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Der NSU-Nagelbombenanschlag in der Keupstraße – wir brauchen ein gemeinsames Denkmal gegen die Spaltung unserer Gesellschaft

Wann: Samstag, 09. Juni 2018, 20:00 Uhr
Wo: Ecke Keupstraße / Genovevastraße

Am 09. Juni 2004 explodiert in der Kölner Keupstraße eine auf einem Fahrrad montierte Nagelbombe. 18 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, zahlreiche Geschäfte zerstört. Erst sieben Jahre später im Jahr 2011, wurde der rechtsterroristische Hintergrund des Anschlags offiziell bestätigt. Seit 2013 läuft in München der Prozess gegen 5 Personen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).
In Köln gab es in der Zwischenzeit ein gut gelungenes Werkstattverfahren zur gemeinsamen Findung eines angemessenen Denkmalentwurfs. Ende 2016 prämierte die u.a. mit Vertreter*innen der Anschlagsopfer, der IG-Keupstraße, des Integrationsrates, des Rates und der Verwaltung zusammengesetzte Jury, den Entwurf des Künstlers Ulf Aminde: eine Bodenplatte in Form des Hauses Keupstraße (Anschlagsort) als Ort der Begegnung mit der Möglichkeit über eine App Filme und Dokumentationen zum NSU-Komplex, Alltags-Rassismus u.ä. abzurufen.
Zurzeit werden mögliche Aufstellungsorte des Denkmals diskutiert.

20:00 h – Begrüßung und Statements

Begrüßung und Gedenken an den Anschlag vor 14 Jahren
Tayfun Keltek, Integrationsrat Köln

Wir wollen das ihr uns versteht – warum das Denkmal in die Keupstraße gehört!
Meral Sahin, IG- Keupstraße

Der partizipative Weg zum Denkmalentwurf
Dr. Werner Jung, NS-Dokumentationszentrum

Das Denkmal und seine Chancen
Ulf Aminde, Künstler

Anschläge, Verdächtigungen und dessen Folgen für die Betroffenen und die türkeistämmige Community in Deutschland
Dr. Ali Kemal Gün, Psychologischer Psychotherapeut

Was das Denkmal mit dem Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu tun hat
Tayfun Keltek

 

21:00 h – Theaterstück ‚Die Lücke‘ (Ausschnitt)

Einführung
Kutlu Yurtseven, Schauspieler ‚Die Lücke‘

Ausschnitte aus dem Theaterstück ‚DIE LÜCKE‘

 

21:30 bis 01:00 h – eine Nacht voller Kurzfilme

Eine Nacht voller Kurzfilme zusammengestellt von Cana Bilir-Meier (Künstlerin und Filmemacherin) und Ben Belit Bitly (Künstlerin und Filmemacherin). Das Filmprogramm erinnert an migrantische Perspektiven und Auseinandersetzungen und möchte mit der Auswahl an Filmen verschiedener Künstler*innen und Filmemacher*innen einen lebendigen Beitrag liefern zu der Debatte um das Denkmal an der Keupstraße. Für das Recht auf Erinnerung aus der Sicht der Betroffenen!

Eine Veranstaltung des Integrationsrats der Stadt Köln in Kooperation mit der IG-Keupstraße, der Initiative „Keupstraße ist überall“, Ulf Aminde und dem Schauspiel Köln

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