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Sarrazin-Debatte und Meinungsfreiheit: »Das wird man ja wohl noch sagen dürfen«

Das mediale Ereignis der »Sarrazindebatte« führte zu einer breiten gesellschaftlichen Verschiebung nach rechts, enttabuisierte rassistisches Denken und verband in besonderer Weise Rassismus mit Elite- und Nützlichkeitsdenken. Dieses komplexe Ereignis wird in dem Ende August 2011 erscheinenden Sammelband „Rassismus in der Leistungsgesellschaft“ in 15 Beiträgen mit unterschiedlichen theoretischen Perspektiven kritisch analysiert. Der Sammelband gibt Anstöße für den Alltag, die politische Praxis und
die kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung.

Zunächst werden die dominanten Topoi der „Sarrazindebatte“ dargestellt, die die Verschränkung des Ökonomiediskurses mit dem Einwanderungsdiskurs zuspitzten. Nach einem kurzen Überblick der Beiträge widmet sich Regina Wamper der Figur der Meinungsfreiheit. Sie empfiehlt sich nicht auf die strategische Figur einzulassen, und stattdessen die Aussagen und deren Kontexte, die Positionen der Sprecher_innen in Herrschaftsverhältnissen und die Machtwirkungen zu untersuchen. Nach der Vorstellung des Buchs kann gemeinsam auch über Handlungsmöglichkeiten diskutiert werden.

Veranstaltung mit Regina Wamper, Gabriel Kuhn und Sebastian Friedrich

Montag, 17. Oktober 2011, 19.30 Uhr
im ROM e.V., Venloer Wall 17 (U-Bahn-Haltestelle Hans-Böckler-Platz), Köln

Veranstalter:
Kein mensch ist illegal Köln zusammen mit ROM e.V., unterstützt von Öffentlichkeit gegen Gewalt Köln e.V., Tüday, Antifa-Ak Köln, Save Me Köln, AKKU (Antifaschistische Koordination Köln und Umland)

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