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Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Wann: Montag, 27. Januar 2020

Im Rahmen des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus weisen wir auf zwei Veranstaltungen hin:

18 Uhr an der Antoniter Citykirche, Schildergasse 57, Köln-Innenstadt
Gespräch: Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus

Am Jahrestag der 75-jährigen Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz gedenken wir unter anderem den KZ-Überlebenden Kölner*innen. In diesem Jahr legen wir einen Schwerpunkt auf das Wirken und die Schicksale von Frauen während der Zeit des Nationalsozialismus.

In der Weimarer Republik hatten Frauen das Wahlrecht errungen und sich persönliche Freiheiten verschafft. Sie waren als Pazifistinnen und Gegnerinnen des aufkommenden Nationalsozialismus aktiv. Ab 1933 setzte die extrem patriarchalische NS-Diktatur ein rückschrittliches Frauenbild durch, minderte Bildungsmöglichkeiten und politische Mitwirkung. Dennoch akzeptierten auch Frauen die menschenfeindlichen Ziele des NS und wurden zu Täterinnen.

Wir stellen drei unterschiedliche Biografien vor:

Die kommunistische Arbeiterin und Widerstandskämpferin Gertrud (Trautchen) Hamacher, wurde im Juni 1933 verhaftet und saß im Klingelpütz ein. Ab 1934 ging sie in die Illegalität und bald ins Ausland, von wo sie Flugblätter und Schriften gegen die Nazis nach Deutschland schmuggelte. Auch ihre späteren Interventionen waren gefährlich und mutig.

Die Kölner Jüdin Renée Duering wurde 1943 gemeinsam mit ihrem Mann nach Auschwitz deportiert. Er wurde ermordet. Sie wurde frauenspezifischen Experimenten unterzogen. Es gelang ihr, zu fliehen. Auch ihr weiteres Schicksal ist spannend.

Die in Köln geborene Herta Oberheuser war eine grausame KZ-Ärztin. 1947 wurde sie als einzige Frau bei den Nürnberger Ärzteprozessen wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Zuchthaus abgeurteilt.

Eine Veranstaltung der Projektgruppe Gedenktag

Eintritt: frei

12:30 Uhr, Erich-Klibansky-Platz, Albertusstr. 26, Köln-Innenstadt
Gedenkstunde für die aus Köln deportierten und ermordeten Kinder 
an der Kindergedenkstätte Löwenbrunnen

Eine gemeinsame Veranstaltung der Synagogen-Gemeinde Köln, des Katholischen Stadtdekanats und des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region in Verbindung mit dem Arbeitskreis Lern- und Gedenkort Jawne.
An der Gedenkstunde wirken Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Frau Isabelle Farkas vom Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, die Herren Rabbiner Yechiel Brukner, Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger und  Stadtdechant Msg. Kleine und mehrere Schülergruppen aus Köln und Umgebung mit.

 

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