Neue Handreichung der Amadeu Antonio Stiftung

„Das Bild des übergriffigen Fremden – wenn mit Lügen über sexualisierte Gewalt Hass geschürt wird“

Bild1Aus dem Pressetext:
Die Amadeu Antonio Stiftung veröffentlicht eine neue Handreichung zum Mythos vom „übergriffigen Fremden“. Es geht darum, wie sexualisierte Gewalt und die davon Betroffenen instrumentalisiert werden, um Vorurteile und Hass gegen Geflüchtete und Migrant_innen zu verbreiten.  Sexualisierte Gewalt ist immer zu verurteilen, unabhängig davon wer die Opfer und wer die Täter sind. Wenn sich herausstellt, dass Täter einen Migrationshintergrund haben,  müssen Straftaten fallbezogen aufgearbeitet werden – aber es ist nicht hilfreich, mit populistischen Forderungen nach Ausweisungen zu reagieren und damit rassistische Ressentiments zu unterstützen. Außerdem führt die Debatte um die ethnische Herkunft weg vom eigentlichen Thema und hilft den Opfern nicht. Es ist falsch zu glauben, dass es sich bei Sexismus und sexualisierten Übergriffen um ein „importiertes“ Problem handelt, das von außen in unsere Gesellschaft hineingetragen wird. Weiterlesen

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Newsletter Februar 2016

Seit heute steht die Februar-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Februar 2016 zum Download (pdf) bereit.

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Neue Veröffentlichung: „Opa war in Ordnung“ Erinnerungspolitik der extremen Rechten

Opa war in OrdnungHans-Peter Killguss/Martin Langebach (Hg.)
„Opa war in Ordnung!“ Erinnerungspolitik der extremen Rechten
Verlag NS-Dokumentationszentrum, Beiträge und Materialien 8 der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus
Köln 2016
244 Seiten
ISBN 978-3-938636-24-4

Der Rückgriff auf die Geschichte hat bei den extremen Rechten einen hohen Stellenwert. Einige ihrer zentralen Kampagnen der letzten 30 Jahre zeigen, dass sich historische Themen als besonders mobilisierungsfähig erwiesen und mit dazu beigetragen haben, das in Grabenkämpfe verstrickte Spektrum zu einen. Die extreme Rechte schafft sich dabei ihre eigenen Erinnerungen, oftmals in Form von fiktionalen Erzählungen, die im Gegensatz zur offiziellen Geschichtsschreibung der Bundesrepublik stehen. In Veröffentlichungen, Liedtexten, im Rahmen von Demonstrationen und anderen Veranstaltungen werden die Mythen weitergetragen. Sie dienen der Identitätsbildung und Selbstvergewisserung. Geschichte ist für das rechtsextreme Milieu zudem immer eine Verpflichtung zum „Kampf für die Volksgemeinschaft“ in der Gegenwart – beispielsweise in der Abwehr von Flüchtlingen. Weiterlesen

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Islamfeindliche Kundgebung in Köln

05Unter dem Motto „Bunt statt Islam – Grundgesetz statt Scharia“ fand am 30.01.2016 in Köln eine von Ferdinand Gerlach und dem „Widerstand NRW“ organisierte Kundgebung und Demonstration statt. Allerdings fanden sich lediglich 20 TeilnehmerInnen bei strömendem Regen auf dem ansonsten menschenleeren Börsenplatz vor der IHK ein. Bis auf Michael Stürzenberger von der Partei „Die Freiheit“ hatten alle angekündigten Redner abgesagt, so dass Gerlach und Stürzenberger die Anwesenden im Wechsel eine Stunde mit den üblichen islamophoben Reden beschallten. 250 GegendemonstrantInnen umrundeten derweil den Börsenplatz und machten lautstark deutlich, was sie von der Veranstaltung hielten. Zum Abschluss gab es noch eine von Gerlach angeführte „Demonstration“ auf dem Bürgersteig bis zum Dom und zurück, danach wurde die Veranstaltung aufgelöst.

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PEGIDA NRW-Demonstration in Köln und rassistische Angriffe

IMG_3194„Und wieder einmal zweigt (sic!) PEGIDA NRW wie es geht“, so kommentierte die Gruppierung auf Facebook die aus dem Ruder gelaufene Demonstration am 9. Januar 2016 in Köln. Etwa 1.500 Personen waren dem Aufruf zum Breslauer Platz gefolgt – die Organisator_innen sprechen von 3.000; als der Demonstrationszug sich in Bewegung setzte, flogen die ersten Böller, kurze Zeit später auch Flaschen. Die Polizei stoppte den Aufzug und drängte ihn unter Einsatz von Pfefferspray und eines Wasserwerfers zurück zum Kundgebungsplatz. Am Folgetag fand rund um Hauptbahnhof und Innenstadt eine regelrechte Menschenjagd auf Männer, die von selbsternannten Bürgerwehrlern als „nicht-deutsch“ eingeordnet wurden statt. Der Polizei sind bislang fünf Angriffe mit teils mehreren Verletzten bekannt. Weiterlesen

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Die extreme Rechte im Regierungsbezirk Köln: Jahresrückblick 2015

Die extreme Rechte im Regierungsbezirk Köln im Jahr 2015

Das Jahr 2015 brachte große Veränderung innerhalb der extrem rechten Szene bundesweit wie auch in NRW und im Regierungsbezirk Köln mit sich. Mit den „Hooligans gegen Salafisten“ ist bereits 2014 ein neues Spektrum mit einer Mischung aus (Pseudo-) Hooligans, rechten Fußballfans und organisierten Neonazis entstanden. Auch das ebenfalls Ende 2014 entstandene Label PEGIDA wurde 2015 in NRW genutzt – in Düsseldorf und Duisburg, aber auch in Köln. Insbesondere diese beiden Entwicklungen haben das Spektrum, das bei extrem rechten Demonstrationen und Kundgebungen dabei ist, deutlich verändert.
Inhaltlich war die Agitation und Hetze gegen Asyl und Geflüchtete der absolute Schwerpunkt extrem rechter Mobilisierung. Meist war dies eng verknüpft mit dem Feindbild Islam. Dies war sowohl bei PEGIDA als auch bei pro NRW und den neonazistischen Gruppierungen der Fall. Weiterlesen

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Newsletter Januar 2016

Seit heute steht die Januar-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Januar 2016 zum Download (pdf) bereit.

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„Vor Ort”-Texte aktualisiert

RG-Koeln-Karte-kleinWir haben die Hintergrund-Texte in der Rubrik „Vor Ort” für die Stadt Aachen, sowie für die Kreise Städteregion AachenDüren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft aktualisiert. Die Informationen entsprechen dem Sachstand von Mitte Dezember 2015. Neu aufgenommen wurden vor allem rassistische Aktivitäten gegen Geflüchtete in den jeweiligen Regionen. Darunter etwa die Demonstrationen in Linnich (Kreis Düren) und Aachen (Pegida) oder die Drohungen gegen Lokalpolitiker/innen im Kreis Euskirchen.
Unter „Vor Ort” informieren wir über extrem rechte Gruppen und deren Aktivitäten in den Kreisen und kreisfreien Städten des Regierungsbezirks Köln. Außerdem finden Sie hier Kontaktmöglichkeiten zu ausgewählten zivilgesellschaftliche Bündnissen und Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.
Hier geht’s es zur Rubrik „Vor Ort”.

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Breiter Protest gegen Pegida in Aachen

Aachen. Bis zu 2.500 Menschen haben am Sonntag gegen einen euregionalen Aufmarsch der „Pegida“-Bewegung protestiert. Trotz Staraufgebot und einer vielfältigen Mobilisierung fiel der groß angekündigte Brückenschlag von „Pegida“-Gruppen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden in Aachen mit rund 130 Teilnehmern also sehr bescheiden aus. Erwartet hatten die Rechten immerhin bis zu 500 Menschen.

ac peg 2Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz sind da. Immer wieder machen sie Erinnerungsfotos mit ihren Anhängern, lächeln und strahlen trotz des stundenlangen Nieselregens und der teils durchnässten Kleidung dabei freundlich in die Linsen der Mitstreiter. Während Bachmanns Sidekick beim Dresdener „Pegida“-Ableger, Däbritz, sich gerne in Pose wirft, wenn Medienvertreter ihn fotografieren, erlaubt sich der „Pegida“-Chef selbst ein Spiel mit der „Lügenpresse“, hat die Mütze und Kapuze tief ins Gesicht gezogen und versucht, allen Objektiven der Journalisten auszuweichen, wendet sich immer und immer wieder demonstrativ ab. Es erinnert ein wenig an die Auftritte von Beate Zschäpe im NSU-Prozess: den verhassten Presseleuten zeigen, dass man sie verachtet, ihnen den Rücken zukehren. Weiterlesen

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Newsletter Dezember 2015

Seit heute steht die Dezember-Ausgabe des monatlichen ibs-Newsletters zum Download bereit. Im Newsletter berichten wir über Veranstaltungen und Ausstellungen des NS-Dok sowie über weitere Veranstaltungen in Köln und Umland, die Themen wie Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Diskriminierung sowie Rechtsextremismus oder Fragen der Einwanderungsgesellschaft behandeln. In der Rubrik „Am rechten Rand” informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der extremen Rechten. Außerdem stellen wir in jeder Newsletter-Ausgabe eine oder mehrere Publikationen zum Thema vor.

Hier steht der Newsletter Dezember 2015 zum Download (pdf) bereit.

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