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20. Mai: KÖGIDA floppt

Gerade mal 11 KÖGIDA-Sympathisanten fanden sich am Mittwoch, 20. Mai abends vor dem Kölner Hauptbahnhof ein. Nach längerer Wartezeit zog die Gruppe sang- und klanglos ab. Vier Monate nach dem ersten Versuch, eine PEGIDA-Veranstaltung in Köln zu etablieren, war wieder eine Kundgebung mit „Spaziergang“ angemeldet worden. Die im Januar organisierende Gruppe hatte mit der Neuauflage jedoch nichts zu tun. Die übrigen PEGIDA-Grüppchen aus NRW ignorierten die Veranstaltung sogar komplett. Auch die Initiatoren warben nicht öffentlich für ihre Versammlung.

Ab 18 Uhr sammelte man sich vor dem Seitenausgang. Schnell verlagerte sich das Grüppchen jedoch vor die gegenüberliegende Kneipe. Zwei regelmäßige DÜGIDA-TeilnehmerInnen zogen nach kurzer Zeit wieder ab. Zwei Männer in HoGeSa-Outfit wollten zur Veranstaltung, wegen seiner Schuhe mit Stahlkappen wurde einem von beiden jedoch durch die Polizei der Zugang verwehrt, weshalb beide abzogen und sich stattdessen in eine Kneipe verzogen.

Damit lag die maximal erreichte Teilnehmerzahl bei 11 Personen. Zwar hatte man ein Megaphon mitgebracht, wie das mit einer Kundgebung allerdings so funktioniert, schien keinem der anwesenden klar zu sein. Ob die Kundgebung aus diesem Grund ausfiel oder ob es ihnen bei der kleinen Gruppe zu peinlich gewesen wäre, bleibt fraglich.

Mehrere hundert Gegendemonstrant_innen füllten hingegen die andere Seite des Bahnhofsvorplatzes. Als sich abzeichnete, dass keine KÖGIDA-Kundgebung stattfinden würde, zogen sie in einer Spontandemonstration gegen Rassismus zum Eigelstein. Dieser Ort wurde gewählt, da es in den vergangenen Wochen dort mehrfach Pöbeleien und Angriffe durch Personen aus dem Neonazi- und HoGeSa-Spektrum gegeben hatte.

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