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Vortrag: Denk’ ich an Aufklärung, denk ich an… Arbeit und Ergebnisse des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zum „NSU“ in NRW – Aufklärung oder Feigenblatt?

Wann: Donnerstag, 23. November 2017, 18:30 Uhr
Wo: Kurdischen Gemeinschaft Rhein-Sieg/Bonn e.V., Lindenstraße 58, Siegburg

Die Kurdische Gemeinschaft Rhein-Sieg / Bonn e.V. und der Arbeitskreis Antirassismus Siegburg laden ein:
Am 6.4.2017, am 11. Jahrestag der Ermordung von Mehmet Kubaşık, der im April 2006 mutmaßlich vom „NSU“ in seinem Ladengeschäft in der Dortmunder Nordstadt erschossen wurde, hat der Parlamentarische Untersuchungsausschuss im Landtag von NRW seinen Abschlussbericht veröffentlicht. Kurze 2½ Jahre haben sich die Ausschussmitglieder der Landtagsfraktionen von SPD,  CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Piratenpartei Zeit für Ihre Recherchen, Befragungen und Analysen genommen. Doch was ist geworden aus dem Plan, Aufklärung über ein „mögliches Fehlverhalten nordrheinwestfälischer Sicherheits- und Justizbehörden“ mitsamt der dafür politisch verantwortlichen und der zuständigen Behörden zu leisten?
Was hat der Ausschuss herausgefunden zur Polizei-, Geheimdienst- und Justizarbeit in den Ermittlungen zum Mord an Mehmet Kubaşık, zu den Sprengstoffanschlägen in der Kölner Probsteigasse und in der Keupstraße, zum bislang ungeklärten Tod des V-Mannes „Corelli“, zum Mord an drei Polizist*innen durch den Neonazi Michael Berger, zu rechten Netzwerken in NRW und weiteren Sprengstoffanschlägen, von denen wir bis heute (noch)nicht wissen, wer sie begangen hat?
Vortrag und Diskussion beleuchten wir, was der Ausschuss zu fragen bereit war, welche Positionen er zum Verhalten von Ermittlungs-, Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten eingenommen und welche Forderungen er für die Zukunft gestellt hat. Und wir fragen, wie sich der Ausschuss am Ende zu der Forderung der Angehörigen und Überlebenden der Morde und Anschläge des „NSU“ gestellt hat: Ihrer Forderung nach Aufklärung darüber, warum es möglich war, dass der NSU über Jahre morden und brandstiften konnte, bevor er sich am 4.11.2011 selbst enttarnte.

ReferentInnen:
Antje Feuerholz, NSU-Watch
N.N., wissenschaftlicher Mitarbeiter einer der NSU-Ausschuss-Fraktionen

Den Flyer gibt es hier

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