die rechte Szene Instagram benutzt

Die vom Rechercheverbund Correctiv veröffentlichte vierteiligen Recherche „Kein Filter für Rechts. Wie die rechte Szene Instagram benutzt, um junge Menschen zu rekrutieren“ gibt Auskunft über zentrale Influencer*innen der rechten Szene und beschreibt, wie diese durch Instagram Geld verdienen, welche Hashtags und Codes sie benutzten und wie die AfD über Instagram in die rechten Szene vernetzt ist.

Darin spielen auch einzelne Akteur*innen aus dem Regierungsbezirk Köln eine Rolle. So beispielsweise Reinhild Boßdorf, der als rechte Aktivistin eine entscheidende Rolle in der extremen Rechten zugeschrieben wird und der eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen verschiedenen Instagram-Accounts zukommt. Zuletzt trat Boßdorf als Kandidatin der AfD zur Kommunalwahl 2020 in Königswinter in Erscheinung. Zudem ist sie Mitbegründerin der rechten Gruppierung „Lukreta“ (s. u.a. ibs-Newsletter Januar 2020)

Ein weiterer, von Correctiv häufig genannter Akteur, ist der rechtsextreme Frank Krämer. Mit dem in letzter Zeit durch „Querdenken“ bekannter gewordenem Nana Domena (Moderator) betreibt er das Videoprojekt „Multikulti trifft Nationalismus“. Weiter weist Krämer Vernetzungen zu der Initiative „Europa Terra Nostra“, deren Vorsitz ein NPD-Politiker inne hat. Krämer hat die sozialen Medien für sich entdeckt, um seine rechte Propaganda zu verbreiten und Geld zu verdienen, z.B. durch die Vermarktung eines rechtsextremen Versandhandels.

Einziger Kritikpunkt an der Recherche ist, dass sie sich in Teilen auf „Insiderinneninformationen“ einer Aktivistin aus der Szene stützt. Diese ist keine andere als Lisa H., besser bekannt als „Lisa Licentia“. Im Rahmen der vor kurzem auf „Pro7“ ausgestrahlten Dokumentation „Rechts. Deutsch. Radikal.“ verkündigte diese ihren Ausstieg aus der Szene. In wie weit sie jedoch wirklich aus der Szene ausgestiegen ist und mit der rechten Ideologie gebrochen hat, bleibt abzuwarten. So zierte sie die Schlagzeilen Anfang des Jahres, als sie mit ihrer Kamera den linken Protest am Roncalliplatz filmte. Bei der Kundgebung unter dem Motto „Gegen Verschwörungsideologien und Antisemitismus – Gegen den Abbau von Grundrechten“ im Mai 2020 mit rund 450 Teilnehmenden beteiligten sich auch Rechte und Verschwörungserzählende um eine Meditation gegen die Corona-Schutzmaßnahmen durchzuführen. Unter ihnen „Lisa Licentia“. Während sie durch die Kundgebung lief und den Protest filmte kam es zu einer Rangelei, sie erhielt eine Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstand. An einem darauf folgenden versuchten Outing einer linken Person war sie maßgeblich beteiligt und arbeitete in diesem Zusammenhang mit dem rechten Medienaktivisten Oliver Flesch zusammen, der unter anderem Kontakte zur rechten „Bruderschaft Deutschland“ pflegt. Zu dieser Zeit soll „Lisa Licentia“ nun schon länger aus der Szene ausgeschieden sein. (he/kt)

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert I

Wir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Städte Köln, Bonn und Leverkusen, sowie für die Kreise Rheinisch-BergischOberberg und Rhein-Sieg aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Anfang Oktober 2020.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftlichen Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht es zur Rubrik „Vor Ort”.

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Multiplikator*innenschulung: Rechtspopulismus und Rechtsextremismus: Erscheinungsformen, Entwicklungen und Strategien

Multiplikator*innenschulung am 26.10.2020 von 14.00 bis 20.00 Uhr in der alten Kantine der Kreisverwaltung des Oberbergischen Kreises, Moltkestr. 42, 51643 Gummersbach

Referent*innen: Anke Hoffstadt und Alexander Häusler

 

“Die Nachrichten sind voll von Anschlägen und Übergriffen Rechtsextremer, von rechten Netzwerken in der Polizei, rechten Einflüssen bei Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen und Bedrohungen durch Rechte, nicht nur im Internet. Befinden wir uns gerade in einer Situation der Zuspitzung? Neben der Auseinandersetzung mit dieser Frage wollen wir uns mit den verschiedenen Gruppen der „extremen“ Rechten beschäftigen. Neonazis, Rechtsextreme, Neue Rechte, Rechtpopulismus, Identitäre Bewegung, Reichsbürger… Das sind nur einige Begriffe, die in der aktuellen Diskussion über das politische Spektrum Rechtsaußen genutzt werden. In diesem aktuell besonders unübersichtlichen Dickicht von Rechtsextremen und „Misch-Szenen“ und begrifflichen Unsicherheiten, wollen die Referent*innen einen Überblick über die unterschiedlichen Erscheinungsformen der extremen Rechten vermitteln und Handlungsstrategien, Haltungs- und Interventionsfragen diskutieren.

Diese Multiplikator*innenschulung eignet sich sowohl für Menschen die noch gar keinen Überblick über die verschiedenen rechten Strömungen haben, als auch für Menschen mit Vorkenntnissen, die Informationen zur aktuelle Entwicklungen und zum Wandel der rechten Szene erhalten möchten.”

Die Teilnahme an der Schulung ist kostenfrei.

Eine Anmeldung über info@netzgegenrechts-oberberg.org ist erforderlich.

Veranstaltung des Netzwerk gegen Rechts im Oberbergischen Kreis

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Kundgebung: Kein Vergessen – kein Vergeben! Gedenken an die Opfer des Anschlags von Halle

Wann: 8. Oktober 2020, 17:30 Uhr
Wo: Bahnhofsvorplatz Köln

Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. Köln, das Bündnis gegen Antisemitismus Köln, die Antifaschistische Gruppe CGN und das Rheinische Antifaschistische Bündnis gegen Antisemitismus (RABA) rufen zu einer Kundgebung im Gedenken an den Anschlag auf die Synagoge von Halle an Jom Kippur vom 9. Oktober 2019 auf.

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