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6. Workshoptagung: „Dagegen!“ …und dann?!

WutbürgerInnen von rechts? „Patrioten“, „Reichsbürger“ und „besorgte Eltern“ als Herausforderung für die Zivilgesellschaft

Wann: Samstag, 26. September 2015, 10:30 Uhr
Wo: Zentrum Altenberg, Hansastr. 20, 46049 Oberhausen

IMG_1734_1In den vergangenen Monaten haben an zahlreichen Orten extrem rechte bzw. rassistische Mobilisierungen für Aufsehen gesorgt. Die PEGIDA-­‐Demonstrationen in Dresden mit jeweils mehreren tausend Teilnehmer/innen beherrschten über Wochen hinweg die Berichterstattung in den Medien. Aber auch in Nordrhein-­‐Westfalen versammelten sich etwa in Düsseldorf und Duisburg regelmäßig einige Dutzend, bisweilen einige Hundert Personen zu „Abendspaziergängen“, Kundgebungen oder „Mahnwachen“, um gegen die vermeintliche „Islamisierung des Abendlandes“, gegen „Salafisten“, aber auch gegen Geflüchtete und MigrantInnen sowie die angebliche „Frühsexualisierung von Kindern“ und den vielfach beklagten „Genderwahnsinn“ zu protestieren. Sie bezeichnen sich selbst als „Patriotische Europäer“, „Besorgte Eltern“ oder als „Hooligans gegen Salafisten“. Einige der AkivistInnen stilisieren sich sogar zu einer neuen „Friedensbewegung“. Die Verlautbarungen dieser Initiativen sind von unverkennbarem Rassismus, demokratiefeindlichen Gesellschaftsentwürfen, verschwörungsideologischen Vorstellungen teilweise aber auch von diffusen bis kruden Ideologieversatzstücken geprägt. Personelle Verbindungen in das organisierte extrem rechte Spektrum um die Partei „Die Rechte“, Pro NRW, die NPD oder die „Identitäre Bewegung“ lassen sich, besonders in NRW leicht nachweisen.

Wie können wir reagieren?

Die neuen Bewegungen am rechten Rand werfen dennoch zahlreiche Fragen auf. Wie können diese Initiativen eingeordnet werden? Handelt es sich bei den „Wutbürgern von rechts“ lediglich um eine kurzfristige Erscheinung, die früher oder später wieder von der Bildfläche verschwinden wird? Oder sind diese Bewegungen Ausdruck eines Rechtsrucks, der sich vor allem in der „Mitte der Gesellschaft“ vollzogen hat? Und nicht zuletzt: Wie sollen und wie können zivilgesellschaftliche Bündnisse und Initiativen auf diese Entwicklungen reagieren? Sind die Strategien, die sich bei den Protesten gegen Neonazi-­‐Aufmärsche bewährt haben auch für diese Anlässe geeignet? Welche Möglichkeiten gibt es darüber hinaus, der scheinbaren „Normalisierung“ extrem rechter Diskurse, eigene demokratische und rassismuskritische Haltungen entgegenzusetzen?

Erfahrungsaustausch und Vernetzung

Mit der Workshoptagung möchte die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW dazu beitragen, Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden. Dabei stehen, wie schon in den vergangenen Jahren der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung zwischen und mit den Teilnehmenden im Mittelpunkt. In vertiefenden Workshops wollen wir uns zudem intensiver mit einzelnen Strömungen und Aspekten der Bewegungen am rechten Rand befassen, um gemeinsam Ideen für Gegenstrategien zu sammeln.
Hierzu laden wir schon jetzt herzlich ein.
Das genaue Programm der Workshoptagung mit Hinweisen zum Veranstaltungsort, der Anreise und den Möglichkeiten zur Anmeldung werden wir in den kommenden Tagen veröffentlichen.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei

Anmeldungen über: kontakt@mobim.info

Den Flyer gibt es hier

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