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In Gedenken an Enver Şimşek

Vor 21 Jahren, am 09.09.2000, wurde Enver Şimşek an seinem Blumenstand in Nürnberg vom sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) ermordet. Enver Şimşek immigrierte im Jahr 1986 aus der Türkei nach Deutschland, wo er sich nach der Arbeit in einer Fabrik mit einem Blumenhandel selbstständig machte. Şimşek galt als erfolgreicher Geschäftsmann, war verheiratet und Vater zweier Kinder. Er wohnte in Schlüchtern. Er ist 38 Jahre alt als er an seinem mobilen Blumenstand in einer Parkbucht am Rande einer Ausfallstraße im Osten Nürnbergs mit acht Schüssen aus zwei Pistolen niedergeschossen wird. Zwei Tage später stirbt er an den Verletzungen.

Enver Şimşek war das erste (bisher bekannte) Opfer der rassistischen Mordserie des NSU. Bis heute sind neben Enver Şimşek noch neun weitere Todesopfer des NSU bekannt. Die extrem rechte Terrorgruppe verübte im Zeitraum von 2000 bis 2006 neun rassistisch motivierte Morde an Kleinunternehmern mit Migrationshintergrund. Darüber hinaus ist der NSU für das Sprengstoffattentat am 19.01.2001 in der Kölner Probsteigasse verantwortlich, bei dem das Opfer nur mit viel Glück überlebte, sowie den Nagelbombenanschlag am 09.06.2004 in der Kölner Keupstraße, bei dem mehr als 20 Menschen schwer verletzt wurden.

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