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Bündnistagung: Zwischen „Willkommenskultur“, Selbstbehauptung und Protest Perspektiven der Auseinandersetzung mit rassistischen Kampagnen gegen Migration in NRW

5. Workshoptagung für Bündnisse und Initiativen gegen Rechtsextremismus in NRW

Wann: Samstag, 14. Juni 2014, 10:30 bis 17:30 Uhr
Wo: Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108,  44894 Bochum

refugees_welcomeAuch in diesem Jahr organisiert die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW eine Tagung für Bündnisse und Initiativen, die sich in NRW gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagieren. Die Tagung unter dem Titel “Dagegen! Und dann…?!” findet am 14. Juni 2014 in Bochum statt. Schwerpunktmäßig widmet sie sich einem aktuell drängenden Thema: In zahlreichen Orten machen rechtspopulistische und neonazistische Parteien und Gruppierungen mobil: Auf Kundgebungen, in Flugblättern und im Rahmen von BürgerInnenversammlungen hetzen sie gegen die Einrichtung von Flüchtlingswohnheimen. Die Kampagnen richten sich aber auch gegen Menschen, die aus anderen Gründen und Motiven nach Deutschland einwandern.

Die Befürchtungen, dass RechtspopulistInnen und Neonazis mit ihren Parolen in der „Mitte der Gesellschaft“ Resonanzen erzielen, sind nicht unbegründet. In einigen Kommunen und Stadtteilen, in denen Unterkünfte für Geflüchtete geschaffen worden sind, haben sich AnwohnerInneninitiativen formiert, die oftmals aggressiv und mit rassistischen Argumentationsmustern gegen die Einrichtungen polemisieren. Auf ähnliche Ablehnung stoßen vorwiegend aus Südosteuropa einreisende Menschen, die sich im Einklang mit der in der EU geltenden Freizügigkeit in Deutschland niederlassen.

Flankiert werden diese Ressentiments nicht selten durch eine mediale Berichterstattung, in der von „Problemhäusern“ oder angeblichen „Belastungen“, die Rede ist, denen sich die Kommunen ausgesetzt sehen. Für eine weitere Zuspitzung sorgen populistische Parolen aus der etablierten Politik, die den EinwandererInnen pauschal betrügerische Absichten unterstellen.

Gleichwohl bemühen sich Bündnisse und engagierte Einzelpersonen an vielen Orten darum, eine „Willkommenskultur“ zu schaffen und eingewanderten Menschen mit Offenheit und Wertschätzung zu begegnen. Aber auch Geflüchtete haben in jüngster Zeit damit begonnen, auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen und für die eigenen Rechte zu kämpfen.

Die Workshoptagung möchte dazu beitragen, die unterschiedlichen Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit rassistischen Mobilisierungen zu sammeln, aber auch in einen gemeinsamen Austausch über mögliche Gegenstrategien zu kommen. Die Tagung soll darüber hinaus die Vernetzung der Engagierten voranbringen.

Programm

14. Juni 2014, 10:30 bis 17:30 Uhr

10:30 Uhr – Anreise und Anmeldung, Imbiss

11:00 Uhr – Begrüßung und Einführung

Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit: Die aktuelle Debatte um Flucht und Zuwanderung aus Südosteuropa Referentin: Alexandra Graevskaia, Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, DISS

Europäisches Asylsystem und alltäglicher Rassismus: Die Situation Geflüchteter in NRW Referentin: Dr. Zübeyde Duyar, unterstützt Menschen im Asylverfahren und arbeitet als Beraterin für unbegleitete min-derjährige Flüchtlinge beim Arbeitskreis Asyl in Bielefeld.

12:45 Uhr – Mittagspause

13:45 Uhr – Workshopphase

In den Workshops sollen der intensive Austausch und die Diskussion unter den TeilnehmerInnen im Vordergrund stehen.

15:45 Uhr – Kaffeepause

16:00 Uhr – Podiumsdiskussion

Über ihre Erfahrungen mit der Auseinandersetzung mit rassistischen Kampagnen und Debatten vor Ort berichten Dr. Zübeyde Duyar, eine Vertreterin des “Offenen Antirassistischen Treffens Emsdetten” und ein Mitglied des Bündnis “Willkommen in Sürth” (angefragt).

17:30 Uhr – Ende der Veranstaltung

Workshops

WS 1: “…aber nicht bei uns!” Wie umgehen mit AnwohnerInnenprotesten und rassistischen BürgerInneninitativen gegen Flüchtlingswohnheime? Mit Hendrik Puls und Michael Sturm (mobim)

WS 2: Refugees and immigrants welcome – Willkommenskultur schaffen Mit Nina Bramkamp und Sebastian Goecke (Mobile Beratung RB Düsseldorf)

WS 3: Roma-Selbstorganisation am Beispiel von Romane Romnja aus Köln Mit Gordana Herold (Romane Romnja)

WS 4: Geflohen, aber nicht am Ziel – der ganz alltägliche Rassismus und Geflüchtetenproteste Mit Dr. Zübeyde Duyar (Arbeitskreis Asyl Bielefeld) und Sabine Wilke (Mobile Beratung RB Detmold)

WS 5: Kreativ, solidarisch, antirassistisch! – Aktionsformen für- und miteinander gestalten Mit Iris Biesewinkel (Flüchtlingsplenum Aachen) und Lenard Suermann (Mobile Beratung RB Arnsberg

Tagungsort:

Kulturzentrum Bahnhof Langendreer
Wallbaumweg 108
44894 Bochum

Anfahrt: Mit der S1 ab Dortmund oder Bochum Hbf bis zur Haltestelle „Bochum-Langendreer“. Durch die Unterfüh-rung, dann links in den Wallbaumweg. Parkplätze am Opelwerk und P+R S-Bahnhof „Bochum-Langendreer“. Weitere Informationen zu Anfahrt und Tagungsort unter: www.bahnhof-langendreer.de

Anmeldung: Um verbindliche Anmeldung bis 01.Juni 2014 per Brief, Mail und Fax wird gebeten:

mobim im Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
tel.: 0251/4927109 fax: 0251/4927918
kontakt@mobim.info

Die Teilnahme ist kostenfrei!

Den Flyer gibt es hier

| Samstag 14. Juni 2014 @ 10:30 - 17:30
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