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Köln X 2. Dem EL-DE-Haus einfach doppelt helfen

Mit einer Pressekonferenz im NS-Dokumentationszentrum startete am 14. März 2012 die Kampagne „Köln x 2 – Dem El-DE-Haus einfach doppelt helfen“. Es handelt sich hierbei um eine Spendenverdopplungsaktion des NS-Dokumentationszentrums und der Bethe-Stiftung: Die Stiftung verdoppelt alle Spenden, die in der Zeit zwischen dem 15. März und dem 15. Juni eingehen, bis zu einem Gesamtbetrag von 75.000 €, sodass im Endeffekt maximal 150.000 € erreicht werden können.

Mit dem Geld soll ein Pädagogisches Zentrum im EL-DE-Haus finanziert werden, das voraussichtlich im Oktober dieses Jahres fertig gestellt wird. Das Pädagogische Zentrum soll in einen großen Veranstaltungsraum und ein sogenanntes „Geschichtslabor“ unterteilt werden. Im Geschichtslabor sollen Kinder und Jugendliche dazu angeregt werden, die Themenkomplexe Jugend im Nationalsozialismus und Rechtsextremismus eigenständig zu erforschen und spielerisch zu entdecken. Das Geschichtslabor soll die Schülerinnen und Schülern motivieren und Freude am „Enträtseln“ der Vergangenheit schaffen.

Die heutige Pressekonferenz wurde von Dr. Werner Jung, dem Direktor des NS-Dokumentationszentrums, eröffnet. Es folgte eine kurze Ansprache des Kölner Oberbürgermeisters Jürgen Roters, der die Wichtigkeit der Arbeit des NS-Dokumentationszentrums betonte und sich dann für einen gemeinsamen Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Köln aussprach. Roters lobte die Idee eines Pädagogischen Zentrums im EL-DE-Haus und ist sich sicher, dass ein solches dazu beitragen könne, die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit noch einmal stärker zu fördern – was angesichts der Ereignisse in den letzten Monaten unerlässlich sei.

Erich Bethe, Gründer der Bethe-Stiftung, nannte das EL-DE-Haus eine „Einrichtung, auf die Köln stolz sein kann“. Im Rahmen der Stiftung „Erinnern ermöglichen“ werden seit der Jahreswende 2011/12 Projekte zur Förderung von Toleranz in Kultur und Bildung unterstützt. Die Spendenverdopplungsaktion „Köln x 2“ ist bereits die 110. Spendenverdopplungsaktion der Bethe-Stiftung.

Peter Liebermann, der Vorsitzende des „Verein EL-DE-Haus e.V.“, rief dazu auf, sich nun für die Weiterentwicklung des Museums einzusetzen: Das NS-DOK sei durch bürgerschaftliches Engagement erst entstanden und befände sich nun in einer Phase der Weiterentwicklung, in der wiederum das Engagement der Leute gefragt sei. Es hätte sich in den letzten Monaten gezeigt, dass es vor allem seitens der Behörden eine mangelnde Sensibilität bezüglich des Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft gäbe. Das Pädagogische Zentrum könne nun dazu beitragen, bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für die Gefahren solcher Phänomene zu schärfen.

Anwesend waren auch etliche Mitglieder des Schirmherrschaftskomittees, das die Spendenaktion unterstützt. Ihm gehören an: Oberbürgermeister Jürgen Roters, Hannelore Bartscherer (Vorsitzende des Katholikenausschusses Köln), Jürgen Becker (Kabarettist), Karin Beier (Intendantin des Schauspiels Köln), Rolly Brings (Musiker), Renan Demirkan (Schauspielerin und Autorin), Rolf Domning (Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region), Tommy Engel (Musiker), Prof. Alfred Neven DuMont (Verleger), Shary Reeves (Moderatorin), Wilfried Schmickler (Kabarettist) und Günter Wallraff (Journalist und Publizist).

Im Rahmen der Aktion „Köln x 2“ wird es auch einige Benefizveranstaltungen geben. Den Auftakt macht Wilfried Schmickler, der am Samstag, den 24. März, sein aktuelles Programm „Weiter“ vorstellen wird. Am Donnerstag, den 19. April, liest Renan Demirkan aus ihrem Buch „Respekt. Heimweh nach Menschlichkeit“ – moderiert wird die Lesung von Dr. Lale Akgün. Am Sonntag, den 22. April, wird Dr. Barbara Becker-Jákli vom NS-DOK eine Führung „Rund um die Synagoge“ geben.

Wenn Sie Interesse haben und spenden möchten, finden Sie weitere Informationen auch unter www.nsdok.de. Sie können sich auch gerne mit eigenen Aktionen an der Kampagne beteiligen.

Spendenkonto: Verein EL-DE-Haus, Kontonummer 1945 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00). Die Spenderinnen und Spender werden auf www.nsdok.de namentlich genannt; können auf Wunsch aber auch anonym bleiben. (ambes)

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