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Tagung: Zuwanderung und Antiziganismus – Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven

Wann: Freitag, 4. April 2014, 09:30
Wo: FH Düsseldorf

imp.phpDer Forschungsschwerpunkt „Rechtsextremismus/Neonazismus“ an der FH Düsseldorf lädt in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung NRW, dem Paritätischen in Nordrhein-Westfalen, fiftyfifty und Terno Drom ein:
Die Öffnung des EU Arbeitsmarktes auch für Menschen aus Rumänien und Bulgarien stellt eine der großen Herausforderungen für Europa insgesamt dar. Auswirkungen zeigen sich vor allem in Kommunen, in denen sich arme und wenig qualifizierte Menschen ansiedeln, Wohnungen und Arbeit suchen, die Kinder in Schulen gehen sollen oder soziale Unterstützung erforderlich ist. Einige Kommunen und Bildungseinrichtungen fühlen sich angesichts der Zuwanderung überfordert und brauchen Unterstützung. Gegenwärtig wächst in der Bevölkerung die Ablehnung gegenüber Sinti und Roma. Sie sind eine europaweit diskriminierte Minderheit und – anders als viele Flüchtlinge und Asylsuchende aus Kriegs und Krisenregionen – Bürger und Bürgerinnen eines vereinten Europas. Die Wahrnehmung dieser Gruppe ist oftmals verzerrt und schwankt zwischen Vorurteilen, prinzipieller Ablehnung, offenem Rassismus und Verklärung. Gerade vor den Europa- und Kommunalwahlen werden durch die extreme Rechte sowie im öffentlichen politischen Diskurs bewusst Ängste geschürt, rassistisch aufgeladen und so die Konflikte vor Ort verschärft.

9.30 Uhr Anreise, Anmeldung, Stehcafé
10.00 Uhr Begrüßung Prof. Dr. Fabian Virchow, FORENA, FH Düsseldorf;
Mona Neubaur, Heinrich Böll Stiftung NRW
10.15 – 11.15 Uhr Sehnsucht, Verachtung, Diskriminierung – Erscheinungsformen und Funktionsweisen des modernen Antiziganismus, Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, PH Karlsruhe
11.30 – 12.30 Uhr Zuwanderung und Antiziganismus – aktuelle Herausforderungen für Kommunen am Beispiel der Städte Duisburg und Dortmund,  Dr. Elisabeta Jonuz, Universität zu Köln

12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 – 15.30 Uhr Themenforen (parallel)

Rassistische Diskurse um Zuwanderung aus Südosteuropa am Beispiel Duisburg, Alexandra Graevskaia (Duisburger Institut für Sprach- und  Sozialforschung)

Rassistische und antiziganistische Kampagnen der extremen Rechten, Alexander Häusler (FH Düsseldorf)

Was tun gegen den alltäglichen Rassismus? Zivilgesellschaftliche Strategien, Leyla Özmal (Phoenix e.V. für eine Kultur der Verständigung)

Mit Bildung aus dem Abseits – Herausforderungen und Perspektiven für Schulen, Kasm Cesmedi (Koordinator für schulische Bildung bei Terno Drom)

Alltägliche Probleme angehen. Anforderungen für eine niederschwellige Beratung und soziale Arbeit, Julia von Lindern (eastwest. Auswege statt Ausgrenzen, Düsseldorf)

Selbstorganisation und Partizipation stärken, Merfin Demir (Koordinator von Terno Drom, interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma in NRW)

16.00 – 17.00 Uhr Perspektiven? Ein kritischer Blick auf aktuelle Debatten und Herausforderungen , Markus End, freier Politikwissenschaftler und  Doktorand der TU Berlin

Anmeldung bis zum 20. März 2014 (Bitte möglichst mit Angabe des Themenforums):
www.fh-duesseldorf.de/forena_anmeldung

Rückfragen:
forena@fh-duesseldorf.de
Tel. 0211 – 8114625

Teilnahmebeitrag: 20 Euro (10 Euro ermäßigt)

| Freitag 4. April 2014 @ 09:30
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